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… auch Erlebnissen, aber nicht so weltbewegend, was sich halt bei einem Bummel durch den Brillergraben bei St. Veit an der Gölsen so ergeben kann:

Zunächst die schon vermissten Schneerosen, jetzt sind sie endlich als stattliche Knospen zu finden. Dazu aber noch ein ernsthaft zu betrachtendes altes Steingemäuer – die Ähnlichkeit mit dem Steinschlichtwerk beim Höchbauern nahe Taschelbach und Zellerrain ist augenfällig. Sorgfältig geschlichtete Gesteinsbrocken – hier das Fundament eines am Hang errichteten, aber schon seit einigen Jahren verfallenen Heustadels. Also könnte man Analogieschlüsse zum Höchbauern-Steinfundament ziehen.

Das war´s schon! Silvester gut verbracht? Wir ließen es kulturell an – im Landestheater St. Pölten mit “Vinzenz und die Freundin bedeutender Männer”. Als einziges Lustspiel von Robert Musil angekündigt und auch in den Kritiken besonders gewürdigt – Nicole Beutler als Alphafrau, als Schauspielerin viel bedeutender als von ihrer im öffentlichen Bewusstsein selbstverständlich viel tiefer verankerten Rolle in der Traunsee-Serie her. Mit dem Gratissekt in der Pause könnte das Verständnis des Publikums (voll gutwillig !) für dieses 1923 uraufgeführte, aber sicher höchst aktuelle Stück zwar nicht erreicht, aber doch wohlwollender gestimmt worden sein. Als Lustspiel stellt sich der auf Silvestervergnügen eingestellte Theaterbesucher wohl was anderes vor, besonders wenn er ein solcher Banause ist, wie die Person, die soeben bloggt…

Das Programmheft, zum Glück mitgenommen, war hingegen sehr aufschlussreich und konnte das Verständnis für dieses Stück sicher wesentlich vertiefen. Ein angenehmer Silvesterabend in freundschaftlicher Atmosphäre und ein geruhsamer Familienneujahrstag, was will man mehr? Nichts ist Sonderliches passiert, außer dass der Christbaum bei der heutigen Gastgeberin morgens schon abgestürzt war… Aber wie mit Heinz Conrads seinerzeit – “nicht ist passiert (Herr Graf) bitteschen, nur Haus ist abgebrannt”, zum Glück heute nicht wirklich, und alles war ganz – “suprig” !!!

Zu dem Bilder-Sammelsurium dieses Beitrages füge ich noch zwei hinzu – als Wunsch für alle, so herrliche Wandertage im Jahr 2010 erleben zu können! (Ich weiß, dass diese Vorgangsweise nicht effizient ist, aber für einen neuen Beitrag passt das nicht, und die Bilder gehören eigentlich zum “Olymp” des Dichters Robert Hamerling bei Schweiggers / Siebenlinden).

Hier folgt die zweite Hälfte der Natur- und ähnlichen Erlebnisbilder, wieder von a bis z, aber mit verständlicher hinzugefügtem Datum bei den Dateinamen.

Ein kleiner Trick ist auch diesmal dabei – es waren nicht jeweils 26, sondern nur 25 Bildordner, weil ich i samt j nur einmal verwendet habe, also 25, dafür ein Familienbild eingefügt!

Außerdem gibt es von vielen Bilderlebnissen einen Bericht im Blog > das Stichwort von der Bilddatei zum eingeben in Suche verwenden.

Schon wieder ein Tag des neuen Jahres 2010 vorbei – Prosit geht noch immer (bis das nächste Kraut gegessen ist – oder gilt das nur für Geburtstagsgratulationen?).

Mit dem Alphabet durch´s Jahr, was soll das denn heißen?

Meine Digitalbilder-Ordner für Naturbilder (daneben gibt es noch Familienbilder und Urlaubsbilder) werden in zwei Hauptordner abgelegt: A Naturbilder 2009 bis Juli + B Naturbilder 2009 ab Juli. Und in jedem dieser beiden Ordner befinden sich die Bilderlebnisse geordnet nach dem Alphabet.

Im Juli war die erste Alphabetreihe erledigt von a bis z – die Bilder, irgendeines ausgewählt, sind hier zu sehen! Das halbe Jahr ist im Juli vorbei – 26 Buchstaben mal 2 (2. Teil folgt) ergibt 52, das heißt jede Woche ein Bilderlebnis, und das ohne Urlaub… sehr zufrieden mit 2009 !

Der Hochstaff über dem Ebenwald bei Kleinzell gehört zu den alpinsten Berggestalten der Voralpen. Trotz Bestrebungen, die Wanderer von diesem lockenden Gipfel und seinem Blumenparadies fernzuhalten, wird der Hochstaff zahlreich begangen (schon in den 1930er Jahren sehr beliebt, wie ich von meinen Eltern weiß). Die Standardroute führt von der nicht zum Graserhof gehörenden “Ploreiterhalt” über einen steilen Steig auf die im Dachsteinkalk schroff ausgeprägten Gipfelzinnen. Südwärts absteigend, am nächsten Felsabbruch links vorbei, kommt man zum “Ochsenboden”. Am linken Rand dieser flachen Almwiese vermittelt ein alter Weg (Gatter) den Abstieg zu der von der Kleinzeller Hinteralm Richtung Zeißlalm verlaufenden Almstraße.

Die neue Forststraße an der Westseite des Hochstaffs hat die etwas anspruchsvolle Tour zum 1305 m hohen Gipfel mit seinem herrlichen Panorama (Hochalpen bis züber den nördlichen Horizont) zu einem Spaziergang gemacht. Bei unserer letzten Hochstaff-Umrundung (im Blog) ist schon diese “Forstautobahn” durch die übersteilen und geologisch sehr instabilen Steilabbrüche der Westseite aufgefallen. Sie auf voller Länge auszukundschaften, war das Ziel unserer letzten Tour (Verlauf in der beigefügten Karte eingetragen). Die Bilder zeigen die Schneeverhältnisse und Stimmungen am drei Tage vor Jahresende 2009.

Die Entdeckung des “Urweges” auf der Abstiegsroute bzw. dem Rückweg zum Ebenwald war der zweite Erfolge dieser interessanten Tour (Höhenunterschied vom Ebenwald-Parkplatz 285 m, gesamte Länge ca. 7 km, 2 1/2 Stunden). Über die ostseitigen “Heimlichen Hochstaffwiesen” (Wasserhütte der Weidegenossenschaft St. Veit an der Gölsen) ging es dann vom Wiesenende auf dem alten Waldweg und der Forststraße zur Weißenbachalm. In deren linker Ecke schließt kurz vor P. 1053 m der ÖK (wo auch der alte Weg in die nordöstlichen Waldhänge hineinführt) eine auch ziemlich neue Forststraße Richtung Ebenwald an. Diese haben wir letztes Mal in umgekehrter Richtung von der  ”Brandner Staff” (Jagdhütterl der letzten Beschreibung) bereits erreicht, es fehlte uns aber die Verbindung von dieser Forststraße Richtung Ebenwald. Vom Umkehrplatz am Fuß der steilen Waldabbrüche wies aber eine Spur im Altschnee weiter. Ein seichter Hohlweg mit Steinschlichtung an der Seite steigt dort am Fuß der Steilhänge entlang zunächst etwas an und führt dann ebener durch eine urwaldartigen Baumbestand hinüber zu einem Zaundurchschlupf vor der “Ploreiterhalt”, der nördlich vom Hochstaff gelegenen und zum Schererhof gehörenden Wiesenfläche.

Damit ist eine Überschreitung und zugleich Umrundung des Hochstaffs auf hohem Niveau möglich, noch dazu ohne Berührung von Jagdeinrichtungen wie Wildfütterungen. Die Verbindung von der Weißenbachalm bietet sich auch als Schi- oder Schneeschuhroute an, wenn die tieferen Regionen bei Kleinzell nicht genug Schnee aufweisen, der Ebenwald und die Gipfel aber ausreichend verschneit sind.

Viel Interessantes gäbe es über den Hochstaff zu berichten. Inzwischen habe ich noch mehr Material gesammelt, als ich in meinem Wander- und Landschaftsführer “Die Voralpen an Traisen und Gölsen” verwerten konnte. Geholfen hat mir dabei besonders – herzlichen Dank dafür ! – wie beim St. Veiter Häuserbuch der “Kaltenreiter Sepp” ( Josef Wochner, von der Kleinzeller Bergrettung und mir seit Kindheit wie sein Bruder Toni bekannt, weil meine Mutter und Tante  Jugendfreundinnen der “Kaltenreiter Fanny” waren, der seinerzeitigen Bäuerin vom Kaltenreiterhof am Ebenwald).

Merkt ihr´s schon? Da baut sich eine kleine Bergtour gleich zu “Geschichten aus der Heimat” aus… daher Hochstaffschilderungen ein anderes Mal!

Wenn meine Haare so sprießen könnten, wie der Wald nachwächst – ich schau daher nicht so aus wie die bekannte Märchenfigur, aber die Gipfel mancher Voralpenberge haben sich in den letzten Jahrzehnten in eine “Strubelpeterlandschaft” verwandelt.

Mein erstes Bild zeigt den Gipfelpunkt des Hohenberger Högers bei einer Schitour um 1975 (das genaue Datum konnte ich bisher nicht feststellen, aber muss in meinen Tourenbüchern irgendwo versteckt sein). Den Laubbaum sollte man auf dem aktuellen Gipfelfoto eigentlich noch erkennen. Aber wo ich dort durch Jungfichten den höchsten Punkt erklommen und über das Hohenberger Gschwendt zum Ötscher geblickt habe, wurde teilweise schon wieder geschlägert (vermutlich für ein “Schussfeld”, da unterhalb Hochstand und oberhalb der Lichtung Leckstein… ).

Hohenberger Höger Gipfel um 1975

Hohenberger Höger Gipfel um 1975

Noch treffenderer sind die Bilder von der Student! Die Ausrüstung zeigt, dass die Tour ungefähr zur selben Zeit unternommen wurde. Damals war die Almwirtschaft gerade ein Jahrzehnt aufgelassen worden und der Berg als Jagdgebiet den Bundesforsten überlassen worden (dafür prangt auf einer Jagdhütte das Schild “Naturdenkmal”). Man sieht die Höhenkuppen von Hoher Student, vom Haselspitz und von der Studentleiten noch weitgehend baumfrei oder mit kleinen Fichten bestanden, wo heute schon beachtlich hoher Fichtenforst sich ausgebreitet hat – knapp an der nordostalpinen Waldgrenze, die von den 1500 m der Studentgipfel gerade noch gestreift wird.

Gipfelflur Student 1975

Gipfelflur Student 1975

Es eilt die Zeit, wir eilen mit, aber zum Trost – auch der Natur geht es nicht anders!

… nicht nur im Blog! Die “Weihnachtsbengerl” versprühen ihren Charme jetzt zwar nur mehr im Bild, aber man hört die beiden größeren beim Anschauen sogar noch singen (oder was). Das Krippenhaus ist zwar uralt (so an die 40 Jahre), aber vor zwei Jahren durch den Erbauer – Wolfgang Wald – elektrifiziert, dafür leider noch immer im Rohbau, was unser Beitrag zur Fertigstellung eigentlich sein sollte. Beim Kripperl dürfte ein Schaf irgendwie verrutscht sein, der Esel hat sich außer Bild geflüchtet und dem Ochs das Feld überlassen, so kluge Viecher, müssen sie auch in aller Einfalt sein…

Daneben blühen die Barbarazweigerl noch immer – seit 23. 12. – und die Blüte an dem Binder´schen Barbarazweig war schon am 4. Adventsonntag so prächtig. Dürfte aber weniger am vorherigen Befrosten liegen (sind dieselben Zweige wie bei uns), sondern an der Raumtemperatur – unser Adventkranz ist aus demselben Reisig vom Staff wie jener bei Irene & Walter, aber ihrer verlor schon vor dem 3. Adventsonntag kräftig die Nadeln. Dabei glauben wir, in St. Veit eine sehr trockene und ebenfalls ausgiebig warme Raumluft zu haben. Am selben Tag (26. November, Mond mehr als halb im Zunehmen !) wie das Tannenreisig für die von Anni verfertigten Kränze wurden auch ein paar Fichten geschnitten – als Waldabfall zum Häkseln vorgesehen. Einer davon hatte ein besseres Schicksal – er sprang mir durch seinen regelmäßigen Bau direkt ins Aug (im übertragenen Sinn) und hat daher seinen Weg in unser Wohnzimmer gefunden – unsere heurig wunderbar duftende echte und bodenständige und von unserem immerwährenden Nothelfer Rainhold (an dieser Stelle vulgo Reitbauer !!!) gespendete Stafffichte, die noch immer keine Nadel fallen lässt!

Schluss mit Besinnung, jetzt geht´s dem hoffentlich überall lustigen Rutsch ins 2010 entgegen – die Probeböller krachen soeben, aber wir haben halt noch keinen Geräuschblog, dafür war´s heute wieder recht facebookig, kommt mir vor.

Wir bloggen uns sicher noch, aber sicherheitshalber einmal gleich die besten Wünsche (morgen wieder auf Tour, aber haben keine Absturzabsicht)! ABB

Dieser Bergname bezeichnet meist eine aus der Gipfelflur hervorstechende Berggestalt: Hegerberg bei Kasten aus den Wienerwaldhügeln, Höhenberg bei Kleinzell, Türnitzer Höger… – analog zu diesem ist der Hegerberg der ÖK nordwestlich der Kalten Kuchl auch als “Hohenberger Höger”  zu bezeichnen (siehe meinen Wander- und Landschaftsführer “Lilienfeld und die Voralpen” R 173).

Der Hohenberger Hegerberg (auch so kann er genannt werden) ist der 1179 m hohe Eckpfeiler zwischen Traisen-, Halbach- und Schwarzatal. Seine keilförmig aufragende Waldpyramide zeigt sich besonders markant von der Innerhalbacher Straßenzufahrt oder vom Hinterbergteich bei Hohenberg oder der dort benachbarten Talebene von Moosbach / In der Bruck. Seine auffallende Gestalt verdankt dieser nur durch Forststraßen und Jagdsteige, selbstverständlich ohne Markierung, erschlossene einsame Gipfel dem an der Nordseite querenden Wettersteinkalk entlang der Stirn der Unterberg-Ötscher-Decke.

Als Tourenziel gewählt, ist zu berücksichtigen, dass man hier in einem Forst- und Jagdgebiet unterwegs ist, das zum Erstaunen der Touristen nicht mit den sonst üblichen zahlreichen Verbotstafeln bestückt ist – noch! Jeder Begeher möge sich daher der Natur angepasst – d. h. unauffällig für Wild und Jagdpersonal – verhalten. Das schließt auch ein, dass die Begehung in den Abend- oder frühen Morgenstunden besser unterbleiben sollte, denn das sind die besten “Pirschzeiten”. Ich merke das bewusst als “Nichtjäger” (“Jagerfeind” wäre übertrieben, eher schon “Geländewilderer”) an, denn Konflikte muss man beiderseits vermeiden. Und wenn man so unterwegs ist, steht man im Streitfall auf der stärkeren Seite, die uns das Forstgesetz von 1970 zum Glück (aber leider auch schon etwas lückenhaft) beschert hat.

Genug der Vorreden – hier folgt die…

Tourenbeschreibung für den “Hohenberger Höger” alias Hegerberg (der ÖK) oder Hohenberger Hegerberg:

Zufahrt vom Gasthaus Kalte Kuchl (oder dort parken und entlang der Via Sacra genannten rot-06-Markierung des Wiener Wallfahrerweges bis zur Sattelhöhe gegen die Talsenke “In der Grün” gehen, ca. 800 m, beschränkte Parkmöglichkeit). Hier rechts (nordöstlich) auf der Forststraße weiter, die bei der nächsten Gabelung links verfolgt  wird (rechts abzweigend und kurz darauf links verläuft ein steiler Forstweg als “Sommerweg”, wegen Wildfütterung im Winter nicht begehen). Um die Waldhöhe P. 904 m westlich herum und am linken Rand der “Gsohlwiese” bis zur Straßenkehre. Hier wenige Meter geradeaus zum Bergrücken, wo ein anfangs fast nicht mehr erkennbarer alter Jägersteig steil hinaufzieht. Die Wegspur ist überall gut gangbar (granitene Forstgrenzsteine) und erreicht schließlich den Umkehrplatz einer Forststraße – Ausblicke gegen Reisalpe und Hochstaff, Jochart, Schneeberg und Rax. Oberhalb der in den Fels gesprengten Fläche am Bergrand über einem überhängenden Abbruch weiter zur Fortsetzung des Steiges, der mit kurzen Kehren eine Verflachung am Südostkamm gewinnt und bald darauf zur Waldlichtung auf der kleinen Hochfläche vor dem Gipfel führt – neuer Hochstand und verfallener “Jägersitz an einer dürren Kandelaberfichte”. Nun westlich die Schlaglichtung entlang aufwärts zum wenig hervortretenden, von Bäumen umstandenen Gipfelpunkt (1 1/2 bis 2 Stunden, je nach Verhältnissen).

Abstiegsweg als Rundwanderung: In der Aufstiegsrichtung über den Gipfel (Vermessungsstein, 1179 m) hinweg und zunächst wenig ausgeprägten Fahrspuren  nach den Südwestkamm bergab entlang. Bald folgt ein etwas steilerer Ziehweg über eine Schlagfläche mit herrlichem Blick auf Schneeberg und Rax, bald auch gegen Gippel, Hofalm und Göller). Der anschließende Forstweg gelangt zur Kehre der Forststraße, die nun bergab bis zur “Gsohlwiese” verfolgt wird. Weiter auf dieser Forststraße zum Ausgangspunkt (1 bis 1 1/2 Stunden).

Anforderungen: Leichte Bergtour in unmarkiertem Waldgelände, teilweise nur auf Steigspuren, aber relativ einfache Orientierung, Länge insgesamt ca. 6 km und Höhenunterschied 380 m (ab Straßensattel).

Die beschriebenen Route eignet sich als Winterwanderung (derzeit nur im Gipfelbereich ein wenig verharschter Altschnee), bei höherer Schneelage auch vorzüglich als Schneeschuhtour. Wem die Abfahrt auf der Forststraße nicht zu langweilig ist (nicht bei sehr tiefem Schnee, da hat man allerdings bis zur “Gsohlwiese” bereits gespurt), kann auch Tourenschi verwenden.

Csaba Szepfalusi (“Schneeschuhwandern”, ResidenzVerlag 2008) beschreibt den Hegerberg als Schneeschuhtour – vom Gasthaus Kalte Kuchl aus, an der Ostseite des P. 904 m (wegen Wildfütterung zu vermeiden), sonst wie hier beschrieben, im Abstieg aber am Südwestkamm bleibend bei zur 06-Markierung bei Werasöd und diese entlang zurück zur Kalten Kuchl.

Innerhalb von nur vier Tagen haben sich die Schneeverhältnisse total verändert. Ausgerechnet über Weihnachten – der Vergleich von den 1950er Jahren zu den letzten 10 Jahren zeigt, die “Weißen Weihnachten” sind tatsächlich etwa nur mehr halb so oft zu erleben als in unserer Kindheit!

Daher war die heutige Feiertagstour auf den Hohenberger Hegerberg eine Winterwanderung. Die “Achterschleife” über diesen zwar nur 1179 m hohen, aber markanten Gipfel bot bei dem herrlichen Wetter (Frost nach Kaltfrontdurchgang in der Nacht und wieder etwas Erwärmung) die malerischsten Ausblick. Besonders Schneeberg, Gippel und Göller sowie die voralpine Nachbarschaft mit Jochart, Reisalpe und Hochstaff zeigten sich ganz wunderbar.

Ein unmarkierter “Jagdgipfel”, urige Steiglein und bequeme Forststraßen, dazwischen Bruchharsch im Holzschlag… eine ganz nette Feiertagstour. Für mich ein guter Vergleich, wie sich die Wälder und damit auch die Berge verändern können, denn vor ca. 35 Jahren kraxelte ich dort mit Tourenschi hinauf – umgeben von dichtem Jungforst, wo heute schon wieder durchgeforstet wird.

Kürzester Tag und längste Nacht – für uns heute unbedeutend, denn für uns zählt heute nur…

…das erlebte Wintermärchen

Eigentlich zählt der Hochstadelberg nicht mehr zu meinen speziellen Winter-Touren-Tipps für die Schneesaison 2009 / 2010, weil er schon im vorigen Winter ausführlich im Blog vorgestellt wurde > Suche: Hochstadelberg

Es hat sich auch nicht viel geändert im Gelände und bei den dort für den Aufstieg und – heute so erlebt – für den stellenweisen “Abgang” benützten Forststraßen. Denn der Schnee war auf den Flachstücken fast zu tief! Unglaublich! Dafür war der Wald wunderbar verschneit und die Wetterbäume zeigten sich als Eisgestalten.

Vielleicht für Weihnachten der letzte richtige Wintertag: Morgens gegen minus 15 Grad, der sich föhnig einstellende, aber eiskalte Südwestwind katapultierte die Temperatur in die Höhe, aber immer noch ein “Eistag”.

 

Alles weitere sollen die Bilder erzählen!

Eine Nachmittagstour bei sibirischen Verhältnissen – das zeigen die heute aufgenommenen Bilder – entlang dem tut gut-Wanderweg Nr. 1 (bis zur Stockerhütte reichte die Zeit nicht mehr).

 

Die Stockerhütte befindet sich auf der Steinwandleiten, dem südwestlichsten Gipfel des Wienerwaldes (im eigentlichen Sinn “Wiesenwienerwald”. Die Schwarzenbacher Seite dieses Berges wird gegenüber den Aufstiegen aus dem Traisental und der großen Rundwanderung rund um das Kreisbachtal (in Verbindung mit der Rudolfshöhe / Ochsenburger Hütte) etwas vernachlässigt. Das heißt weniger begangen, obwohl es hier schon lange Zeit den Schwarzenbacher Rundweg-01 gibt und 2008 zwei tut gut-Wanderwege ausgeschildert wurden.

Daher folgen hier einige Informationen über die beiden Rundtouren von Schwarzenbach zur Stockerhütte:

Das Wandergebiet Schwarzenbach, Gemeinde St. Veit an der Gölsen

Das Dorf Schwarzenbach an der Gölsen, abseits des Gölsentals gelegen und zur Marktgemeinde St. Veit gehörend, zählt zu den reizvollsten Plätzen im „Wiesenwienerwald”. So wird der südwestliche Wienerwald mit seiner offenen, wiesenreichen Landschaft genannt – im Gegensatz zum weitgehend geschlossenen Waldgebiet im Biosphärenpark Wienerwald. Das zum Mostviertel gehörende Bergbauernland ist bereits seit mehr als einem Jahrtausend besiedelt. Als lokaler Mittelpunkt entstand hier die unter Kaiser Josef II. zur Pfarre erhobene Kirchsiedlung, deren Gotteshaus als Wahrzeichen bis in die romanische Zeit zurückreicht.

Umgeben wird Schwarzenbach von den Hügelbergen der Wienerwald-Sandsteinzone. Die mit Einzelhöfen besetzten und mit einer reizvollen Heckenflur von Wäldern und Wiesenflächen bedeckten Hänge umschließen das Dorf wie ein schützender Mantel und bewirken ein mildes Lokalklima. Gegen die Voralpen zu öffnet sich das Seitental und gibt den Blick auf die ersten „Tausender” der Kalkalpen frei, beherrschend erhebt sich dort der Bergkamm von Muckenkogel und Lilienfelder Hinteralm. Die Steinwandleiten als südwestlicher Eckpunkt des Wienerwaldes ist der Hausberg von Schwarzenbach und durch die als Wanderziel beliebte Stockerhütte bekannt.

 Die Schwarzenbacher Rundwanderwege

Der von den Naturfreunde angelegte Rundweg-01 und beide tut gut-Routen bieten eine kleine Bergtour zum „Wandernlernen”. Die Wiesenwege und Waldsteige sind stellenweise steil und führen durch oft feuchtes oder steiniges Gelände. Da muss man schon schauen, wohin man tritt und auch auf die Wegmarkierung achten, wenn Bäume und Sträucher fast dschungelartig ringsherum wuchern. Für Kinder kann das bestimmt abenteuerlich sein – und sie sollen ja für das Wandern begeistert werden und das richtige Bergsteigen und die Orientierung lernen! Auf der Route 2 gibt es eine Ruine zu sehen, allerdings nicht von einer Burg sondern vom verfallenen Bauernhof Lurger, so benannt nach den höhlenartigen Sandsteinfelsen oberhalb. Bei dieser längeren Tour wartet auch die Einkehr in der Stockerhütte auf die Wanderer. Auf jeden Fall bietet sich für den abschließenden Wandergenuss das Gasthaus Hollaus in Schwarzenbach an. 

Weitere Hinweise in „Wandern im Wiesenwienerwald” von Bernhard Baumgartner – erhältlich in den Gemeindeämtern der Region (z. B. St. Veit und Rohrbach an der Gölsen) sowie über Naturfreunde NÖ (Hessstrasse 4, 3100 St. Pölten, Tel. 02742/357211), sowie in “Das große Wandererlebnis NÖ” aus dem ResidenzVerlag. 

tut gut-Wanderweg St. Veit an der Gölsen: Schwarzenbach

Route 1: Schwarzenbach / Kirchengasse – Lurgerweg – blaue Markierung – Weitwanderweg – Zehethofer – Schwarzenbacher Rundwanderweg 1 (rot-gelb markiert) – Schwarzenbach, Streckenlänge 4,5 km, Gehzeit 1 ½ bis 2 Stunden

Route 2: Schwarzenbach / Kirchengasse – Lurgerweg – blaue Markierung – Stockerhütte – Schwarzenbacher Rundwanderweg Nr. 1 (rot-gelb markiert) – Stadelböck – Zehethofer – Schwarzenbach, Streckenlänge 7,5 km, Gehzeit 2 ½ bis 3 Stunden

Einkehrmöglichkeiten: Stockerhütte der Naturfreunde, Tel. 02746/76363, derzeit nur zum Wochenende geöffnet. Gasthof Schwarzenbach, Hollaus Günter, Tel. 02763/2230, Ruhetag – Montag und Dienstag bis 14 Uhr.

Schneeschuhtour von Schwarzenbach zur Stockerhütte (Höhenunterschied 335 m, insgesamt 7 km Länge und 3 bis 3 ½ Std.): Von Schwarzenbach bei St. Veit an der Gölsen (Parkplatz bei der Kirche) auf markierten Wegen („tut gut-Weg Nr. 2″), leicht bis mäßig schwierig, auch für Anfänger geeignet!

Weitere Beiträge über diese Wanderrouten im Blog > Suche: Stockerhütte

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