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Nach dem fast endlosen Schönwetter seit dem Jahreswechsel, sollten gleich am Anfang unserer “Tiroler Winterwoche” sich die Verhältnisse entscheidend ändern. Eine Störung aus Nordwest war angesagt. Schon am Montag, 30. Jänner, gab es nur bis mittags gute Sicht, und ohne solche mögen wir uns nicht einmal auf den Pisten herumtreiben… Aber um ein Ausweichprogramm sind wir auch keineswegs verlegen.

Im Unteren Grund

Schon über Nacht war das Wetter winterlicher geworden. Während in Kirchberg nur dichtes Gewölk herrschte, gab es vor allem im Donauraum starken Eisregen. Dagegen schienen uns die paar Tropfen in Tirol zum Vergessen! Nur zu weit wegfahren wollten wir nicht, und so ging es gleich hinein durch das Spertental nach Aschau. Kurz nach der Oberlandhütte heißt es Stop, und am großen Parkplatz und dem Infopoint danach erkennt man, welche Scharen von Schitourengeher hier unterwegs sein müssen. An diesem Tag ist es jedoch fast allzu ruhig, Wolken hüllen die Gipfel ein und hängen tief herab. Außerdem beginnt es ein bisschen zu regnen…

Start hinter Aschau und Toureninfo

Trotzdem marschieren wir drauf los, hinein in den Unteren Grund, wo wir im Sommer schon schöne Touren machen konnten (Tanzkogel, Westerach Hochalm). Der Fahrweg (im Sommer mit Schranken und wenige Euro Maut, bis weit hinein befahrbar) weist eine gute Spur auf, und wir kommen gut voran. Die alten Schispuren im tiefen, damals sicher pulvrigen Schnee lassen erkennen, wie beliebt diese Berge bei Schitourengehern sind. Für uns genügt auch die Talwanderung, die noch dazu eine uns noch nicht bekannte Attraktion aufweist.

Unterer Grund - Hängebrücke beim Wasserfall

Zu unserem Glück hört das Getröpfel bald (aber leider nur vorübergehend) auf, und vor der Hintenbachalm mit der im Winter geschlossenen Schaukäserei “Kaskistl” kommt sogar etwas die Sonne hervor, und es zeigt sich der felsig hochragende Große Rettenstein ebenso wie die Gipfel im Talhintergrund, wo es über den Kamm ins oberste Pinzgau hinübergeht.

Danach queren wir den Bach, wo es irgendwo zum Tanzkogel hinaufgehen soll (unsere Route ist uns leider ziemlich aus dem Gedächtnis verschwunden), und wir stapfen noch weiter bis etwa zur Karalm. Dann reicht es, und schon wieder beginnt es nun patzig zu schneien…

Insgesamt hat sich seit unserer Begehung vor ein paar Jahren allerhand verändert, nicht nur das nun neue Wegkreuz. Bergab zurück geht es zwar ein bisschen schneller, aber insgesamt sind wir doch mehr als zweieinhalb Stunden unterwegs. Zum Abschluss kamen wir noch einmal am Wasserfall vorbei und bemerkten  diese abenteuerliche Schneehöhle im Bachbett.

Insgesamt wäre der Untere Grund auch eine schöne Backcountry-Wanderung gewesen, sicher noch weiter ins Tal hinein. Aber vielleicht bei einem nächsten Urlaub….

Wenn man eines der klassischen Skibücher aufschlägt (etwa von Walter Pause), wird man auf Gipfel verlockt, die heute allesamt oder vielfach mit Bergstationen von Seilbahnen und Sesselliften versehen sind. Beispiel – Pengelstein… Als eingefleischter Schitourist könnte man darüber “verbistert” sein. Aber wenn Aufstiege mit 1000 m Höhenunterschied und Abfahrten bei womöglich unmöglichen Schneeverhältnissen angesagt wären und nicht mehr zu bewältigen sind, kann man vielleicht froh sein – dort überhaupt hinauf zu kommen und die Abfahrten genießen zu können. Von einem gewissen Gipfelgefühl ganz abgesehen, angesichts der gewaltigen Gebirgskulissen… Für Winterwanderungen bleibt ohnehin noch genug Zeit an Tagen, wo das Wetter und vor allem die Sicht fürs Schifahren nicht so ideal sind.

Montag, 30. Jänner: KI WEST

Der Wetterbericht ist für den ersten Wochentag bis Mittag noch sehr gut, außerdem ist die  Anlage gut erreichbar und hat für´s Einfahren eine sehr günstige Piste. Kurz vor Aschau geht es mit der Seilbahn 800 Höhenmeter hinauf zur Bergstation, gleich schöner Ausblick zum Brechhorn (einem noch “unversehrten” Tourengipfel) und auf den Großen Rettenstein (wie im vorigen Bild).

Wir machen gleich einmal die wirklich schöne und teilweise rassige Talabfahrt, dann geht es an die Westseite des Berges, wo das Gelände zum bekannten Westendorf anschließt. Das haben wir schon einmal befahren und waren nicht sehr angetan davon, daher bleiben wir bei den mittleren Pisten und den bequemen Sesselbahnen am Gampenkogel.

Ausblick zum Wilden Kaiser

Kitzbühler Horn und Loferer Steinberge

Unser Interesse weckt aber vor allem der Ausblick gegen Süden, wo sich sogar die Hohen Tauern ausnehmen lassen.

Am Horizont zwischen den näheren Bergen über dem Spertental sieht man bis zur Glocknergruppe mit dem Wiesbachhorn

Die schon angekündigte Störung macht sich gegen Mittag mit den von Westen heranziehenden Wolken bemerkbar. Bergkamm um Bergkamm löst sich aus dem Sonnenlicht und wird von Schatten verdunkelt, bis es auch  bei uns so weit ist. Leider, denn wo vorher noch gute Sicht war, verschwimmen nun die Konturen selbst auf der präparierten Piste, und man muss sich viel mehr anstrengen, um die Abfahrt zügig und sicher zu bewältigen.

Großer Rettemstein, noch im Sonnenlicht!

So befahren wir auch noch die KiWest-Abfahrt bei einem leichten letzten Sonnenschimmer recht gut, und unser Limit von drei Stunden haben wir ausgenützt.

Donnerstag, 1. Februar: Zwischen Resterhöhe und Hartkaser

Die nächsten beiden Tage mit nicht so gutem Wetter nützen wir für zwei schöne Winterwanderungen. Aber für den Donnerstag sind wieder ideale Verhältnisse angesagt, und wir wollen einen Teil der berühmten Ski-Safari machen. Normalerweise fährt man von Kitzbühel oder Kirchberg oder Aschau/Schirast bis zum Pengelstein, dann mit der kühn das tiefe Tal überspannenden 3-S-Bahn weiter, um über den Bärenbadkogel den Pinzgauer Hauptkamm der Kitzbühler Alpen zu erreichen. Dasselbe folgt dann von der Resterhöhe beim Paß Thurn zurück zum Ausgangspunkt, und man kann damit gut ein Dutzend Seilbahnanlagen und Abfahrten ausnützen, haben wir auch schon mehrfach bewältigt. Diesmal wollen wir aber schonender nur den zweiten Abschnitt ausnützen und fahren dazu über Kitzbühel und den Paß Thurn bis zur Mittelstation der von Hollersbach heraufkommenden Panoramabahn.

Blick von der Resterhöhe in Salzachtal gegen Uttendorf bzw. Kaprun und Föhnstimmung an der Hanglalm

Dann geht es immer um eine Abfahrt und eine Sesselbahn weiter über die Hanglalm bis zum Hartkaser. Dazwischen machen wir immer wieder eine Abfahrt, allerdings nicht weiter zum Zweitausender, der aus dieser Richtung zu wenig bringt, wenn man nicht weiter ins Tal und zum Bärenbadkogel fortsetzt.

Die Hauptgipfel der Hohen Tauern stecken trotz des guten Wetters in einer von Osttirol herüber greifenden Wolkenmauer, sonst ist alles föhnig aufgelockert. Trotzdem ist der Schnee ganz wunderbar zu fahren, und erst gegen Mittag lassen wir uns auf der Terrasse bei der Sonnalm nieder. Das ergibt wirklich eine schöne Mittagsstunde in praller Sonne und mit vorzüglichem Essen. Dass wir hier mitten auf unserer kleinen Ski-Safari einkehren, hat den Vorteil, dass wir nach der Rast nicht aufhören können, sondern noch weiterfahren “dürfen”, um zum Ausgangspunkt am Paß Thurn zurück zu kommen!

Blick zur nördlichen Glocknergruppe mit Hohem Tenn, Wiesbachhorn und Klockerin, unter dem Talnebel das Salzachtal von Mittersill bis Uttendorf.

Die Rückfahrt wird sogar noch ganz angenehm, und zum Schluss gibt es die lange Abfahrt bis hinab zur Mittelstation der Panoramabahn, wo wir geparkt haben. Jedenfalls eine ganz schöner Schitag in phantastischer Gebirgslandschaft!

Wildkogel und Wiesbachhornblick

Freitag, 3. Februar: Maierl und Ehrenbachhöhe

Unversehens ist schon der letzte Tag unserer “Tiroler Winterwoche” gekommen! Das Wetter ist zwar etwas unbeständiger, doch es scheint doch wieder halbwegs schön zu werden. So fahren wir trotzdem nur bis zur nahe gelegenen Maierlbahn, die ihren Namen von einem hochgelegenen Bergbauernhof hat (selbstverständlich längst völliger Tourismusbetrieb – ob Bauernwirtschaft wissen wir gar nicht, oder ja, im Sommer schon bemerkt, als wir dort hinauf zum Heidelbeersuchen unterwegs waren). Die “Maierl” ist ebenso wie die noch bekanntere “Fleck” eine berühmte Schiabfahrt, wo man seinerzeit ein paar Stunden aufgestiegen ist, um dann einmal zur vollen Zufriedenheit abzufahren. Jetzt macht man solche Abfahrten dutzendweise…

Kitzbühler Horn und Loferer Steinberge

Zuerst geht es mit einer neuen 10er-Gondel hoch hinauf und nach kurzer Abfahrt zur Ochsenalm mit einem beheizten Achter-Sessellift bis zur Ehrenbachhöhe. Dort kann man an diesem Tag nur froh sein, nicht die sonst sehr schöne Fleckabfahrt zu nehmen, denn der Andrang aus dem Tal (vom großen Talstation-Parkplatz zwischen Schwarzsee und Kirchberg) ist einfach gewaltig… Wieder am lohnendsten in diesem verzweigten Gebiet zwischen Hahnenkamm und Steinbergkogel ist der lange und zügigsteile Hang hinab zur Ochsenalm. Diesen befahren wir ein paarmal, dann wird die Maierlabfahrt probiert! Es gibt noch genug Sonne, und gegen Mittag ist der Schnee fast ein wenig aufgefirnt.

Steinbergkogel und Blick ins Spertental von der Maierlabfahrt

Mit diesem schönen Ausblick ins Spertental zum Großen Rettenstein und dem einmal als Sommertour gemachten Tanzkogel verabschieden wir uns vom Schifahren in Kirchberg, eine nicht völlig ungetrübte Woche wie vorher seit dem Jahreswechsel, aber doch sehr zufriedenstellend. Außerdem ist noch von zwei Winterwanderungen zu berichten, die uns auch gelungen sind…

Sonntag, der 29. Jänner, war der letzte Tag einer seit dem Jahreswechsel fast durchgehend andauernden Schönwetterperiode. Für uns wäre es egal gewesen, ob zuhause oder im Tiroler Wintersportzentrum – sonntags nicht auf die Pisten! Wir hatten aber auch die Langlaufausrüstung eingepackt, und von einem Urlaub in Leogang her kannten wir die schönen Loipen von Hochfilzen – wo jetzt gerade die Biathlonmeisterschaften stattfinden – bis nach St. Ulrich am Pillersee.

Die Anfahrt dauert gar nicht so lang, wenn man einmal “drin in Tirol” ist! Über Kitzbühel – St. Johann und Waidring näherten wir uns bei mäßigem Verkehr und herrlichstem Wetter unserem Ziel. Überraschend war die Schluchtstrecke hinein zum Pillersee und außerdem, dass rund um den See keine Loipe führte! Dafür war an diesem Wochenende eine Hundeschlitten- oder Schlittenhunde-Meisterschaft angesetzt!

Kaum waren wir in St. Ulrich (beim Hallenbad) in das Loipensystem eingestiegen, begegneten wir auch schon dem ersten Gespann. Kurz nach dem Start laufen die Huskies trotz Steigung wie die Wilden daher, ein tolles Bild!

So haben wir´s bei Weitem nicht, sondern wir “laufen” gemütlich vom Talgrund bei St. Ulrich hinauf zu den weitläufigen Flächen bei Schwendt, wo die Leoganger Steinberge als imposanter Hintergrund aufragen.

In weitläufigem Bogen geht es nun zur Loipenkreuzung vor der Abzweigung Richtung Hochfilzen. Dort kurze Pause und Telefonkontakt nachhause, dann weiter unter der Buchensteinwand entlang.

Auf diesem, im Vergleich zu den sonstigen Schigebieten um Kitzbühel eher kleinen Schigebiet befindet sich ein riesiges, begehbares Holzkreuz, wie wir es auch von Veitsch kennen (auch so eine Mode, analog zu den vielen “privaten” kleinen Gipfelkreuzen auf völlig unbekannten oder sogar unbedeutenden Bergen). Hier wendet sich die vorzügliche Loipenspur gegen Westen zu – St. Jakob in Haus (!), und das Kitzbühler Horn kommt von der uns ungewohnten Ostseite in Sicht.

Nach der nächsten Schleife, leicht bergab, sind wir hier schon beim Strasserwirt gelandet. Die Mittagssonne scheint ganz angenehm auf die Terrasse, und wir können nicht widerstehen – Kasnockerl und bäriger Beerenschmarren, für´s Wohlbefinden gut, für die Kalorienbilanz halt gar nicht… Dann geht es von diesem vorzüglichen, fast pompösen Gasthaus wieder auf die flachen Böden von Gschwendt, wo nacheinander die Hundegespanne daher kommen.

Sind sie am Anfang lange Strecken wie die Berserker daher gesaust, hängt ihnen trotz dem flacheren Gelände nun schon die Zunge heraus… Noch dazu dürfte bei der nahen Wende ein “Leckerlyplatz” eingeführt sein, denn dort machen alle halt, bevor es über die weite Fläche zum abschließenden Gefälle geht. Dorthin begeben wir uns auch, und vom Parkplatz beim Hallenbad gehen wir noch das kurze Stück zum Start- und Zielplatz des Rennens, wo noch immer allerhand los ist.

Ein Prachtkerl – na, der wird jetzt anstarten! Aber er hat einen eigenen Kopf und will nun eher mit seinem Herrl plauschen, bevor er sich wieder auf seine Lauflust besinnt!

Besonder der Startvorgang ist eindrucksvoll – zu Dritt müssen Fahrer und Helfer zusammenarbeiten, um die Hunde im Zaum zu halten, bevor sie losstürmen dürfen. Meine im facebook geäußerten Bedenken, dass sich (vermeintliche) Tierschützer gegen die Plackerei der Hunde aufregen könnten, haben sich ohnehin zerstreut, und wenn man sieht, welchen Laufdrang die Hunde entwickeln, merkt man ihnen (trotz späterer Erschöpfung) förmlich das Vergnügen an… Ein besonderes Vergnügen hat wohl der “Zuschauer” auf dem nächsten Bild!

Mit dem abschließenden Bild vom Zieleinlauf endet auch unser Ausflug ins Pillerseetal mit der Überraschung des Hundeschlittenrennens. Über St. Jakob in Haus und Fieberbrunn und St. Johann fahren wir zurück nach Kirchberg und freuen uns schon auf den (endlich) am Montag kommenden Schitag!

Zweierlei war für diese Urlaubswoche in Kirchberg / Tirol im Vorhinein nicht abschätzbar: Erstens wollten wir ein paar Tage zumindest “richtigen Winter” erleben, kein Wunder nach den letzten mageren Jahren. Wäre aber eigentlich nicht nötig gewesen, denn einen so intensiven Winter wie in diesem Jänner haben wir schon lange nicht gehabt! Zweitens die Anfahrt übers “Deutsche Eck” – bis vor einigen Monaten völlig ungehindert, doch mit den inzwischen eingeführten und noch verstärkten Grenzkontrollen ganz anders einzuschätzen, wenn man auf lange Wartezeiten am Salzburger Autobahnpunkt Walserberg sich einstellen muss.

Schon bei der Anfahrt kurz vor Salzburg hat es sich dann entschieden – ab von der Westautobahn und Richtung Bischofshofen, auf dieser Strecke unbehindert bis Zell am See. Mit dieser Stadt verbindet Anni und mich ein Jahr lang berufsmäßiger Aufenthalt, sie als Diplomschwester im damals noch urtümlichen Krankenhaus, ich nach drei Jahren zweiklassiger Volksschule in Annaberg ab in die hochorganisierte Hauptschule. Und noch etwas haben wir damals erlebt (Winter 1965/66) – das Eislaufen am zugefrorenen Zeller See.

Diesmal in Zell am See herrliches Wetter und der optimal zugefrorene See! Dorthin mussten wir unbedingt, allein schon aus nostalgischen Gründen. Zugleich lernten wir die inzwischen gänzlich veränderte Bezirksstadt wieder und neu kennen. Ungeheure Bautätigkeit samt Straßentunnel, Parkplatzproblem wie immer… Zuerst stärkten wir uns aber noch in der Pizzeria Giuseppe, dann ging es hinunter zur Promenade und hinaus auf die Eisfläche.

Gerade noch ein bisschen Sonne erwischt, und Raureif auf der Eisfläche

Auf dem See wimmelt es nur so von Eisläufern und Wanderern, besonders auf den passenden Wegspuren. Herrlich ist der Blick auf die Bergumrahmung, vom Steinernen Meer über den Hundsstein zum Kitzsteinhorn.

Rettungsbalken - wahrscheinlich Vorschrift, aber eher nur von Symbolwert!

Nach einem großen Kreis um das Grand Hotel nähern wir uns wieder dem Ufer, wo ich seinerzeit das Annaberger-Schulausflugsfoto aufgenommen habe!

Dann wird es schon höchste Zeit, an die Weiterfahrt zu denken! Über Mittersill und den Paß Thurn kommen wir nach Kitzbühel und gerade noch rechtzeitig nach Kirchberg zu unserem Urlaubsquartier “Haus Niederösterreich”.

Seit 30 Jahren soll es nicht eine so ausgiebige hochwinterliche Wetterlage gegeben haben! Ob das wirklich stimmt? Aber die “Wetterfrösche” werden mit ihren Statistiken bessere Erinnerungen haben als meinem Gefühl entspricht! Jedenfalls waren seit den Besuchen im Fadental beim wunderbar vereisten Hubertussee etliche schöne Ausflugs- und Wandertage dabei…

7. Jänner Retzbachtal:

10. Jänner St. Veit Hipplerkogel:

11. Jänner Rossbachklamm:

15. Jänner Steinparztal Hohenberger Gschwendt:

18. Jänner Annaberger Loipe:

22. Jänner Hochstadelberg:

25. Jänner Stollberg:

Und jedesmal mehr oder noch mehr Minusgrade, abwechselnd Hochnebel und viel mehr Sonne! Wirklich ein herrlicher Winter – wird bald in Urlaub vertieft!

Für Winterwanderer, Schitouren- und Schneeschuhgeher > mein Tourentipp im Naturfreunde-Internet und in der nächsten Zeitschrift der Arbeiterkammer NÖ “treff” 1 / 2017

Naturfreundetipp

Wenn man bei einem meiner Beiträge weiter anklickt und die Seite Zwalk geöffnet wird, bitte rechts bei Bernhard Baumgartners Autorenblog öffnen. Nach Rücksprache mit Zwalk arbeite ich an diesem Problem, aber bisher ohne Erfolg!

Als hätte ich es geahnt, wie sich das Wetter zum Jahreswechsel entwickelt – schon im November titelte ich meinen Beitrag “Unterwegs mit Bernhard Baumgartner” in der Zeitschrift “treff” 5 / 2016 der Arbeiterkammer NÖ mit “Wintermärchen Hubertussee”. Als dann am 29. Dezember das Wetter mit Schneefall auf den Bergen (und bis 500 m herunter) von nass-mild-düster zu klar-sonnig-frostig wechselte, holten wir uns einen Vorgeschmack auf den Winter bei einem kurzen Spaziergang vom Reidl zum Waldbauern in Annaberg.

Hennesteck und Ötscherblick vom Joachimsberg

Einen weiteren Tag mussten wir noch zuwarten, aber gerade am 31. Dezember war es so weit – auf zu unserem “Silvesterpfad” am Hubertussee!

AB Siebenbrunn

Zufahrt über Türnitz nach Annaberg, wobei sich der Türnitzgraben noch immer als “Kristallpalast” zeigte. Vollste Winterpracht mit  verschneiten Häusern und Schneefahrbahn in der Schmelz und dann erst recht von Ulreichsberg hinein in die Walster.

Parkplatz beim Seeeinlauf neben dem Antoniusbildstock, wo die Enten immer bereits auf Futter warten (die übliche Fütterung mit altem Brot soll nicht zu üppig ausfallen, wie ich inzwischen erfahren habe).

Inzwischen ist die Temperatur auf 14 Grad minus gefallen, und Anni meint, wir sollten uns wegen der unterschiedlichen Fotoblicke getrennt auf den Weg machen. Ich wähle zuerst den Straßenmarsch, wo es zwar schattiger ist, sich aber immer wieder ganz besonders nette Ausblicke öffnen, während Anni die Wanderung an der sonnigen Seite beginnt.

Nun bin ich schon bei der Staumauer vorbei und gehe am Nordufer, durch den Tunnel mit seinen bizarren Eiszapfen und mit dem malerischen Göllerblick Richtung Klauskirche.

Inzwischen genießt Anni die volle Sonne, wo der einmündende Walsterbach den Hubertussee noch ein kurzes Stück eisfrei hält. Hier gibt es besonders idyllische Passagen, im Vordergrund die Sträucher und Baumäste mit ihren Raureifkristallen, im Hintergrund die tintig wirkenden Berge mit den hellen Säumen der Waldränder.

Bald danach ist der See völlig zugefroren und weitgehend vom Neuschnee bedeckt. Nur am Rand neben dem Fahrweg (zum Glück “verkehren” an diesem Tag nur Spaziergänger mit ihren Hunden!) befinden sich blanke Eisflächen. Diese sind mit ganz eigenartigen “Kristallpuscheln” versehen, als seien sie aus dem Blankeis herausgewachsen.

Die trotz der Mittagszeit tief stehende Sonne ist einerseits störend, aber auch eine Herausforderung beim Fotografieren. Mir kommt vor, wir haben schon lange nicht so mühelos so viele attraktive Bilder machen können!

Bei der Klauskirche treffen wir dann zusammen und machen uns gemeinsam auf den Rückweg entlang der Sonnseite. Eine Baumgruppe neben dem Ufer ist besonders zum Fotografieren verlockend, denn neben Raureif weist sie auch glitzernde Eiszapfen auf.

Die Lichtverhältnisse ändern sich nur wenig, während wir am See entlang spazieren und uns immer wieder neue Bilder ins Aug stechen!

Leider passiert uns dann knapp vor dem Parkplatz noch ein Missgeschick! Anni hat gerade ein besonders lohnendes Motiv anvisiert, als sie auf einer unbemerkten Eisknolle ausrutscht und voll auf dem Rückenende aufprallt… Zum Glück ist nichts gebrochen (von Becken bis Oberschenkelhals wäre leicht möglich gewesen), und nachdem sie den Schock überwunden hat, können wir einigermaßen gut die Heimfahrt antreten. Mit der geplanten Einkehr in der Mahonie-Süßmeisterei St. Aegyd wird es leider nichts mehr…

So geht der Jahreswechsel nicht ungetrübt, aber doch schon wieder “guten Muts” und zuversichtlich vorbei. Das Wintermärchen Hubertussee hat uns aber so beeindruckt, dass wir gleich am 2. Jänner schon wieder dorthin unterwegs sind, diesmal mit Annis Freundinnen Uli und Elisabeth – ich als “Auerhahn im Latschenbusch” dabei (Hahn im Korb klingt ja wirklich zu wenig voralpin…).

Diesmal packt uns der Frost noch härter – minus 18 Grad in der Walster! Deshalb sind die Eisbilder noch voll intakt, und mit ein paar Schritten neben dem Kleinen See (wo man zu dieser Zeit im dunklen Schatten Richtung Schnittlermoos und Fadental gehen könnte) ergeben sich auch noch andere Motive.

Die Heimfahrt führt an diesem Tag über Mariazell nach Annaberg, und wenn man die beiden letzten Bilder genießt ist nur schwer vorstellbar – in Mitterbach zeigen sich am nordwestlichen Horizont erste Wolkenbänke, am Josefsberg hat sich der Ötscher schon eine Haube übergestülpt (es “waht ummi”, ein treffendes Signal für abrupten Wetterwechsel) und am Annaberg reißt der aufkommende Sturm schon Schneefahnen von Bäumen und Dächern… Die winterlichen Idealtage des Jahreswechsels 2016 / 17 sind nun leider viel zu schnell, aber nicht ungenützt, vorbei gegangen. Hauptsache, dass es winterlich bleibt!

Letzte Anmerkung – Bilder in diesem Beitrag (auch im facebook) sind halb / halb von Anni und mir.

“Tirol” in Niederösterreich – das gibt es in und rund um Annaberg, und nicht nur wegen dem Tirolerkogel, sondern weil es im Ötscher-Hochland so viel mehr Schnee gibt als momentan im “echten” Tirol !

Auch mein neues Headerbild - Panorama vom Joachimsberg

Nachdem es gestern noch voll gewettert hat und im Gölsental der Schnee von den Bergen allmählich herabgestiegen ist – leider nur fix nur bis um 500 m – kam im facebook von Karl Schachinger die aktuelle Schneelage von Annaberg. Über Nacht 60 cm Neuschnee! Also nirgendwo anders hin als zu meinem “historischen” Schulort (berichte fast immer, wenn es um das “Ötscherdorf” Annaberg geht – mein erster Dienstort als Volksschullehre 1961).

Zwar waren die Langlauf- und Backcountryski schon hergerichtet, aber letztlich entschlossen wir uns doch zu einem kleinen Fußmarsch – um einmal die Lage zu sondieren! Wegen der strengen Kälte war sonniges Gelände angesagt, und abseits der Straßen (etwa über den Joachimsberg oder in Friedenstein) ist uns immer die Route vom Reidl zum Waldbauern am liebsten. Allerdings nicht beim schon gut gefüllten großen Reidl-Parkplatz stehen geblieben, sondern beim rechten Parkplatz unterhalb vom Juva-Hotel.

AB Reidllifte - Auffahrt in frischer Schneewolke!

Nach den “Liftbildern” passen gerade die Anmerkungen dazu, was sich in Annaberg alles geändert hat: Der traditionelle Pfarrerboden ist nun liftlos, aber zu unserer Überraschung ist der unterste Parkplatz (nach dem Bergbauern) gut gefüllt! Denn die Tirolerkogel-Tourengeher beginnen bereits hier den Aufstieg und finden hier auch am ehesten noch einen Parkplatz. Oberhalb der alten Jugendherberge vorbei (dort meist Parkplatz ausgelastet) wird zur Postbrücken-Kehre angestiegen (diese äußerst beschränkte Parkmöglichkeit ist jetzt anscheinend nicht mehr üblich und war ohnehin kaum zu empfehlen). Aber viele Tourengeher kommen anscheinend auch vom Bergbauern-Parkplatz über die Trasse des aufgelassenen Verbindungsliftes ins Reidlgelände und benützen dort die Aufstiege neben den Pisten, viel besser natürlich den Übergang zum Waldbauern und über das Weiße Kreuz aufs Hennesteck.

Wir gehen von unserem Parkplatz auf dem Güterweg Waldbauer bergab zur Querung der Reidllifte und dann weiter in die sonnige obere Tannbachmulde zum vulgo Solnreiter. Dort treffe ich auf einen meiner “alten” Annaberger Schüler, den Filzwieser Franz, der noch mehr als ich über dieses Zusammentreffen überrascht ist. Dann wandern wir gemütlich, aber auch achtsam wegen des stellenweise rutschigen Fahrweges hinauf in die weite Mulde beim Waldbauern, der seit längerem als Jausenstation betrieben wird (neben der Heu- und sicher auch Waldnutzung, voriges Jahr trafen wir dort den aus der alten Annaberger Zeit bekannten Hofmeyer Peter…).

AB Kögelberg kommt in Sicht, Waldbauernhof

Zum erhofften Ötscherblick kommen wir nicht mehr, denn dieser öffnet sich erst am Weiterweg zum Weißen Kreuz, und dorthin führt nur eine Schispur. Also machen wir uns an den Rückweg, der am sonnigsten und einfachsten verläuft.

AB Beim Waldbauern mit Gemeindealpe und der junge Tannbach

Die Sonne hat sich inzwischen weiter gegen Süden gewendet, da es schon um Mittag ist, und so ergeben sich wieder andere Fotomotive als beim Hinweg.

Als Abschluss wollen wir noch im Lassingtal nachschauen – die Loipe ist gespurt – und eine Runde über den Joachimsberg machen. Denn von dort gibt es – endlich für heute! – den Idealblick auf den Ötscher.

Haflinger am Joachimsberg, im Hintergrund das leider seit nun schon einigen Jahren liftlose Alpl bei Josefsberg - eigentlich ein ideales 'Trainingsgelände für Schitourenversuche!

Am Wechsel zu meinem 75. Lebensjahr und nach einer schönen Zeit mit vielen neuen  Erlebnissen (vor allem im Waldviertel, in Südböhmen und Südmähren) und interessanten Reisen nach Malta (bleiben im Blog www.wandertipp.at präsent > Suche: Malta) habe ich zum Jahresende mein Werkverzeichnis aktualisiert.

Mein Werkverzeichnis 1976 bis 2016 mit Vorschau 2017:

(1)   1976  „Die Voralpen an Traisen und Gölsen“ (1. Wander- und Landschaftsführer im Verlag NÖ Pressehaus St. Pölten)

(2)   1977 mit Werner Tippelt „Ötscherland und Pielachtal“

(3)   1977 mit Werner Tippelt „Mariazeller Bergland“

(4)   1978 Wanderführer zu Pia Maria Plechl „Wallfahrtsstätten in NÖ“

(5)   1980 „Gutensteiner Alpen und Hohe Wand“ (damit „grüne Serie“ der Wander- und Landschaftsführer im Verlag NÖ Pressehaus komplett)

2. Auflagen: Voralpen 1978, Ötscherland 1984, Mariazeller Bergland 1985

(6)   1979 mit Werner Tippelt „Schifahren in NÖ“ (2. Auflage 1985)

(7)   1981 Heimatkunde bei Jugend&Volk „Lilienfeld und die Voralpen“

(8)   1983 mit Werner Tippelt „Wandern in NÖ“

(9)   1983 „Waldmarkweg-Führer“ (Naturfreunde)

(10)  1984 mit Werner Tippelt „NÖ nordisch“

1985  „Schöffel-Preis“ des Landes NÖ für Verdienste um den Naturschutz durch den 1. Wander- und Landschaftsführer

(11)  1986  „NÖ Ausflugs- und Urlaubsführer“ (Wieder auf Sommerfrische) bei Jugend&Volk

(12)  1986 mit Werner Tippelt „Mariazellerland Wanderführer“

(13)  1988 Festschrift „400 Jahre Markt St. Veit an der Gölsen“

(14)   1990 mit Werner Tippelt „Ötscher-Führer“ = Ötscherführer I. im NÖ Pressehaus

(15)   1991 „Wanderparadies Frein“

1992 Landschaft & Natur im „Heimatbuch Rohrbach“

(16)   1993  „Wanderatlas Bezirk Lilienfeld“

(17)   1994  „Wandererlebnis Waldviertel“ (2. Auflage 1997)

(18)   1995  „Ötscher-Führer“ = Ötscherführer II. (2. erweiterte und völlig neu gestaltete Auflage mit Werner Tippelt) im NÖ Pressehaus

(19)   1996  „Wanderparadies Voralpen“ im NÖ Pressehaus

(20)   1998 „Wandererlebnis Wallfahrerwege, Ostösterreich“ im NÖ Pressehaus

(21)   1998  „Wandererlebnis Ötscher, mit Natur-&Schitourenführer“ mit Werner Tippelt (3. überarbeitete und erweiterte Auflage des 1990 unter dem Titel „Ötscher-Führer“ erschienenen Bandes) = Ötscherführer III. im NÖ Pressehaus

(22)   2000 mit Karl Oswald „Naturerlebnis NÖ / Landschaft-Botanik-Geologie“ im NP-Buchverlag

(23)   2001 „Naturerlebnis-Wanderweg St. Veiter Staff mit St. Veiter Steingarten“

(24)   2002 „Wandererlebnis Waldviertel & Wachau“ (2. Auflage 2005) im NP-Buchverlag

(25)   2003 „Wandern im Wiesenwienerwald“ (Naturfreunde NÖ, 2. Auflage 2006)

2003  Mitarbeit an Führer und Karte “Mostviertler Wanderschritte”, Hsgb. Mostviertel Tourismus

(26)   2004 „Wandererlebnis NÖ“ (2. Auflage 2005)

2004 „Geologische Beobachtungen rund um Hainfeld“ in: Werden und Wachsen der Stadt Hainfeld

(27)   2006 „Wandererlebnis Mariazeller Land & Ötscher“ im Residenz-Verlag

(28)   2007 mit Wilfried Gramm  „St. Veiter Häuserbuch“

(29)   2007 „Naturatrail Hochwienerwald“ (Naturfreunde) und „Via Sacra-Pilgerweg“ (Mostviertel-Tourismus)

(30)   2008 „Das große Wandererlebnis NÖ“ im NP-Buchverlag

2008  „Wandererlebnis Waldviertel & Wachau mit Grenzland-Extra“ (3. erweiterte und aktualisierte Auflage von 2005) im Residenz-Verlag

2008 Beginn des Blogs www.wandertipp.at

(31)   2011 „Wandererlebnis Pilgerwege / Jakobswege – Hemmawege – Mariazellerwege in Ostösterreich“ im Kral-Verlag (2. Auflage 2015)

(32)   2012 „Wandererlebnis Waldviertel mit Wachau & Südböhmen“ im Kral-Verlag

(33)   2012 „Das große Wandererlebnis NÖ / Die 185 schönsten Touren“ (4., erweiterte und aktualisierte Auflage, mit „Haute Route NÖ“) im Kral-Verlag

2012 Englische Ausgabe von “Das große Wandererlebnis NÖ” im Kral-Verlag: Hiking-Adventure, Enjoyable Walks in Lower Austria / The best 170 hikes and trails

(34)   2013 mit Werner Tippelt „Wandererlebnis Ötscher & Ybbstaler Alpen“ im Kral-Verlag

(35)   2014  „Das große Wandererlebnis NÖ / Die 191 schönsten Touren (5., erweiterte und aktualisierte Auflage, mit „Stoasteirischen Almen) im Kral-Verlag

(36)   2015 mit Werner Tippelt „Ausflugs-Erlebnis Naturpark Ötscher-Tormäuer“ im Kral-Verlag

(37)   2015 mit Horst Endres „Waldmarkweg-622″,  Neuausgabe durch den Tourismusverband Traisen-Gölsental

(38)   „Wander-Erlebnis Voralpen / Die schönsten Wanderungen vom Pielachtal bis zu den Mürzsteger Alpen“ im Kral-Verlag

2015 „Stoaröserl und Schwingrasen“ in: Eisenstrasse / Auf den Wegen des Eisens in NÖ, Volkskultur Niederösterreich

2015 „Einschichtig – Leben im Schatten des Ötschers“ und „Als ich als Schullehrer nach Annaberg kam“ in: Wunderwelt Ötscher, Volkskultur Niederösterreich

Neuerscheinungen 2017:

(39) „Wandererlebnis Waldviertel GRENZENLOS mit Südböhmen und Südmähren“ im Kral-Verlag

(40) „Ausflugs-Erlebnis Wachau“ mit Mella Waldstein im Kral-Verlag

Zum Wandertipp-Blog: Dieser entstand als Dissertation meines ältesten Sohnes Dr. Andreas Baumgartner an der WU Wien, wurde von ihm aufgebaut (und von uns Bloggern fleißig befüllt) und wissenschaftlich ausgewertet.

Mitarbeiter bei Zeitschriften (bis 2015) – Granatapfel, Naturfreund, Land der Berge.

Ständige Kolumne „Unterwegs mit Bernhard Baumgartner“ in der Zeitschrift „treff“ der Arbeiterkammer NÖ.

Präsent im Internet – facebook: „Bernhard Baumgartner“ und „Wandertipp bernhard baumgartner“, Twitter „@zwoni“

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