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Unsere Lungau-Urlaube…

…finden zur Pilz- und Beerenzeit bevorzugt in einer Ferienwohnung statt (schon berichtet, aus naheliegenden Gründen, um die Beute gleich genießen zu können). Aber diesmal suchten wir als Anschluss an ein (schon länger über einen bei uns beliebten Urlaubsanbieter gebuchtes) Schi-Wellness am Kreischberg noch eine Fortsetzung im nahen Lungau. Prospekt war schnell zugeschickt, bevorzugt Mariapfarr wegen der ruhigeren Sonnenlage (Zufahrt in die nahen Schigebiete macht uns nichts aus) - und da fiel mein Augenmerk auf einen Gipfel, der uns schon öfters ins Aug gestochen hat, wegen seines markanten Namens und Profils.

 

Gipfel als Hauszeichen

Das ist mir erst an Ort und Stelle aufgefallen -  Kennzeichen für das Berggasthaus & Hotel “Zum Granitzl” von Peter Lerchner & Sandra ist das Profil des darüber aufragenden Berges. Also hat uns das Granitzl ins “Granitzl” gelockt, und als Urlaubsnachlese - das war ein echter Glücksgriff! Die Lobeshymne hab ich schon ins Gästebuch geschrieben, und wenn wir bald wieder einmal vom Lungau berichten, wird es zu passender Zeit sicher das “Granitzl” sein.

Wir freuen und jetzt schon und bedanken uns nochmals bei Peter & Sandra für die vorzügliche Gastlichkeit! Und eigentlich sind wir ja schon verwöhnt angekommen - als Vorübung zum Wohlfühlen das **** Ressort Kreischberg. Das echte Wohlfühlerlebnis war dann bei Peter & Sandra, wir verleihen dafür gleich noch unseren persönlichen Zusatzstern und für die kulinarischen Köstlichkeiten alle zur Verfügung stehenden Hauben!!! Im Gästebuch liest man immer wieder vor allem über die Kochkünste, aber dem wollen wir entschieden hinzufügen - ein Hausklima wie typisch für den Lungauer Sonnenbalkon, persönlich und umsorgt, alles bestens organisiert, eine herrliche Sauna noch dazu und alles blitzsauber und praktisch eingerichtet… für uns einfach ideal, was wir auch an den anderen Gästen bemerken konnten.

Berggasthof & Hotel “Zum Granitzl”

Grüße in den Lungau für Peter & Sandra im “Granitzl” auch auf diesem Weg!

Polarluft kommt von Norden, und wenn sich nicht gerade ein Mittelmeertief auswirkt, kann man im Süden auf besseres Wetter hoffen… So gedacht am letzten Urlaubstag im Lungau, am Samstag 6. März: Schon wieder oder noch immer überzieht eine Wolkendecke voller Eiskristalle den Himmel über dem Lungau. Sogar in die Nockberge reichen diese “gräulichen” Himmelsschichten noch hinüber - aber ein schmaler, heller leuchtender Streifen zeichnet sich dort ab…

Leider wird es in diesem Lungau-Winterurlaub wieder nichts mit dem Fanningberg, das Speiereck und das Aineck kennen wir ja schon von 2003, allerdings auch die Innerkrems, aber dorthin richten wir jetzt unsere “Sonnenhoffnungen”! Und richtig - von St. Margarethen hinauf zum “Bettelmanntauern” an der Kreuzung zwischen Thomatal und Bundschuh wird es schon immer lichter. Dann öffnet sich das Schönfeld - ein von Sonne und Pulverschnee erfülltes Paradies! Die lockende Loipenspur müssen wir leider abseits liegen lassen (total auf alpin eingestellt), und sogar für eine Foto nehmen wir uns nicht Zeit dort, denn wer weiß, wie lang die Pracht anhält!

Abfahrten vom Grünleitennock

Dieser Hausberg an der Süd- und damit Schattenseite von Innerkrems ist perfekt erschlossen, eine Vierersesselbahn mit Wetterschutzhauben pfeilt mit 600 m Höhenunterschied zum Grünleitennock-Gipfel mit seiner schönen Rundsicht. Noch scheint die Sonne, aber hinter der Blutigen Alm an der nördlichen Talseite wälzen sich schon die dunklen Schneewolken daher. So genießen wir schnell noch die Abfahrten vom Grünleitennock, besonders über die Sauereggalm geht es ganz “suprig” hinunter.

Einige Tourenziele lassen sich auch schon erspähen - allerdings der Schnee abseits der Pisten ist noch gar nicht geeignet dafür, einmal Pulver, dann verweht und was halt sonst eine Tiefschneeabfahrt nicht zum Genuss macht…  Auf dem Panoramabild von Sauereggnock und Seenock lässt sich allerdings über die Flanke des linken Gipfels eine schöne Tour ausmachen, mit Aufstieg von der Sauereggalm zum gleichnamigen Gipfel (wir haben beide Berge schon bei der Höhenwanderung von der Merl-Hütte zum Königstuhl überschritten). Auch den Königstuhl müsste man vom Grünleitennock gut machen können und dann ins Rosanintal abfahren. Weiter im Westen lockt die Hohe Pressing, aber alles Touren, wenn es gegen das Frühjahr zu einen schönen Firn gibt.

“Kartner Nudln” und Weihnachtsstimmung

Nach drei Stunden ist das Sonnenfenster vorbei! Wir schauen gerade noch den jungen Rennläufern zu, die sich fast kopfüber vom Berg hinunter stürzen (es waren russische Nachwuchsläufer), dann packen wir selbst die letzte Abfahrt - schon bei recht diesigem Licht, sodass wir gern aufhören. Im Posthotel gegenüber der Talstation gibt es dann den etwas verspäteten Mittagsgenuss - dreierlei Nudeln, das sind Teigtascherl mit verschiedener pikanter Füllung.

Die auch schönen Pisten von der Blutigen Alm locken uns diesmal nicht. Zwar südseitig, aber bei dieser Kälte mit dem langsamen Sessellift sicher kein Genuss. Wie in St. Margarethen im Lungau müsste man sich auch hier überlegen, die alten Sessellifte gegen modernere Anlage auszutauschen (am Aineck hat man vom Gipfel her damit schon mit einer tollen Gondelbahn damit begonnen).

Bei der Rückfahrt in den Lungau - wieder auf der romantischen Strecke über Bundschuh - schneit es schon so schön, wie wir es uns jedes Jahr zu Weihnachten wünschen würden. Aber es ist halt schon Anfang März, und diese über den Nordpol von Kanada herüber geschwappte Arktisluft wäre eher ein Scherz, ist aber halt auch ein Schmerz bei minus unter 10 Grad auf den Gipfeln - rotes Naserl fürs Schihaserl!

Wie uns das “Granitzl” darüber hinweg tröstet, wird noch zu berichten sein…

Auf historischen Spuren im Lungau

Dazu gibt es viele Möglichkeiten in dieser “inneralpinen” Landschaft - der Vorgänger der heutigen Katschbergstraße führte bei St. Margarethen durch den Leisnitzgraben über die Berghöhen mit der “Blutigen Alm” ins Liesertal. Römersteine erinnern heute noch an diesen Urweg und sind ein beliebtes Wanderziel, etwas abseits vom Weg zur Bonner Hütte.

Der Leisnitzgraben war wegen seiner vielfach lockeren Gesteinsmassen ein gefürchteter Wildbach, der mit seinen Muren die Ortschaft St. Margarethen oft verwüstete. Erst die massiven Verbauungen des letzten Jahrzehnts dürften ihn entschärft, aber sicher nicht gezähmt haben. Der Lungauer Kulturweg verläuft durch diesen romantischen Waldgraben, und die Kinder des Ortes haben dort einen ganz lieben Erlebnisweg gestaltet - samt Hexenhaus mit Sitzplatz und sogar Kochgeschirr, alles hübsch verschneit, und mehreren Märchenstationen und einem nachgebauten Bergwerksstollen.

Das Eiserlebnis Leisnitzgraben

Der “Wasserweg” (Märchen- und Lehrpfad mit informativen Tafeln) verwandelt sich bei der winterlichen Kälte in einen wunderbaren “Eisweg”. Über die Stufen der Wildbach-Verbauungen hängen Eisvorhänge herab, dazwischen liegen dicke Schneepolster, und wenn man ein bisschen aufpasst, kann man eine Wasseramsel beobachten.

Wir stiegen 1 1/2 Stunden auf dem gut gespurten Weg aufwärts und waren schon in Versuchung, zur Bonner Hütte weiterzuwandern. Widersprüchliche Zeitangaben auf den Wegtafeln und die vorgeschrittene Tageszeit ließen uns aber dann doch wieder an den Abstieg denken. Ein paar vorwitzige Sonnenstrahlen blinzelten noch durch die Schneeschauer, die uns am Vormittag vom Fanningberg vertrieben hatten. So richtig aufgewärmt hat uns aber erst das wohlige Saunieren beim “Granitzl”. Ja, in der Summe lokaler Köstlichkeiten gab es an diesem Abend vom Peter köstlich zubereitete Saiblinge (aus dem eigenen Teich zuhöchst in der Znach) und wie immer von Sandra charmant und umsichtig serviert…

Aber am nächsten Tag müssen wir doch endlich zum “Sonnenschilauf” kommen!

Kältepol und Sonnengarantie - das gibt es zusammen (nur ?) im Lungau

Tamsweg gilt ja als einer der Kältepole Österreichs, so etwa wie Zwettl und Litschau in NÖ oder heute Lunz am See mit minus 20 Grad (auf der Rax mit minus 15 ja direkt kuschelig). Zugleich ist Mariapfarr von seiner Sonnenhäufigkeit so überzeugt, dass es dort sogar eine “Sonnengarantie” gibt.

Unsere letzten Tage im Lungau…

… waren vom Polarluft-Einbruch bestimmt! Zum Glück waren wir gut gerüstet, und als nach unserem Eintreffen vergangenen Mittwoch (3. März) zuerst der Südwind Neuschnee brachte, haben wir aufs Pistenfahren verzichtet und sind einmal nach Tamsweg gefahren. Dieser Hauptort des Lungaus ist immer einen Besuch wert, uns beeindrucken auch immer wieder die rigorosen Verkehrsleitsysteme (könnte sich manch größerer Ort was abschauen davon).

Ins Weißpriachtal

Nachmittag ist Wandern angesagt - ins Weißpriachtal haben wir im letzten Sommer nur hinein geschnuppert, also gleich für eine Winterwanderung dorthin. Zufahrt bis zur Dicktlerhütte, dann auf der gespurten Forststraße zügig weiter. Der Anstieg führt in die steilere Durchbruchsstrecke des urigen Tauerntals (Naturdenkmal) und um eine felsige Ecke zur Lahnbrücke. Dort öffnet sich der flache Hochtalboden, voraus der Felsaufbau der “Teufelskirche” im Talzwickl mit dem nordöstlich abzweigenden Znachtal. Dort wären bei der Kirchnerhütte die Saiblingteiche unserer “Granitzlwirtsleute”, aber die Spuren enden beim Parkplatz mit der im Sommer möglichen Zufahrt (Maut 4 Euro, zahlt sich aus, bei einer längeren Tour erspart man damit immerhin insgesamt 2 Stunden Gehzeit, Münzen notwendig !).

Mit einem wohlwollenden Jäger haben wir auch noch Kontakt - natürlich wollten wir nicht die Hirsche sichten, sondern eher den Fischteich der Lerchner´s… Gegenüber unserer etwas veralteten Karte (F&B) verläuft der Fahrweg an der Westseite der interessanten Schwemmflächen der “Lonka” (anderer Name für den Weißpriachbach laut unserem naturkundlichen Wanderführer). Die dort vorkommende Wasserspitzmaus haben wir nicht gesichtet, dafür hat uns die vom Hundstein (gegenüber dem bekannteren Gurpitscheck) über den Lahnkopf herabziehende gewaltige Bergmasse umso mehr beeindruckt. Man glaubt gar nicht, welch wilde Gebirgslandschaften sich auch hier im Süden der Niederen Tauern verbergen!

Der Wind wechselt schon !

Ein Blick hinauf zu den Graten - die Wolken ziehen plötzlich von Norden her, reißen ein wenig auf, eiskaltes Himmelsblau dazwischen, und schon melden sich die Schneeschauer der hereinbrechenden Polarluft an. Den eiskalten Wind nun im Rücken wandern wir wieder talaus und halten noch im Sonndörfl an: Hier gibt es beim Christian Wiedl fantastischen Lungauer Gebirgshonig. Der Imker verschickt ihn auch, wie er uns sagt (Telefon 0676/7116151), aber wir holen uns lieber selbst bei jedem Lungau-Urlaub ein paar Gläser. Wenn die aufgebraucht sind, ist der nächste Urlaub fällig, aber wahrscheinlich schon früher, denn das “Granitzl” müssen wir endlich auch besteigen und nicht nur uns dort wohlfühlen…

Vorbemerkung für alpine Schitourengeher - wie am Hohen Lindkogel erlebt, verstehe ich auch hier nicht, wie man durch die Wastlböden mit Tourenschi aufs Hennesteck marschieren kann… Flach, flacher, am flachsten - ideal für Langlaufschi oder Backcountry, diese sogar wenn es etwas steiler wird mit Steigfellen - wie eben erst mit Eli gemacht!

Der beste Tourenschiaufstieg ist die “Anna rabiata” (eigener Beitrag, unter Suche zu finden), Abfahrt über die Pisten selbstverständlich.

Aufstieg über die “Anna commota” - mit Tourenschi auch schon etwas langweilig, trotz der herrlichen Aussicht von den oberen Forststraßenkehren. Daher unsere Empfehlung: Aufstieg mit Backcountryski über die anschließend beschriebene Route, Abfahrt über die weite Schleife vom Hüttenfeld entlang der Wastl-Markierung. Zur Anna-Alm ist der Aufstieg mit BC nur per Steigfell und bei sanftem Schnee zu empfehlen!

Ausgangspunkt mit BC-Ski am besten vom Karnreiter (Güterweg vom Lassingtal, kurz vom Sportplatz Richtung Mariazell und rechts von der Bundesstraße abzweigen) - mit BC ist nämlich die Abfahrt zurück in die Tannbachmulde und zum Reidl ein wenig zu “resch” !

Streckenverlauf: Beim Karnreiter vorbei, auf der Forststraße bleiben (nicht entlang der Markierung Richtung Wastl weitergehen ), die in vier Kehren den Berghang hinaufzieht - von der dritten Kehre an schon in freies Gelände mit Prachtaussicht. Einmündung am Bergrücken beim östlichen Ende der Hüttenfeld-Wiese, dort links zur Jagdhütte und für die Abfahrt noch am Rücken weiter. Auf folgender Forststraße rechts zur roten Markierung, hier links zum Sattel (südlich von Am Eck). Nun entlang der Markierung Richtung Annaberg zurück zum Karnreiter.

Schneerosenplätze gibt es in den Voralpen genug! Aber ein besonders schöner Spaziergang zu diesen “Winterblumen”, noch dazu mit herrlicher Aussicht, führt über die Höhenstraße in Lilienfeld aus dem Jungherrnthal über Mayerhofer und Sulzer Richtung Taurer (Fernsehsender).

23. Februar: Was erlebt? Gerade aus dem schon “griesligen” Schnee ausapernde Schneerosenknospen und schon langgestreckte Blütentriebe, ein weites Panorama über die Reisalpengruppe und über das Gölsental mit einer Nebelschicht (unten noch kälter, oben schon föhnig mild) und ein Asperlbaum, noch voll mit Früchten - interessant, unseren in St. Veit haben die Vögel (Amseln und wahrscheinlich Wacholder- oder Misteldrosseln, bei uns auch “Krametsvögel” genannt) schon längst abgeräumt.

Und heute (23. 2.) gibt es ein schöneres Bild vom Winterling /Eranthis hiemalis (Heimat Südeuropa, bei uns als Gartenpflanze eingebürgert). Er war gestern doch noch nicht aufgeblüht, weil sich heute bei Sonne die Knospe erst zaghaft geöffnet hat. Sehr empfehlenswert - Knöllchen gibt es in jeder Blumenhandlung, bereits nach dem ersten Blütenjahr verbreitet sich die Blume durch die zahlreichen Samen (Hahnenfußgewächs).

 

Diese beiden am 24. Februar aufgenommenen Bilder zeigen den ersten voll aufgeblühten Winterling. Rechts das Innenleben der Blüte mit den röhrenförmigen Nektardrüsen, wie man sie auch in den voll aufgeblühten Schneerosen sehen kann (Hahnenfußgewächse). Die Schneeglöckchen unten brauchen aber noch ein paar Tage, bis sie heuer so weit sind (Bild vom vorigen Jahr am 9. Februar). Der eher strenge Winter der letzten zwei Monate hat sich auch bei den winterblühenden Sträuchern ausgewirkt - die bereits vorhandenen Blüten vom Winterjasmin sind ganz erfroren, desgleichen beim Duftschneeball, und die Knospen müssen sich auch erst regenerieren. Beim Duft-Geißblatt sieht man noch nicht einmal die Knospen, dafür leuchtet der “Zeamat” (Schneeheide) schon schön purpurrot.

Der Winterling - dieser Frühlingsbote ist wirklich der früheste (die Schneerose zählt ja eher zu den Winterblühern, oft schon im Dezember, aber heuer später dran), obwohl die Schneeglöckchen ihre Höhe heute verdoppelt haben - immer noch eine senkrechte weißliche Knospe, erst mit den nickenden Glöckchen richtig als aufgeblüht anzusehen.

Erste Knospen gesichtet - im Baumigarten zu St. Veit, kaum dass der Schnee weg ist und daneben noch dick liegt… Winterling am 22. Februar knospig und zwei Tage darauf mit voll geöffneter Blüte, die Schneeglöckchen müssen erst ihr Glöckchen herabneigen!

Eine herrlicher Wintertag in Bärnkopf

Das war schon 2004 am 24. Jänner bei viel Neuschnee und starken Minusgraden - man erkennt es sogar an den Bildern. Interessant - so viel Himmelsblau bei den großen Holzschlägen, ob jetzt der Wald schon wieder so hoch aufgewachsen ist, dass die Bäume vorherrschen?

Kombi - Schlesingerteich und Dürnberg Loipe 15 km

Start in Bärnkopf und gleich Abfahrt, sogar mit einer Ahnung von Alpenblick über dem Wipfelmeer, dann rechts abbiegend zum Hubertusteich - die malerischeste Stelle der Runde. Weiter geht es durch endlose Waldgassen zur Lichtung am Zilleck und nach Straßenquerung hinunter ins Dürnbergtal, wo wir vor Jahren unseren Graniting-Marathon Richtung Arbesbach und Karlstift begonnen haben. Weit hinunter heiß auch weit hinauf, trotzdem habe ich noch die Fitloipe drangehängt, aber für die Weinsbergloipe reichte es nicht mehr. Insgesamt habe ich wohl 15 km zusammengebracht, ohne Rast und Einkehr! Mörderisch aus heutiger Sicht!

Damals war volle Sonne auf dem Hochplateau, und von Gutenbrunn hinein in die Wälder ist es immer ein großartiges Gipfelerlebnis auf dem “Gipfel des Urgebirges”.

Bei einer solch ergiebigen Tour wie vergangenen Mittwoch, 17. Februar, ins höchste Waldviertel gibt es immer eine reiche Bildausbeute. Noch dazu, weil man digital selbst noch im Winterdämmerlicht fotografieren kann, wo es mit Dias z.B. überhaupt nicht mehr möglich wäre.

Also hier noch ein paar Bilder “vom” Bärnkopf und von der Edlesberger Seerunde!

Was mir trotz des klaren Himmels bei den Bärnkopf-Bildern fehlt, ist das Himmelsblau. Also habe ich in meinem Archiv nachgeschaut und entsprechend “strahlende” Bilder gefunden - von meiner Loipenkombination westlich und nördlich um Bärnkopf herum (dort folgt auch der Loipenplan).

Loipenparadies Bärnkopf

Interaktiver Loipenplan

… geht einer Tourenbeschreibung über die “Anna commota” auf´s Hennesteck in Annaberg natürlich - wegen der Aktualität - bevor! Diese herrlichen Wintertage muss man nützen - Dienstag Anna-Alm, Mittwoch 17. Februar in den Weinsberger Wald. Denn der Wetterbericht kündigt für diesen Tag noch die schönsten Aussichten an.

Loipenlauf zum Heidelbeerparadies

Im Mostviertel und in den höchsten Teilen des Waldviertels soll ziemlich verlässlich die Sonne durch die jetzt oft so dichten Hochnebeldecken brechen. Am besten daher nicht nur hoch, sondern ganz hoch hinauf - nach Bärnkopf im Weinsberger Wald. Dort kenne ich nur die Weinsberg-Loipe noch nicht, und mit etwas geschickter Einteilung kann die Mittagsrast in Bärnkopf eingeplant werden.

Zufahrt durch das Weitental - von Pöggstall durch die Höll hinauf gibt es eine üble Überraschung - plötzlich hüllt uns dichter Nebel ein, auch in Gutenbrunn noch und ebenso beim Hanslteich. Doch welch ein Glück, unvermittelt wird es heller, und auf der Verbindungsstraße hinüber nach Bärnkopf ist der Nebel wie abgeschnitten. Zwar hängt hier nicht mehr so viel “Anraum”, Raureif und dicke Schneepolster, an den Bäumen, dafür glänzt die Sonne prachtvoll, dazu noch strenger Frost, was pulvrigen Schnee und gute Spuren garantieren soll.

Die südliche Loipenschleife

7,5 km für die erste Etappe, wir parken bei der Loipenquerung an der Weinsbergwiese, und schon geht es hinein in den Hochwald. Hier ist alles noch ganz tief verschneit, nur wo am Vortag die Sonnenstrahlen erstes Schneegeriesel von den Bäumen herab bewirkt haben, ist die Spur etwas eisig angekrustet. Aber vorläufig geht es ja noch ziemlich eben, sogar leicht steigend dahin, über den Dreiblöchlberg auf ca. 1000 m hinweg - trotz immer wieder auftauchender Markierungen würde man sich in diesen endlosen Wäldern kaum zurecht finden! Dann folgen 150 Höhenmeter Abfahrt, in einzelnen Wellen und damit gerade recht aufgeteilt, dass die Spur nicht zu steil wird. Nach ca. 3,5 km landen wir in einem uns wohl bekannten Waldtal - dort haben wir im Vorjahr die prächtigsten Heidelbeeren gepflückt! Am Pfaffenstegteich kommt man nicht direkt vorbei, ebenso später beim Schlesinger Teich, dafür sind die Ausblick recht schön, und die Anstiege hinauf nach Bärnkopf nur mäßig anspruchsvoll.

Eingekehrt wird beim Kirchenwirt Schiefer, zum Fischessen wie es sich für den Aschermittwoch gehört, und danach geht es gleich auf der Schattenseite weiter.

Die nördliche Loipenschleife

Dort hängt noch viel mehr Schnee an den Bäumen als an der schon etwas abgetauten Sonnenseite, und es rieseln immer wieder Kristallschleier aus den Wipfeln herab. Dazu gibt es auch noch Sonnenstrahlen durchs Geäst, die ganz malerische Bilder bewirken. Einzelne kleine Fichten sind so mit Schnee und Raureif eingemantelt, dass sie schon Skulpturen gleich. Etwas Glück muss man auch haben, denn einen dicken Schneepolster von hoch ober herab möchte ich nicht ins Genick bekommen…

Dieser Loipenteil macht etwa ein Drittel der gesamten Weinsberg-Loipe (11 km) aus, und wir freuen uns schon auf die noch tief verschneiten Gegenden bei Gutenbrunn, aber…

Hinein in den Waldviertler Nebel!

Beim Hanslteich wabbeln schon wieder die Nebelschwaden, und hinüber zum Edlesberger Teich sieht man sozusagen kaum die Hand vor den Augen! Daher zunächst Einkehr beim Seewolf-Marschall, erst nachher ohne Schi wieder hinaus. Es wird doch der eine gute Stunde dauernde Seerundweg, wo die meiste Schneepracht noch erhalten ist, obwohl am Vortag Kaiserwetter geherrscht hat.

Die Heimfahrt verlockt uns wegen einem angekündigten Stau auf der Westautobahn zu einer Fahrt durch das Alpenvorland, von Melk über Loosdorf und Obergrafendorf - ein angenehmer Umweg und eine nette Überleitung vom hohen Waldviertel durchs Hügelland in unsere Voralpen.

Die trüben Tage sind vorbei! Und ehe der milde Föhnwind zu uns findet, soll wieder das Hennesteck drankommen - diesmal auf der noch nicht ausprobierten Route:

Die “Anna commota” Route zur Anna-Alm am Hennesteck

Es könnte kein schöneres Schiwetter geben - unter minus fünf Grad, wolkenloser Himmel, klare Sicht, noch immer Pulverschnee und glitzernde Raureifkristalle…  Als auf der Wiese vor dem Karnreiter der Ötscher auftaucht, verleitet uns eine frische Tourengeherspur rechts hinauf zur Nordostecke der großen Wiese. Bei einer Gruppe stattlicher Rotbuchen geht es ins Waldgelände, dahinter aber gleich ein erster Windbruch vom Kyrill-Orkan (das war Anfang Februar 2007, meine Bilder von Wastl am Wald am 6. 2. 2007), der nicht nur das gegenüber aufragende Hocheck über der Schmelz, sondern auch den Südhang vom Hennesteck “niedergemäht” hat. Die Schispur leitet uns zur einer Kehre der Schipiste (Ausweiche unter dem oberen Steilhang), dort steigen wir gerade hinauf zur 2. Kehre der “Anna commota” (genaue Routenbeschreibung in eigenem Beitrag)

Eine Panorama-Forststraße

Diese vom Karnreiter zum Hennesteck führende Forststraße bewältig in vier Kehren den Steilhang, der von der Kammerhebung knapp westlich der Anna-Alm herab zieht. Es geht ganz “kommod” bergwärts (uns kommt schon eine Idee für eine neue Backcountry-Route), etwas heikel ist im Wald der Wechsel zwischen Sonne und Schatten - gerade ausreichend frostig, dass die Steigfelle nicht ankleben (bei nächsten Touren das Fellwachsl mitnehmen !). Nach der dritten Kehre kommen wir hinaus in die Sonne und zum “Wahnsinnsausblick” - nur am Hüttenfeld ist´s genau so schön, aber dorthin kommen wir heute sowieso nicht!

Wie in einem Zauberwald

Wie bei den letzten Touren (Runde über die Karnreiteralm und “Anna rabiata”) schon gesichtet, endet die Forststraße vor dem Zaun zum links gelegenen Hüttenfeld (dorthin würden wir mit BC-Ski weiterwandern). Die prima Spur zieht rechts durch den Wald hinauf zum ebenfalls von Windbrüchen baumfrei geschlagenen Kammrücken. Der kaum spürbare Südwind (noch immer kalt zum Glück) löst kleine Schneeschauer aus, die wie Schleier von den Baumwipfeln niederrieseln. Im Freien präsentieren sich dann vereiste Wurzelstöcke, die Schneegestalten der Wetterbäume und der Ausblick zum Ötscher auf´s Allerschönste. Der Stadelberg blickt ganz unscheinbar rundlich herüber, dabei hat er uns vor einer Woche die schönsten Abfahrtsfreuden beschert…

Anna-Alm und Pistenabfahrt

Dann sind wir bei der Anna-Alm: Anni erwischt wieder die letzte Portion Linsen, ich genieße eine vorzügliche Krautsuppe. Die größte Schwierigkeit in der gemütlichen, im Nichtraucher-Panorama-Raum gar nicht ganz volle Hütte, ist der Andrang bei der Schank - die nette Wirtin und ihr ebenso gestalteter Compangnon bemühen sich nach Kräften - ein harter Job bei einem solchen Betrieb, aber alles klappt, und sogar das Zahlen der Zeche gelingt mit etwas Geschick!

Die Abfahrt war sicher den ganzen Winter noch nicht so gut wie jetzt. Allerdings beginnt der Schnee am prallen Südhang schon an den steileren Stellen gerade eine Spur weich zu werden. Traumhaft geht es vom Hennester rechts hinunter, wo neben dem Stadlerhof die ganze Wiese wie ein Teppich (abseits der Reidlpiste) präpariert ist.

Wie lang wir gebraucht haben? Leider, Uhr zuhause vergessen - aber dem Glücklichen schlägt keine Stunde, wie es so heißt, und das hat heute für uns bestens gepasst !

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