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Als Gegenstück zu meiner Fotofahrt am 1. Mai (2012) für Ötscherbilder aus dem Mostviertel habe ich mir den allerschönsten Herbsttag für die nordöstliche Seite des Ötschers ausgesucht. Es war am Samstag, 6. Oktober,  an dem – wie von der “Eisenstraße” gemeldet – 900 Personen mit dem Ötscherlift befördert wurden. Am Gipfel werden es durch die Besteiger des Rauhen Kamms und anderer Routen noch viel mehr gewesen sein!

BB Panorama vom Gesäuse bis zum Ötscher

Ich war unterwegs vom Lassingtal bei Annaberg über den Wastl und Puchenstuben, die Panoramastraße nach Trübenbach, dann Josefsberg und auf die Gemeindealpe. Auch hier war großer Betrieb – kein Wunder, ein fast laues Lüftchen so hoch oben am Berg und eine Fernsicht, soweit das Auge reichen kann…

BB Gesäuseblick von der Gemeindealpe

In der Bergwaldzone die herrlichste Laubfärbung, aber in der Gipfelregion der Gemeindealpe auch bereits die ersten goldenen Lärchen.

BB Dürrenstein bis Scheiblingstein, davor Feldwies und Eiserner Herrgott (Auf der Brach)

Ein längerer Spaziergang war auch noch “drin”, und dort war es im Gegensatz zu den beliebten Zielen wirklich einsam, wie man es sicher auch auf manchen Gipfeln erlebt hätte (etwa Bichleralm, Sulzberg, Brandmauer…) – ich machte die Walkingstrecke zum Marienstein, hoch über den Ötscherschluchten, aber etwas enttäuschendem Ötscherblick. Den gab es zum Abschluss von Joachimsberg.

BB Gemeindealpe vom Marienstein

BB Bizarre Zinkenschlucht, fast unwirklich natürlich auch durch die "unnatürliche" Bearbeitung im PC

Heute nur ein kurzer Bericht, denn die Zeit drängt für die Bearbeitung von “Ötscher – Ybbstaler Alpen – Mariazeller Bergland”! Mein Autorenpartner und vor allem Freund Werner (Tippelt) ist zwar noch mit anderen Themen unterwegs – die “Kirchen ohne Grenzen” zwischen Steiermark und Slowenien, wo wir auch unlängst unterwegs waren (Urlaub Schwanberg). Aber bald wird er sich auch in die Ötscherarbeit einklinken, damit die Serie unserer gemeinsamen Wanderführer ein neues Glanzstück bekommt.

BB Panorama Gemeindealpe Ost mit Voralpen und Erlaufsee, ganz rechts die Veitsch

Zum Abschluss noch ein Bild meiner neuen Leidenschaft – Panoramabilder! Die Panoramen sieht man übrigens im Blog in voller Breite beim Anclicken des Bildes. Eine Menge Bilder wartet noch von dieser Tour, vielleicht eine andere Geschichte. Noch ein Link für immer aktuelle Meldungen, die ich aus Ybbsitz übermittelt bekomme: www.eisenstrasse.info/presse/

Hier noch ein Bild vom alten Terzerhaus, das es nächstes Jahr wahrscheinlich nicht mehr geben wird, denn am südlichen Gipfelrand der Gemeindealpe ist schon das Fundamentgelände für das neue Gipfelhaus ausgebaggert!

Zwar hab ich heuer schon den Gamsstein von der Nordostseite her (Sandgraben, Hollenstein) “derpackt”, aber die Südseite von Palfau her war mir noch unbekannt. Meine Planung – wenn im späteren Herbst die Lärchen golden werden, wollte ich die große Runde vom Salzatal her machen. Aber die Verhältnisse haben sich jetzt tatsächlich so verändert, dass ich nicht mehr warten konnte. Wer weiß, wie das Wetter noch wird, wenn auch der zum letzten Wochenende angekündigte Schneefall auf den höheren Gipfeln der Voralpen ausblieb – aber immerhin, der Hochschwab war schon ab der Zweitausendergrenze angezuckert, wie wir am Montag bemerkten.

BB Lugauer mit Wolkenfahnen

Nach dem prachtvollen Samstag (zwischen Puchenstuben und Gemeindealpe Fototour mit Mariensteinwanderung) sollte zwischen Sonntag und Dienstag eine kurze Zwischenbesserung eintreten. Diese wollten wir unbedingt nützen, und fuhren am Montag, 8. Oktober, schon relativ zeitig die fast 100 km über Pielachtal – Gaming – Göstling nach Palfau im Salzatal. Start zur Tour unterhalb der Kirche ca. halb zehn Uhr. Diesmal hatte der Wetterbericht voll recht – je weiter wir nach Westen vorangekommen waren, desto weniger Wolken, und in Palfau schien schon die Sonne, letzte Wolkenfahnen auf den Bergen…

Uns war klar, die große Gipfelrunde wird es diesmal nicht (die obere Region habe ich bereits begangen), aber der Palfauer Panoramaweg über Naturfreundehütte und Moarniederalm bietet sich statt dessen als ebenfalls lohnende Runde an. Übrigens ideal, wenn oben schon oder noch zu viel Schnee liegt!

AB Lugauer und Tamischbachturm vom Bergbauern

  

So, und jetzt zur eigentlichen Tour: Nahe der auf einer steilen Kuppe ragenden Pfarrkirche (unten Konglomerate der Salzaterrassen, entlang der Zufahrt zum Bergbauern auffallend) geht es den asphaltierten Güterweg entlang zum auf einer sonnigen Hangfläche gelegenen Bergbauern hinauf. Frisch geputzt ist das gepflegte Gehöft (die junge und freundliche Bäuerin trafen wir bei der Schutzhütte, gerade mit dem “Abhagen” beschäftigt). Nach einer am Waldrand oberhalb gelegenen Hütte (kann gemietet werden!) geht es steil in den Wald hinauf. Überall eine Menge Schwammerl, Steig etwas rutschig nach dem Regen in der Nacht zuvor, weniger an den steinigen als an den lehmig-erdigen Stellen.

AB Blick von der "Hüttenwiese" (Bergbauernalm) ins Salzatal

Zuletzt geht es über die ”Hüttenwiese” – mit Blick ins Salzatal und zu den westlichen Ausläufern des Hochkars – steil hinauf zur Schutzhütte der Naturfreunde Palfau. Herrliche Lage, das Musterbeispiel einer von den örtlichen Mitgliedern betreuten Hütte, leider seit Mitte September bis in den Mai geschlossen. Aber auf der Hüttenbank ist es gemütlich in der Sonne zu sitzen, und die erste Jause ist auch schon angesagt, nachdem wir zeitig aufgestanden waren.

Bei der Wegkreuzung kurz links oberhalb der Naturfreundehütte scheiden sich die Wege. Direkt geht es über den steilen Hühnerriegel zum Gipfelkreuz am Gamsstein (bei der Einnündung des Steiges zum Gipfelgrat auf 1770 m, der höchste Punkt erhebt sich ca. 200 weiter westlich und ist um vier Meter höher). Für uns aber beginnt nun die Walkingstrecke rechts (östlich) auf der Forststraße, ca. in 1000 m Höhe mit sanften Anstiegen und Gefällsstrecken.

Die sonst so geschmähten Forststraßen haben auch ihren Vorteil, wenn man vor allem die Knie schonen soll! Und wegen der fantastischen Ausblicke kommt auch keine Langeweile auf, dazu wie schon bemerkt die prächtigste Laubfärbung!

Hat sich beim ersten Aufstieg vor allem der Tamischbachturm in den Vordergrund gedrängt, kommt jetzt immer mehr der Buchstein ins Blickfeld – markant die Tieflimauer, der ebenso scharfe Kleine nicht vom massigeren Großen Buchstein abgehoben. Dafür zeigen sich dann auch Admonter Reichenstein und Sparafeld, und schließlich kommen sogar noch Hochtor und Planspitze zum Vorschein.

BB Tiefblick zur Palfauer Kirche

BB Salzatal mit Riegerin und Hochschwab

AB Lugauer - wie ein Vulkan!

Aber der Star des Panoramas ist der Lugauer – mit seinen wehenden Wolkenfahnen wirkt er fast wie ein rauchender Vulkan! Der westliche Hochschwab verbirgt sich etwas hinter der unmittelbaren Waldbegrenzung des Palfauer Salzatals, aber dahinter ragen die Spitzen der Eisenerzer Alpen.

BB Gipfelrücken bei der Langmauer, Schutthalden reichen bis zur Forststraße herab

AB Gesäusepanorama von der Moarniederalm

Hat der Aufstieg zur Schutzhütte eine gute Stunde gedauert, würde die Panoramastrecke wohl nur ebenso lang dauern – wenn nicht das Schauen und Fotografieren wäre! Aber dazu machen wir ja auch unsere Wanderungen, nicht nur zum Marschieren, und mit Genuss gebummelt zahlt sich aus, denn das “dicke Ende” kommt sicher noch, denn wir müssen ja auch noch ins Tal hinunter.

BB Admonter Reichenstein, Sparafeld, Tieflimauer, Großer und Kleiner Buchstein

Zuvor aber eine zweite Rast auf der Moarniederalm, einer sanften Almwiese mit Teich und Traumfotomotiv auf die Gesäuseberg von Nordosten her.

BB So ein Schmäh - da fehlt eine ganze Stunde!

Dann beginnt der Abstieg – keine alten Wege mehr, nur Forststraßen, die von der Oberen Palfau bzw. aus dem Raffelgraben sich heraufschlingen und dann bis zum Niederscheibenberg am Hollensteiner Weg weiterziehen. Immerhin gibt es auch Abwechslung – Ausblick zwischen golden leuchtenden Bäumen ins Salzatal, dazwischen ein eigenartiger Gesteinsaufbruch – zwischen Kalkmassen (Reiflinger und Gutensteiner Kalk folgen talwärts auf die massiven Wettersteinkalke des Gipfelzuges) quellen blaugraue Tonmassen hervor. Sie können nur mit Rauwacken und Werfener Schichten an der tektonischen Linie zusammenhängen, an der von Süden her die Ötscherdecke auf das System der Lunzer Decken (Südteil Sulzbachdecke) aufgeschoben sind.

Weiter unten ist die Steinböschung herabgebrochen, und es liegen extrem schöne Blöcke von Reiflinger Kalk herum. Ich kann nicht widerstehen und gleiche meinen nach den Jausenzeiten schon recht leicht gewordenes Rucksackgewicht mit ein paar abgeschuppten Steinplatten aus.

BB Gamsstein-Gipfelrücken, links höchster Punkt, rechts Gipfelkreuz

BB Nachmittagsblick ins Salzatal mit Hochschwab. davor die Riegerin

Dann rückt das Tal näher, der Gipfelzug taucht hoch oben auf, aber bis wir endlich unten sind, folgen endlos die Kehren des Forstweges. Unten im Flachen lagern die wiederkäuenden Rinderherden, sogar mit einem Bullen, der zwar bedrohlich aussieht, aber auch nichts anderes im Sinn hat, als sein geweidetes Gras zu verdauen…

Auf der Seitenstraße (die Hauptstraße verläuft unten an der Salza), die durch das Ortsgebiet nach Großreifling führt, gehen wir noch einen Kilometer bis zum Auto. Vorbei an gepflegten Häusern und der im heurigen Jahr geschlossenen Volksschule (die restlichen acht Kinder teilen sich auf die Schulen in Landl, Gams und Göstling auf – statt in einem Schulbus zu einer Schule zu fahren, wie das funktionieren soll?). Ja, und das Auge des Gesetzes wacht - an dieser wichtigen Stelle wird Radarmessung durchgezogen! Aber der Polizist ist ganz freundlich – wir haben die Höchstgeschwindigkeit trotz Walkingstöcken sicher nicht überschritten – und bei einem kleinen Tratcherl erfährt man eben die lokalen Besonderheiten am besten!

Heimfahrt über Mariazell (insgesamt 265 km gefahren) – welch eine Pracht – das wildromantische Salzatal im späten Nachmittagslicht, zwar ohne anzuhalten, aber trotzdem ein unvergesslicher Eindruck dieser so nahen Gebirgsszenerie. Zum Schluss noch eine süße Orgie beim Pirker in Mariazell, denn anders kann man unseren ausufernden Appetit nicht bezeichnen – Topfenstrudel mit allem Zubehör, Lebkuchenparfait mit sooooviel Schlagobers und Schokolade… Ach, diese Sünden! Immerhin hatten wir vor, uns von dem berühmten und wirklich köstlichen Lebkuchen einen Vorrat mitzunehmen, aber der Gusto auf Süßes war uns inzwischen vergangen. Es war jedenfalls ein würdiger Abschluss dieses ganz herrlichen Tages!

AB Lugauerblick - wie im Traum (auch dementsprechend bearbeitet)

SVETI DUH NA OSTREM VRHU = Heiliger Geist am Osterberg, eine mystische und spirituelle Stätte hoch über der Weinlandschaft der Windischen Bühel

Das seit 1919 auf slowenischem Gebiet liegende Bergdörfchen (Foto: Anka Holcman)

Wo bis vor wenigen Jahren die Linie entlang der weißen Grenzsteine streng bewacht wurde, besteht nun glücklicherweise kein Hindernis mehr, obwohl die Kirchsiedlung auf slowenischem Staatsgebiet liegt.  An Gasthäusern vorbei steigt die Asphaltstraße Richtung Kirche an, die dann über eine hohe Stiege erreicht wird – Seehöhe 903 m.

Wir hatten keine Ahnung, welch historisch und mystisch bedeutendem Ziel wir entgegen wanderten. Erst der zur 300-Jahrfeier der Heiliggeistkirche 2009 herausgegebene Kirchenführer machte uns das klar.

Einheitliche Kircheneinrichtung von 1728, rechts der Michaelsaltar, links der Marienaltar mit versammelter Heiliger Sippe.

Die Marienskulptur zeigt eine Dame des 18. Jh´s mit gepuderter Perücke! Sie sollte vor einigen Jahren durch eine Lourdesstatue ersetzt werden, was jedoch von der Bevölkerung verweigert wurde, und so blieb die barocke Liebfrau im Original erhalten.

Historisches Relikt, der Rest einer Glocke laut Inschrift

In der Reformationszeit gab es in den Windischen Büheln / Slovenske gorice, wie das ganze Gebiet heißt, eine obskure Sekte (wie etwa auch die “Wiedertäufer” eine waren) – die sogenannten Springer. An das baldige Weltende glaubend, versammelten sie sich auf Berghöhen oder Waldlichtungen, wo sie zu ihren wallfahrtsartigen Treffen zusammenkamen. Zur kultischen Handlung gehörten rituelle Tänze, durch die sie in Verzückung gerieten und dabei ekstatische Hochsprünge vollführten, daher auch die Bezeichnung “Springer”.

Diese Steinblöcke neben der Kirche weisen mit ihren sitzartigen Nischen und kleinen ausgeschürften Steinschalen auf ein viel höheres Alter der Kultstätte hin

Solche Begegnungen sollen schon vor 1600 abgehalten worden sein – “auf einem hohen ‘Berg in den Pfarren Selnica und Leutschach”, dem Osterberg. Trotz Unterdrückung durch kirchliche und weltliche Obrigkeiten konnte die im Volk tief verwurzelte Kultbewegung nicht ausgerottet werden, sondern ging letztlich – wie die antiken Heiligtümer der Kelten und Römer – in christlichen Stätten auf, die vor allem dem “Heiligen Geist” gewidmet waren. Der Kirchenbau war 1679 beendet, 1709 erfolgte die Weihe und 1768 die päpstliche Bestätigung als Wallfahrtskirche.

Die Augustinus-Kapelle von 1693, wohl die ursprüngliche Kultstätte der "Springer"

Seit 1892 selbständige Pfarre, erlebte Sveti Duh / Heiliggeist den tiefsten Eingriff nach dem 1. Weltkrieg, als die Kirchengemeinde durch die neu entstandene Grenze auseinander geschnitten wurde, was hier bis zur endgültigen Trennung noch vier Jahre dauerte, so umstritten dürfte die Örtlichkeit vor allem wegen ihrer Wallfahrt gewesen sein.

Altar in der Augustinus-Kapelle

Nach den im Grenzgebiet besonders katastrophalen Vorgängen während der nationalsozialistischen Herrschaft und in der folgenden kommunistischen Zeit Sloweniens kam es erst 1970 zur Wiederbelebung der traditionellen Pfingstwallfahrt von beiden Seiten der Grenze. Die wieder entstandene gute Nachbarschaft fand ihren Ausdruck in der Aktion “Kirche ohne Grenze”, und besonders förderlich waren die Gründung des selbständigen Staates Slowenien 1992 und dessen EU-Beitritt.

Diese Gedenktafe unterstreicht die Bedeutung der Kirche.

Ich zitiere aus dem zweisprachigen Kirchenführer: Die Grenzsteine aber, deren Inschrift “St. Germain, 10. September 1919″ lautet, sind heute nur noch Mahnmale des mehrere Jahrzehnte dauernden, erduldeten, und eben dadurch überwundenen Leidens. Dazu passt diese Grenztafel nahe der Barthlmä-Kirche in Rothwein, die wir im März vorgefunden haben. Allen politischen Irrwegen und Katastrophen zum Trotz glauben  Menschen beiderseits der Grenze an ein friedliches Zusammenleben, egal welches ihre Muttersprache sein mag!

Das Symbol für den Heiligen Geist ist zugleich die “Friedenstaube” (allerdings nicht im Sinn der kommunistischen Agitation, die ich selbst noch als kleines Schulkind bei der zwangsweisen Vorführung der “Russenfilme” mit Schaudern und oft mit Angsttränen über mich ergehen lassen musste). Keine Geisteshaltung kann für die Menschheit “heiliger”, also heilbringender, sein als das Streben nach Frieden, Verständigung und Toleranz…  Dazu gäbe es noch viel zu sagen, und tief bewegt haben wir die Kirche mit ihrem beiderseitigen Grenznamen – Sveti Duh und Heiliggeist – verlassen, vielleicht  mit dem Wunsch, ein Stück des Grenzpanoramaweges als “Friedensweg” noch erleben zu können.

Heiliggeist-Fenster über dem Hochaltar in Sveti Duh

 

Nachdem der vorletzte Tag in Schwanberg nur zum Schwammerlsuchen geeignet war (mit Glück auch erfolgreich), brachte der Abreisetag (Donnerstag, 27. 9.) nach einem drohenden, aber großartigen morgendlichen “Himmelsgemälde” noch überraschend günstiges Wetter. Zwar schauerte es schon von Südwesten her, aber immer wieder zeigte sich die Sonne.

Reisetage in der Steiermark haben wegen der kurzen Anfahrt den großen Vorteil, dass man an den Tagen von An- und Heimreise noch viel anfangen kann, sei es eine Besichtigung oder eine Wanderung an der Strecke. Für die Rückfahrt hätten wir eigentlich das Gaberl hinüber ins Murtal eingeplant. Aber das aktuelle Wetter entschied anders – ab  ins trockenere Südsteirische Weinland!

Eintrittspforte in dieses als Naturpark angepriesene Gebiet, eine ähnliche oder noch ausgeprägtere Hügellandschaft als im Sausal, war für uns Arnfels. Die Fahrt dorthin verlief schon als kleines Abenteuer, zwar über Wies hinauf nach St. Ulrich am Greith noch während der Fahrt in der Wanderkarte nachvollziehbar. Aber irgendwie landeten wir unversehens (weil man auf der Karte nicht mehr weiß, wo man sich gerade befindet) wieder unten im Sulmtal bei Gleinstätten! Also wieder hinauf zu den Berghügeln und endlich durch den Roselgraben (eigentlich sollte es über den Höhenrücken mit dem Kaiserstadel gehen) in Saggau angekommen. So, jetzt Schluss mit den Fahrproblemen, denn es gibt noch Interessanteres zu berichten!

Oben die typische Landschaft auf den Windischen Büheln. Saggau und Arnfels, hübsche Ortschaften, dann Leutschach – neben Weinbauzentrum auch intensiver Hopfenanbau. Jetzt heißt es aufpassen, unser Ziel liegt hoch oben am Grenzkamm, wo sich die Steiermark zu ihrem südlichsten Punkt ausbeult. Die Hauptstraßen (wenn sie als solche gelten können) Richtung Gamlitz und Grenzübergang Langegg vermieden, sondern südlich in den immer engeren Graben hinein, bis sich die Straße bei der Spitzmühle in endlosen Kehren und Steilstellen über Großwalz zum Kamm hinaufwindet.

Bergkirche Sveti Duh mit Blick auf Leutschach (Foto Anka Holcman)

Dort jenseits eine freundliche, hochgelegene Wiesenlandschaft, ein Parkplatz und eine frei zu überfahrende kleine Grenzstelle – der Südwestwind umbraust uns auch schon wieder. Und rechts oben auf der Bergspitze eine große Kirche – SVETI DUH NA OSTREM VRHU = Heiliger Geist am Osterberg.

Augustinuskapelle "neben den Linden"

Wie das Bild schon zeigt – der nächste Regenschauer kommt bestimmt, aber vorläufig wird er vom stürmischen Südföhn noch verblasen. Daher können wir die kurze Wanderung zur Heiliggeistkirche trocken und sogar mit etwas Sonne zurücklegen. Über dieses interessante Bergheiligtum selbst und seine Geschichte als “Kirche des Friedens oder besser der Völkerverständigung” an einer seit fast einem Jahrhundert von schweren Schicksalen geschlagenen Grenze berichte ich in einem eigenen Beitrag.

Nun geht es vom hohen Berg im Grenzkamm wieder hinunter in die Weingegend. Zuerst ist das Gelände noch ganz schön steil, aber selbst dort oben an der “Panoramastraße” stehen die schönsten Weingüter, und Einkehrmöglichkeiten gäbe es genug. Alle diese “Bergstrasserln” sind asphaltiert und sehr abwechslungsreich zu befahren. Sie münden in die lokale Hauptstraße, die zwischen Leutschach, Gamlitz und Spielfeld erst 1955 eröffnet wurde. Vordem war die Gegend abgelegen und kaum erschlossen, jetzt präsentiert sie sich als ein landschaftliches Kleinod, ein Paradies für Genießer von Ausblicken, köstlichen Weinen und Speisen.

Ausblick vom Mahorko zum Grenzkamm mit Sveti Duh

Über Hirritschberg und Pößnitz kommen wir zum Grenzübergang Langegg, dann weiter hügelauf und hügelab, wo auf jeder der mit Rieden bepflanzten Kuppen ein Weingut ganz königlich obensitzt. Auf der grandios aussichtsreichen Anhöhe mit dem Restaurant und Weingut Mahorko ist es dann höchste Zeit zum Einkehren. Noch lacht die Sonne, aber bald vertreibt uns ein hefter Regenguss von der Terrasse, gerade noch rechtzeitig, bevor der Mittagsbetrieb so richtig losgeht. Wenn wir hier Urlaub machen wollten, wünschten wir uns ein südseitiges Balkonzimmer beim Mahorko!

Der "Klapotetz", ein Windrad mit Hammerwerk, eigentlich zur Vertreibung der Stare aus den Weingärten, aber vielfach nur zur Zierde dienend und daher geräuschlos!

In den Nachmittag hinein scheint dann schon wieder die Sonne, als wir auf der Weinstraße nach Gamlitz weiterfahren. So manchen malerischen Genussort gäbe es noch zu erleben, Ratsch oder Sulz etwa, aber wir sind ja eigentlich schon bei der Heimfahrt. Bevor es aber bei Ehrenhausen bzw. Vogau auf die Autobahn geht, noch ein Halt in Gamlitz. Beim Cafè Renate werden wir nicht nur bestens versorgt mit Muntermacher und sündigem Beiwerk, sondern auch mit allerhand lokalen Ratschlägen. Die heben wir uns für einen anderen Urlaub auf, denn der Naturpark Steirische Weinstraße wird uns sicher im nächsten Jahr, vielleicht bei der Blütezeit im Spätfrühling, wieder sehen.

Von der Soboth kommend, sind wir am Dienstag (25. 9.) gegen Mittag bei der Durchfahrt in Dravograd (ehemals Unterdrauburg). Wo wird jetzt die Abzweigung zu den beiden Bergkirchen in Ojstrica (auf dem “Kienberg”) zu finden sein? Bei der Vorbereitung habe ich dieses Ziel als Alternative oder Ergänzung der “Lindenkirchen” bei Muta / Hohenmauthen herausgesucht, gefunden darüber vorläufig nichts (jetzt im Internet unter Dravograd: zwar der passende Text zu Sv. Duh, aber ein völlig anderes Bild…). Also ziemliches Neuland!

Aber da ist im Ortsgebiet unvermittelt ein Wegweiser nach links (in Slowenien in gelber Farbe!) – Ojstrica, Sv. Duh – passt schon! Zuerst in einen engen Graben hinein, dann in weiten Bögen durch Steilwälder und Bergbauernwiesen entlang, teilweise ganz frisch asphaltiert und mit Leitplanken versehen. Schon einmal beruhigend, dass wir nicht in wüstes Fahrgelände kommen.

Die Sebastinakirche bei Dravograd mit der lehmigtrüben Drau

Bergbauernlandschaft Ojstrica hoch über dem Drautal

Die Abzweigung mit Wegweiser “Sv. Duh” beachten wir vorläufig nicht und stehen nach 8 km Bergfahrt unvermittelt vor einer beachtlich großen, vom Friedhof und einer Steinmauer umschlossenen Kirche – das ist Sveti Janez oder mit dem alten Namen St. Johann am Kienberg, geweiht Johannes dem Täufer (alles weitere steht auf einer dreisprachigen Infotafel des “Dravograd pot”, einer Art markiertem Kulturweg).

Unterhalb der Kirche steht ein Gehöft (wie alle ringsum teils neu bzw. gut instandgehalten) mit altem Bildstock auf der Hauswiese. Jetzt ist beim Blick über den seitlichen Steilhang hinab klar, der Weg zur Kirche Sv. Duh führt nicht von hier weg! Macht nichts, die Abzweigung dorthin wissen wir ja schon. Aber vor der Weiterfahrt wird noch  Mittagsjause gehalten, und dann verstehen wir auch bald die Bedeutung des Verkehrszeichens “Skola pot” – Achtung Kinder! Denn nachdem ein Auto (mit Lehrerin wahrscheinlich) vom zweiten großen Gebäude abgefahren ist, merken wir – das ist die Volksschule!

Bei den lebensgroßen Holzschnitzfiguren (wie auch an der Kirchhofmauer) laufen die echten Schulkinder vorbei, und der Schulbus kommt auch gerade angesaust. Der junge Fahrer gibt uns freundlich und vor allem verständlich Auskunft – die Schule hat neun Kinder und zu meinem Erstaunen sogar zwei Lehrerinnen! Ja, und die weiterführende Bergstraße, die sich dann wieder ins Drautal hinabwendet, ist nicht so gut zu befahren wie die bisherige Strecke. Also fahren wir ein Stück zurück bis zur Abzweigung mit einem hohen Wegweiser voll Gehöftenamen und vor allem dem Kirchensymbol Sv. Duh. Parkplatz ist auch genug am Straßenrand, und jetzt geht es endlich zu Fuß weiter.

Fast versteckt - die Heiliggeistkirche

Als Wanderroute benützen wir den sandigen Güterweg, bald hinaus ins freie Wiesengelände, neben grasenden Rindern ein kleines “Hausackerl” mit Kukuruz und Krauthappeln und sogar mit Blumen. Das alles gehört zum einfachen, aber überaus gepflegt und hübsch wirkenden Gehöft Janc, wo die Obstbäume voll von Früchten hängen und anscheinend bald ans Mostpressen gegangen wird. Steile Waldgräben querend und immer mit prächtigem Ausblick geht es auf der Sandstraße weiter zum nächsten Gehöft, wo auf einer neu angelegten Terrasse eine Menge von klobigen Sitzgruppen angeordnet ist. Was hier besonderes los ist? Ein Naturdenkmal – die Linde des Skurlej-Hofes, Stammumfang 488 cm, Höhe 26 m, wie eine Infotafel anmerkt.

Bald danach ist die Abzweigung beim Izelnik-Hof erreicht, und ein Karrenweg leitet rechts im Bogen über Wiesen mit einem “Krautackerl” dazwischen hinab zu unserem Ziel – Sveti Duh oder die Heiliggeistkirche. Sie erweckt einen älteren Eindruck als auf der Infotafel angemerkt, daneben ebenfalls sorgsam revoviert das Messnerhaus. Konnten wir bei der Johanneskirche durch das Schlüsselloch noch den Hochaltar erspähen, hätten wir uns hier bei dem alten Izelnikbauern zuvor vielleicht den Schlüssel holen können. Zwar anfangs recht finster dreinblickend (vielleicht weil ich in den slawischsprachigen Ländern immer auf meine rudimentären Russischkenntnisse zurückgreife ?), beim Rückweg aber doch noch freundlich winkend…

So können wir die berühmte Holzdecke nur auf der Infotafel betrachten. Aber der Platz rund um die Heiliggeistkirche ist ohnehin stimmungsvoll genug – oberhalb ragt noch der Maibaum, und der Blick geht weit übers Tal bis zum nahen Bacherngebirge und zum Petzen im Kärntnerischen, über dem sich die Nachmittagswolken türmen. Hoch vom Berg schaut die Johanneskirche herab, als wir uns an den Rückweg machen.

Ausblick vom Weg zur Heiliggeistkirche zum Gehöft Skurlej mit der Riesenlinde und der Johanneskirche

 Gemütlich verläuft der Rückweg, wie immer muss Anni nach den Pilzen stöbern, ich freue mich, dass die wild bellenden Haushunde bei einem Gehöft mit Weinzeile (auf fast 900 m Seehöhe!) tief unter einem Steilhang zuhause sind. Bei der Talfahrt gibt es am späten Nachmittag schon mehr Verkehr als bei der Auffahrt, aber bald sind wir wieder unten im Drautal und halten erst wieder im Ort Muta an.

Muta, das alte Hohenmauthen, liegt unterhalb des hohen Berghanges von Podlipje (“Unter den Linden”), von dem die beiden “Lindenkirchen” Sveti Primoz (St. Primon, Hinweis auf die mittelalterliche Zugehörigkeit zu Salzburg) und Sveti trije kralji (Dreikönigskirche) herabblicken. Hier erkunden wir nur mehr die Auffahrtmöglichkeit, die Exkursion oder Wanderung dorthin bleibt einer anderen Reise vorbehalten. Auch gut, dass man immer noch etwas vor sich hat! Der Ort, der mit der Wallfahrtskirche St. Leonhard auf der Wiese hoch oben bei St. Lorenzen in Verbindung zu bringen ist (siehe meinen Bericht vom März 2012), hat eine hochgelegene Pfarrkirche, und nahe der Straßenkreuzung fällt uns eine alte Rundkapelle auf. Leider haben wir keinen Kunstführer zur Verfügung (in der Steiermark liegt immer der Dehio im Handschuhfach oder Rucksack bereit).

Schon in den frühen Abend hinein mündet die zügige Rückfahrt über den Radlpass nach Eibiswald und Schwanberg, nicht ohne ein Bild von einem jener (heute auch von manchen Slowenen abgelehnten) “triumphierenden” Grenzsteinen, als die Länder noch in strenger Trennung benachbart waren und nicht so wie heute europäisch vereinte Nachbarn sind. Abgesehen von allen Kalamitäten mit EU und € sollte man diese glücklichen Umstände nicht vergessen, kommt uns vor…

Natürlich nicht am selben Tag! Zuerst zum Nachmittag des Montag, 24. September: Fahrt Richtung Leibnitz bis nach Gleinstätten, danach Bergstraße über Globeregg hinauf und rechts abzweigend zu “Auf der Höh”. Die vereinzelten Wegweiser zeigten, wie auch der Ausblick, schon unverkennbar zum Demmerkogel.

“Morgenrot – Schlechtwetterbot!” Dieser Spruch bewahrheitete sich am Montag wohl, denn bis wir in Fahrt kamen, blies schon ein steifer Südwest heran, die Koralm stülpte sich schon wieder (wie bei den nächtlichen Gewittern zuvor) eine Wolkenkappe über. Aber die Aussicht war immerhin noch besser als bei Sonne und Dunst.

Typische Hügelberge im Sausal, am Horizont der Remschnigg im Grenzkamm zu Slowenien.

Wo sich die Seitenstraße am Nordwestrücken des Demmerkogels teilt, wurde geparkt, und ohne den “Größten Klapotetz der Welt” zu finden (der steht unterhalb an der Verbindungsstraße nach Kitzeck) begannen wir den Aufstieg. Ein Wiesenrücken, Waldränder mit reich tragenden Edelkastanienbäumen, dann ein wunderhübscher Mischwald – schon standen wir vor der Demmerkogelwarte auf 671 m.

Ausblick auf Kitzeck

Gleich am Kammweg weiter bis zur querenden Asphaltstraße bei einem mit Efeu verschlungenen Kreuz und malerischem Gehöft, hier begann die Straßenwanderung entlang der Westhänge des Demmerkogels (ohne Asphalt kommt hier wohl kaum eine Wanderung aus, am besten ginge es mit Talabstieg dazwischen von Kitzeck auf den Gipfel).

Die Querung auf der Höh-Straße zurück zum Ausgangspunkt war trotz Asphalt wunderhübsch – Ausblick prachtvoll, Weinrieden wie in der Steiermark üblich nicht in horizontalen Terrassen sondern vertikal an den Hügelhängen klebend, dazu das Sausaler Schlössl und eine seltsames Paar auf der Hausbank.

Das sind nicht wir!!!

Früchte hingen genug an Weinstöcken und Obstbäumen, nur die Nussernte war auch hier heroben ausgefallen – obwohl die Hochlagen mit ihren Weinrieden frostärmer sind, und unten im kälteren Talboden daher überwiegend Mais angebaut wird. Die Maroni klatschten sogar schon aus ihren Stachelhüllen herab, und das erinnert mich an ein perfektes Rezept zum Maronibraten im eigenen Backrohr… vor Ort gebraten (wie in Südtirol) sind sie meistens angekohlt…

Das "Theresienkircherl" oberhalb Globeregg

Für die Rückfahrt umrundeten wir den Demmerkogel, endlich am Riesenklapotetz vorbei, und fuhren über Kitzeck wieder ins Sulmtal hinab. Leider war unsere kleine Sausal-Tour schon vom immer noch zunehmenden Wind geplagt, sodass wir in diesem allerhübschesten Bergdorf weder ausstiegen und schon gar nicht einkehrten (in Erwartung des opulenten Buffets im Moorheilbadhotel…).

Schon wieder ein Morgenrot, und schon ganz schön drohend! Aber bald war der Himmel wieder föhnig klar, wenn auch das “Kurblatt” im Hotel von Nebellagen zu berichten wusste. Unser Ziel waren am Dienstag (25. 9.) die noch fehlenden “Lindenkirchen” über dem Drautal in “Slovenska Koroska” (nach dem 1. Weltkrieg ohne Volksabstimmung von Österreich an den neuen SHS-Staat der Slowenen + Kroaten + Serben, das spätere Jugoslawien).

Am Stausee Soboth

Als wir jedoch nach Eibiswald kamen, wallten über den Radlpass die Nebel aus dem Drautal herüber, und setzten wir unsere Fahrt gleich Richtung Kärnten fort. Beim Stausee nach dem abseits der Hauptstraße gelegenen Ort Soboth – dieser hat ein ganz interessantes Hinterland an der Grenze mit Tausendern und Bergkirchlein – bogen wir rechts ab bis zur Kirche in St. Vinzenz, wo der See endet.

Eine so kuriose und zugleich sehr sinnvolle Tafel findet man bei St. Vinzenz und am Stausee entlang mehrfach: Pilze! Hier können wir gesammelt werden! Allerdings mit genauen Regelungen des Besitzers Clemens Prinz von Croy (was es nicht alles gibt bei uns)…  Weiter über den Sobothpass zum Rastplatz “Kärntenblick” und eine üble Überraschung – im Unterkärntner Becken und Lavanttal ein einziges Nebelmeer, in das wir bald eintauchten. Also nichts mit der Hangfahrt über dem Lavanttal zur Bergstraße Richtung Koralm-Speikkogel, dieser hatte auch schon eine Wolkenhaube auf.

Die Soboth war zwar sehr schön zum Kennenlernen, noch dazu bei der strahlenden Sonne, aber wir verlängerten die Ausflugsfahrt mit voraussichtlicher Wanderung in umgekehrter als der geplanten Strecke: Hinab nach Lavamünd und die Drau entlang, vorbei an den Landestellen der Floßfahrten, nach Dravograd / Unterdrauburg. Dort ging es dann hinauf zu den Bergkirchen, wieder eine eigene Geschichte…

Allein schon vom Wetter her drei kontrastreiche und zugleich erlebnisstarke Tage (unser Aufenthalt in Schwanberg dauerte vom 23. bis 27. September)!

Schwanberg ist ein ganz reizvoll nostalgischer Marktort und (seit Eröffnung des neuen Moorheilbades mit Hotel im Herbst 2011) auch für Kuraufenthalte modern qualifiziert und beliebt. Auf den Marktplatz mit seinen großteils gepflegt erhaltenen Bürgerhäusern blickt die Josefikapelle vom Schloßberg herab, und zwischen den Ortsgassen schlängeln sich idyllische Wegerl hin und her. Für Einkauf (was man halt so selbstverständlich braucht) und Einkehr ist jedenfalls ausreichend gesorgt.

An der Südseite des Schloßberges, wo sich von der Garanaser Straße abzweigend ein hübscher Talspaziergang entlang einer Forststraße am Fluss entlang anbietet, bricht die Schwarze Sulm aus dem Gebirge hervor. Ihr Rauschen klingt durch die sonst so stillen Nächte (die Hauptstraße zwischen Deutschlandsberg und Eibiswald verläuft weiter draußen in der Talebene), und wohl zum Schutz vor ihren Hochwässern erstreckt sich der Marktplatz etwas höher auf einem Terrassensporn, der dem Berghang von Kloster und Josefikirche vorgelagert ist.

Der Schwan befindet sich auch im Ortswappen. Schöne Altfassade im ersten Stock und kleine Bausünde ebenerdig - genau schauen!

Vom malerischen Marktplatz geht es rechts weiter zur Pfarrkirche, neben der (wohl im alten Friedhof) ein Grab-Gedenkstein an die Gewerken Töpper zu finden ist. Diese Hammerherren- bzw. Frühindustriellenfamilie war auch im Erlauf- und Ybbstal tätig, daran erinnert die Töpperbrücke bei Lunz, und im ehemaligen Werksgelände von Neubruck bei Scheibbs samt der Töppervilla wird auch ein Standplatz der NÖ Landesausstellung 2015 sein.

Neben der Kirche verläuft die Bergstraße über Gressenberg nach Glashütten, ein Dörfchen hoch oben mit Geologischem Freilichtmuseum. Jetzt muss ich vorgreifen – am Mittwoch hatte es endgültig zugezogen, das noch trockene Wetter reichte aber noch zum ergiebigen Schwammerlsuchen am Gressenberg. Auf der Suche nach einer Anschlussstraße nach Garanas fuhren wir hinab zum Oberlauf der Schwarzen Sulm (obiges Foto bei der Brücke aufgenommen), dann war nach dem in den Karten eingezeichneten Gehöft Fuchs “stockan” bei den abgeschrankten Forststraßen.

Wegkreuz am Gressenberg beim ehemaligen Gasthaus Straßenhöh, fast ein Votivbild, wenn uns der umstürzende Baum getroffen hätte...

Schade, aber vielleicht auch Glück, denn als wir nach diesem Abstecher auf der Bergstraße weiter Richtung Glashütten fuhren, versperrte uns ein eben abgebrochener großer Baum die Weiterfahrt. Erst nach einer Stunde waren die Motorsägen verklungen, und wir konnten die Fahrt bis auf die Weinebene fortsetzen. Aber nichts war´s mit dem “Grasen” in den Zwergstrauchheiden, denn wegen dem starken Südweststurm konnte man kaum die Autotüren öffnen… und schon gar nicht auf den Speikkogel wandern, wie eigentlich geplant…

Im Natura-2000-Gebiet an der Schwarzen Sulm bei der Brücke vor dem ehemaligen Gehöft Fuchs, dazu jede Menge interessante Wanderwege!

 Doch wieder zurück zum Sonntag Nachmittag: Unterhalb der Kirche gibt es am Weiherbach einen netten Spazierweg, wo man auch zum Schloss weitergehen kann. An der “Sonnleiten” oberhalb des idyllischen Grundes steht der von Wein- und Obstgärten umgebene Brendlhof, halb Museum und halb Buschenschank.

Der sonnig Nachmittagsspaziergang machte der “Sonnleiten” alle Ehre, und auf der Waldstraße wieder bergab gab es sogar Herrenpilze – zwar nur drei, aber alle guten Dinge sollen ja nicht mehr sein! Wendepunkt war bei einem versponnenen Wegkreuz, und unten im Ort kamen wir noch am Greißler-Museum vorbei, unter dem alten Tabaktrafik-Emblem sogar ein Automat für Zündhölzer, wirklich kurios!

Überraschend nach dem warmsonnigen Nachmittag – in der Nacht donnerte es gehörig, am Montag in der Früh war alles wieder vorbei, der Himmel föhnigblau, einladend für eine längere Tour. Aber wir waren zu sehr auf Erholung eingestellt und genossen bei unserer “Minikur” das M & M (Moor & Massage) und ein herrliches Sonnenbad auf dem Balkon. Erst Nachmittag wurde wieder ausgefahren – zum Demmerkogel bei Kitzeck mit der Sausaler Weinstraße.

So stimmungsvoll zeigte sich am Montag-Morgen der Demmerkogel – am Nachmittag als Kontrastprogramm schon wieder mit dichteren Wolken und heftigem Südwestwind. Der Dienstag schon wieder sonnig, so ein Glück, aber mit all den Bildern wird die Geschichte schon zu lang, daher folgen Demmerkogel und Soboth (Dienstag vormittags) als eigener Beitrag…

Zwischen den Berichten von den “Schwanberg-Tagen” eine für mich recht bewegende Episode: Gestern das Jubiläumskonzert 15 Jahre Festspielhaus in St. Pölten, Programmthema “Neue Welt” – Bernstein, Ouvertüre zu “Candide” / Gershwin, Konzert für Klavier und Orchester in F-Dur mit Rudolf Buchbinder !!! / Antonin Dvorak, Symphonie Nr. 9 in E-Moll op. 95 “Aus der Neuen Welt”. Fulminant dirigierte Andres Orozco-Estrada die Tonkünstler Niederösterreich. Ein musikalisches Erlebnis wie für einen Alpinisten das Matterhorn oder noch höher…

Am selben Tag hatte ich dieses mir zufällig zugekommene Buch ausgelesen und befand mich irgendwie noch immer in der “Neuen Welt”, eigentlich im “Wilden Westen”…

Es handelt sich dabei um den bereits 1829 erschienenen Roman “Tokeah oder die Weiße Rose” von Charles Sealsfield, der in überarbeiteter Form 1974 bei der Verlagsbuchhandlung Julius Breitschopf in Wien als Lizenzausgabe für “Jugend Heute, Internationale Verlagsgesellschaft mbH, Wien” erschienen ist. Zur besseren Lesbarkeit des Originaltextes überarbeitet von A. Haberkalt. Obiges Bild zeigt den Sealsfieldstein bei Poppitz mit dem Thayafluss (nahe Znaim), wo sich ein Denkmal für den Dichter befindet.

Wir hatten bei einer Wanderroute im mährischen Thayatal diesen Sealsfieldstein besucht, und daher füge ich einige Bilder zur Illustration aus diesem Wandergebiet bei. Die folgenden stammen aber nicht von Znaim und Umgebung, sondern vom ebenfalls mährischen Nikolsburg und den Schlössern Eisgrub und Feldsberg (ein Artikel darüber, und über die Pollauer Berge, im Granatapfel-Jahrbuch 2012). Weil es für mich einfacher ist, verwende ich die Ortsnamen nicht in tschechischer Sprache, wie sie jetzt gelten, sondern die Bezeichnungen aus der gemischtsprachigen Zeit Südmährens.

Der Dichter der Romans “Tokeah” hat eine ganz interessante, bewegte Lebensgeschichte: Er wurde als Sohn eines Weinbauern und Dorfrichters als Carl Anton Postl 1793 in Poppitz bei Znaim geboren. 1823 flüchtete er (aus ungeklärten Gründen, wie es bei Wikipedia heißt) in die USA. Dort veröffentlichte er 1829 den Roman “Tokeah”, in dem es um das dramatische Leben eines Indianerhäuptlings und seiner “angenommenen” weißen Tochter Rose geht. In der überarbeiteten Fassung (wie vorher erwähnt) vermittelt der Roman neben der spannenden Handlung auch den psychologischen Hintergrund und die Zeitereignisse. Vor allem durch dieses Werk erlangte Carl Anton Postl unter dem Namen Charles Sealsfield Weltberühmtheit (ausführliche Informationen sind in Wikipedia nachzulesen).

Ein für das damalige Habsburgerreich äußerst brisantes Werk verfasste Charles Sealsfield (die Autorenschaft gab er erst viel später preis) 1828 mit dem Titel “Österreich, wie es ist” – eine kritische Abrechnung mit dem Regime Metternich, weshalb er sogar von der österreichischen Geheimpolizei verfolgt wurde. Etwas zwiespältig wirkt die Tatsache, das Carl Anton Postl bei einem Europaaufenthalt (vor allem in London) 1826/27 dem österreichischen Kanzler Metternich vergeblich seine Dienste als Geheimagent angeboten hatte…

In späteren Jahren ließ sich Charles Sealsfield in der Schweiz nieder und starb 1864 in Solothurn. Mit dem Schloß Feldsberg / Valtice oben und dem Minarett im Schlosspark Eisgrub / Lednice schließe ich meinen Bericht über den Dichter des berühmten Indianerepos “Tokeah” und zugleich einen Wandervorschlag in dessen südmährische Heimat. Die Tour ist auch in meinem Buch “Wandererlebnis Waldviertel mit Wachau Südmähren” nachzulesen, samt der hier abgebildeten Wanderkarte und der Hängebrücke zum Weingarten Sobes, über die Anni gerade marschiert – erschienen (wie von mir nun immer) bei meinem ambitioniertesten Verleger Herrn Robert Ivancich im Kral-Verlag 2012.

Im selben Verlag empfehle ich besonders  auch das neue Buch von Frau Dr. Margarete Kowall “Unser Gölsental” mit den prächtigen Bildern vieler Gölsentaler “Geheimplätze” von Frau Brigitte Karner-Fritz.

Schwanberg liegt – soweit nicht ohnehin bekannt – in der Südweststeiermark zwischen Eibiswald und Deutschlandsberg. Wir waren heuer schon bei unserer “Frühlingsreise” im März dort (vorher in Bad Gleichenberg). Der Termin war genau zum “Josefikirtag” am 19. März.

Ein gutes Angebot im **** Hotel Moorheilbad verlockte uns wieder dorthin zu ein paar (wie wir hofften) schönen Herbsttagen. Wir träumten von den Zwergstrauchheiden auf der Koralm, mit den letzten Heidelbeeren und wahrscheinlich einer üppigen Preiselbeerernte. Außerdem wollten wir einige interessante Plätze aufsuchen, wohin wir im Frühjahr noch nicht gekommen waren.

Und was dort alles gerade reifen würde – Wein und Äpfel und Edelkastanien und Nüsse! Aber “Schnecken”… das heißt anders als gedacht: Nüsse waren dem Spätfrost zum Opfer gefallen, wie vielfach sonst auch (außer die späten Edelsorten teilweise). Dafür bescherte uns diese feucht-warme Zeit noch zahlreiche Pilze! Obwohl an allen Waldecken geparkte Autos mit Kennzeichen DL (Deutschlandsberg) und LB (Leibnitz) zu sehen waren, die Insassen von LF… (nicht doch, Fürstentum Liechtenstein, halt nur Lilienfeld) gehörten auch zu den glücklichen Schwammerljägern.

So zeitig, wie dieses Bild annehmen ließe, waren wir allerdings noch nicht unterweg! Doch die Aussicht gegen Sonnenaufgang bescherte uns schon am Morgen die schönsten Bilder. Schwanberg liegt nämlich am Bergfuß des Koralm-Gebirges (dieser Ausdruck ist angesichts der zahllosen Bergrücken und Gräben, der hochsteigenden Wälder und weitgespannten Almen sicher nicht übertrieben). Gegen Osten zu, wo sich die flachen Kukuruz-Talböden erstrecken, ist der Blick völlig frei. Dort spielte sich täglich das eindrucksvolle Naturschauspiel ab – vom ersten Morgenahnen über die Farbgemälde der Wolkenbänke bis zu den ersten Sonnenstrahlen so etwa um 6.45 Uhr – pünktlich laut Tageskalender!

Man liegt also noch unter der Tuchent, ein lustvolles Vorfrühstücksgefühl im Bauch, und lässt sich die Sonne ins Gesicht scheinen, bevor es ans “Tagwerk” geht…

“Millionen Menschen verbringen jährlich ihren Urlaub an der Oberen Adria. Kaum jemandem ist jedoch bewusst, dass es an der Oberen Adria und im Hinterland weltweit einzigartige Naturgebiete gibt”, soweit das Vorwort im Naturführer Obere Adria von Irene Drozdowski und Alexander Mrkvicka (Naturhistorisches Museum Wien 2008, ISBN: 978-3-902421-29-6).

Wir haben bei den wiederholten Urlauben in diesem Gebiet (wie schon erwähnt meist nach einem Gebirgsaufenthalt) auch für uns schon überraschende Naturschätze entdecken können. Bei Lignano war es die Lagune von Marano (Naturlehrpfad bei dem als Fischereihafen markanten Ort), ferner naturgeschützte Flächen bei Lignano-Riviera auf bewachsenen und noch freiliegenden Sanddünen. Von bekannter Schönheit ist die Mündung des Tagliamento, wo neben dem eisblau vom fernen Gebirge her kommenden Fluss sich Dünenlandschaften erstrecken, teilweise von dichtem Pinienwald bedeckt und zu unserer Überraschung in ein Naturschutzgebiet verwandelt. Dorthin wandert man über kultivierte Flächen und im Pinienbestand zum Leuchtturm Faro von Bibione aus. Westlich dieses Badeortes verläuft eine weite Sandfläche zur nächsten Lagune, an deren gegenüberliegendem Ufer sich das Valle Vecchia befindet, mit Autozufahrt in weitem Bogen über die Marschlandschaften zu erreichen (darüber auch ein Bericht in meinem Blog).

Grado als Naturerlebnis-Ausgangspunkt entdeckten wir jetzt im August-Urlaub und konnten danach im oben genannten Buch genau darüber nachlesen (sogar das Titelbild zeigt Santa Maria di Barbana). Auf die von uns so schön erlebte Schiffsrundfahrt wird darin hingewiesen, und weil wir uns noch nie zu einem solchen Ausflug hatten entschließen können, war diese Gelegenheit in Grado wohl eine der besten. Wie schon in meinem Bericht über Barbana erwähnt, fanden wir am ersten unserer vier Tage in Grado nach dem vorabendlichen Unwetter die besten Verhältnisse für eine Lagunenrundfahrt per Schiff vor.

Gerade zur rechten Zeit nach 15 Uhr eilten wir zur Schiffsstation bei der Brücke zur Isola della Schiusa, bezahlten 14 Euro pro Person und begaben uns gleich auf das nur halb besetzte Oberdeck – wenige Meter über der Wasserfläche und doch schon ein Aussichtspunkt wie von einem Hochstand! Pralle Sonne, aber frischer Wind, ein herrliches Gefühl, als das Schiff durch den Kanal neben der Schiusa-Insel in die Lagune hinausglitt und schon am nördlichen Horizont die hohen Berge der Südalpen auftauchten.

Das Wasser der Lagune leuchtete in fast unwirklichem Blau, gegen Triest zu reichte der Blick zu den Karstbergen, an die nach Süden die Halbinsel Istrien anschloss. Sogar die Ucka war deutlich zu sehen, der höchste Gipfel nahe von Opatija, dem als k. u. k. Kurort der Habsburgermonarchie berühmten Abbazia. Die Italiener nennen ihn Monte Maggiore, was daran erinnert, dass Istrien lange Zeit (bis nach dem 2. Weltkrieg) zu Italien gehörte. Im Schilf der kleinen Inselchen und Lagunenufer waren auch schon die ersten Vögel zu beobachten, vorwiegend Silberreiher.

Die Landung auf der Insel Barbana (darüber habe ich im Beitrag über die Wallfahrtskirche berichtet) war für die Rückfahrt vorgesehen. Jetzt ging es nahe daran vorbei und in der durch Pfähle markierten Fahrtrinne durch die sonst stellenweise sehr seichte Lagune hinein in einen mit dem Fluss Isonzo zusammenhängenden Kanal. Dieser kommt aus den Julischen Alpen und mündet bei Monfalcone in den Golf von Triest, bekannt ist er durch mehr als 20 schreckliche Schlachten während des 1. Weltkrieges, die zwar von den Österr.-Ungar. Truppen gewonnen wurden, wegen der Kriegsniederlage aber alle Verluste letztlich vergeblich waren…

Im Gegensatz zu den (wie ich vermute) eher auf Besichtigungen und Einkehrmöglichkeiten ausgerichteten Ausflugsfahrten war unsere Tour dank der Reiseführerin, einer bezüglich Historischem, Natur und aktuellen Lebensverhältnissen sehr kompetenten Dame, ein besonderes Erlebnis. Sie erzählte vom Strandflieder, der ab dem Hochsommer in den Riedbeständen wunderbar lilafarben blüht, und vom Leben der Fischer, deren Hütten in unterschiedlichem Zustand am Ufer mehrmals zu sehen waren.

Im weiteren Verlauf dieser Kanäle erfolgt allmählich der Wechsel von Salz- zu immer mehr Süßwasser. In Sichtweite der Richtung Monfalcone führenden Straßenbrücke und eines hohen Wasserturms (für die Versorgung von Grado) wendete das Schiff und lief den ersten Landeplatz an. Das war eine kleine Insel mit Fischerstation, einzelnen Fischzuchtbecken und einem jungen Olivengarten. Hier gab es spezielle Honigsorten zu kaufen, und man war sogar auf Gäste zum Übernachten eingestellt.

Inzwischen waren fast zwei Stunden wie im Flug vergangen, neben den Vogelbeobachtungen und dem Gebirgsblick hielt uns vor allem auch das Fotografieren in Hochspannung. Jetzt bewährten sich die langen Brennweiten unserer Coolpix-Kameras bestens. Besonders die Landung einer Gruppe von Schwänen war die vollste “Action”!

Nun ging es auf die Insel Barbana zu, die im schon im Abendlicht förmlich zu leuchten begann. Die Geschichte der Wallfahrtskirche reicht in ihren Wurzeln bis in die Antike zurück, im Kircheninneren hängen zahlreiche Votivbilder bis aus jüngster Zeit. Für den Aufenthalt gab es keinerlei Gedränge, alles lief sehr gemütlich und stimmungsvoll ab, bis die Schiffssirene zur Abfahrt dröhnte.

Mehrere Motorboote, die zum Fischen oder als Wassersport in der Lagune unterwegs waren, machten sich nun wie wir an die Rückfahrt. Die tiefstehende Sonne tauchte die Wasserflächen in silbriges Geglitzer, und das Gebirge am Horizont war im Abendlicht immer plastischer zu sehen.

Nach fast vier  Stunden landeten wir wieder in Grado, und es reichte sogar noch für einen Bummel durch die Altstadt, wo vor allem die Basilika aus dem 6. Jahrhundert und der umliegende Bereich sehenswert sind. Für uns war jedenfalls die Schiffsrundfahrt durch die Lagune eines der schönsten Erlebnisse bei dieser Reise ins Gebirge und ans Meer.

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