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Alle Bücher sind im Kral-Verlag erschienen und in aktueller Auflage erhältlich!

Die beiden “Naturbücher” über Niederösterreich schließen (zumindest vorläufig) meine Arbeit über das eigene Bundesland für Wanderer und Naturliebhaber ab. Zur einfachen Orientierung gibt es meinen Wanderatlas Niederösterreich, und im Band Das große Wandererlebnis NÖ sind noch viele weitere Touren beschrieben. Für Gäste aus nicht Deutsch sprechenden Ländern wurde das Große Wandererlebnis auch in Englisch übersetzt.

Ebenso für ganz Niederösterreich gilt das Wandererlebnis Pilgerwege, mit dem aber auch Wallfahrten in ganz Ostösterreich, wie etwa in Kärnten die Hemmawege oder die ost- und südösterreichischen Mariazellerweg erwandert werden können. Mit dem Spezialführer über die Ybbstaler Alpen, gemeinsam mit Werner Tippelt (dem Autor des berühmten neuzeitlichen “Ötscherbuches”) herausgegeben, stehen zusätzlich Touren für ambitionierte Bergsteiger zur Verfügung.

Mittagsrunde vom Sonnleitgraben / Eschenau zur Kaiserkogelhütte, Abstieg über Kaisersberg-Hof zurück in den Sonnleitgraben. Vorzüglich “gespeist”  a´la Wirtshauskuchl – Beuschl mit Knödel und Blunzngröstel mit Sauerkraut, dazu ein Schnapstee (eher Teeschnaps) zum Aufwärmen. Über Nacht hat es dieses Wintermärchen von Nordosten hergeschneit…

… recht intensiv

– am St. Veiter Hipplerkogel, ist ja immerhin schon 6. November! Zuerst im Bibelweg im Auerwald.

Zum Weltkultur- oder Weltnaturerbe im Wiesenwienerwald gehört sozusagen als Außenstelle auch das Gölsental. Besonders schöne und heuer auch ertragreiche Elsbeerbäume vulgo “Odlasbiar” gibt es u. a. auf dem Weißenkogel bei St. Veit an der Gölsen (westnordwestlich, nahe der Markierung des Bibelweges von St. Veit nach Schwarzenbach gelegen). Den letzten Besuch dorthin machten wir am 23. Oktober, gerade rechtzeitig zur Elsbeerreife.

Unsere Wanderroute: St. Veit an der Gölsen – Bahnschranken zur Bergsiedlung – Auerwald – Gehöft vulgo Auer – Sonnleitenweg – Gehöft vulgo Sonnleitner – danach Güterweg um den Waldrücken herum (vorher links Abkürzung auf altem Karrenweg) zum Gehöft vulgo Weißenhof. Hinter dem Bauernhof geht man links hinauf, auf Karrenweg durch den steileren Buchenwald, zur Wiesenkuppe des kleinen Gipfels mit mehreren stattlichen Elsbeerbäumen (Ausblick ins Gölsental zum Kirchenberg, gegenüber der südliche Talrand mit dem St. Veiter Staff, vom wenig hervortretenden wiesigen Gipfelpunkt auch ins Traisental und in den Wiesenbach).

Den Rückweg nahmen wir quer über die “Sonnleiten”, wo man aber zumindest etwas ortskundig sein muss, damit nicht ein Irrweg bevorsteht – aber gerade das kann ja in einem so reizvollen und noch dazu ungefährlichen Gelände die Herausforderung sein!

Zurück kamen wir letztlich über den alten Sonnhofweg und den Marterlweg herunter nach St. Veit, ein ganz prächtiger Herbsttag war das!

Am 30. Oktober 2022 eine Tour – nein eigentlich eine Ausflugsfahrt über 230 km von St. Veit an der Gölsen bis Wildalpen und Fachwerk bzw. retour. Nur zu verantworten als Vorbereitung auf einen nächstjährigen Nahurlaub… Wunderschön das Brunntal mit dem Brunnsee als Spaziergang, voll spannend die Route durch das Lassingtal nach Fachwerk, schon als Radtour fürs Frühjahr vorgemerkt!

Das Felsmassiv, das sich so eindrucksvoll über dem Brunnsee türmt, ist übrigens die Riegerin, und sogar der “Turm” zwischen Brunntal und Antengraben hat sich gezeigt, aber nicht im Bild.

Nach der langen Fahrt ins (viel zu wenig bekannte und überaus interessante) Salzatal am 30. Oktober, war dank der nebelfreien Lage am Allerheiligentag die nächste Umgebung dran! Also auf durch den Kerschenbach zur Höhe des Wiesenwienerwalds, so sich das Panorama vom Schneeberg bis zum Ötscher und sogar bis zum Hochstadel der Kräuterin höchst malerisch öffnet – nichts mehr dazu zu bemerken, die Bilder sollen für sich sprechen – übrigens + 15 Grad und mehr….

Wie etwa der Königssee für das alpine Bayern typisch ist, gibt es auch in Niederösterreich solche Plätze, die Alpenstimmungen nicht besser widerspiegeln könnten. In meiner näheren Umgebung, also im Gölsengebiet, ist das Schindeltal am Fuß der Reisalpe ein solcher Platz. Ein ebensolcher Schatz, weil es gerade um die 9 Schätze und die schönsten Platzerl in Österreich geht, ist das obere Oistal. Speziell dort, wo von den Kupelwieser´schen Besitzern seinerzeit durch Bauten im “Schweizer Stil” der landschaftliche Eindruck vertieft werden sollte.

Mittwoch, 19. Oktober 2022:

Ein Besprechungstermin beim Mostvierteltourismus in Neubruck, sehr angenehm mit dem Geschäftsführer Mag. Purt, bot gleich die Möglichkeit zu einem längst vorgesehenen und angezeigten Treffen mit Werner und Hansi – also ein Uraltfreundestreffen – und gleich auch in Form der von mir so geliebten “Mostviertler Alpenfahrt”, einer Runde zwischen St. Veit an der Gölsen – Gaming und Mariazell.

Wir trafen uns mittags, nach dem Geschäftstermin in Neubruck, beim “Pöllinger” im Maierhöfen, wo vor jetzt schon lange zurückliegenden Jahren im “Kristallpalast” die Präsentation von Werners phänomenalem Ötscherbuch stattgefunden hat. Diesmal fiel unser Termin gerade in die “Wildzeit”, daher höchster Genuss bei Hirschbraten und Co. Interessant das Gespräch mit dem ambitionierten Wirt und die ausgestellten Aquarelle von einem Malerkurs.

Heimfahrt über Zellerrain – Erlaufsee – Annaberg, ebenfalls recht herbstlich bunt und malerisch.

Nach dem heißen und vor allem trockenen Sommer hat der Herbst im September gleich etwas rau angefangen, um im nächsten Monat gleich die wärmste je verzeichnete Herbstzeit zu werden. Jetzt im Oktober gibt es mancherorts (vor allem in Westösterreich und in Föhnlagen) sogar Temperaturen über 20 Grad und meteorologische Sommertage! Die Laubfärbung hat von der 2. Oktoberwoche an in den Tallagen von Gölsen, Traisen u. a. voll eingesetzt, während in Höhenlagen um 800 bis 1000 m besonders die Rotbuchen bereits das Laub abgeworfen haben. Wie auf einer Fahrt durch das Oistal (anlässlich Besuch beim Mostviertel-Tourismus in Neubruck und Treffen mit Werner in Maierhöfen (Gasthof Pöllinger) eindeutig zu bemerken.

Sonntag, 23. Oktober 2022 – Herumstreunen an der St. Veiter Sonnleiten:

Eigentliches Ziel der Weißenkogel mit den nun in voller Frucht stehenden Elsbeerbäumen, woraus sich gleich eine dreistündige “Tour vor der Haustür” entwickelt hat.

Streckenverlauf: Auerwald – Sonnleitner – Weißenkogel – Weißenhof – Wiesenquerung oberhalb Weißgruber und durch den oberen Moosergraben – kleiner Waldgipfel südwestlich Sonnhof/Meierhof – Marterlweg – Bergsiedlung.

Dazu jetzt die Bildererzählung:

… (leider) wohl das Ende der Schwammerlsaison 2022!

Samstag, 8. Oktober 2022.

Nach dem vielfach heißen und trockenen Sommer brachte der astronomische Herbstbeginn einen eigentlich frühen Schneefall auf den Bergen bis ins höhere Mittelgebirge herab. Nun aber, Anfang Oktober, scheint der Spätsommer zurückgekehrt, und es setzt gleichzeitig die merkbare Herbstfärbung ein. Ein milder Tag ohne starken Wind und mit etwas Sonne bei dunstiger Fernsicht, das ist dieser Samstag, gut geeignet für einen Ausflug ins Mariazellerland.

Wenn man Kinder dabei hat, wir allerdings nur unsere Enkelin Elena, ist die Bürgeralpe mit dem “Holzknechtland” das richtige Ziel, denn in diesem Erlebnispark auf dem Mariazeller Hausberg kann es nicht fad werden. Übrigens sind die Anlagen neben dem Erlebnispark vor allem auch durch die “Bergwelle” mit den Konzerten auf der Seebühne sicher eine tolle Angelegenheit, sollten wir uns nicht entgehen lassen…

Zufahrt (Hannes, Sonja und Elena im eigenen Auto) über Annaberg und Josefsberg mit noch freiem Ötscherblick, ganz schön herbstlich, aber ein herrlicher Tag! In Mariazell gibt es vor allem an Wochenenden nur ein Problem – wo parken? Wir wählen den großen Parkplatz beim Autobustop und der Tankstelle (sechs Euro Tageskarte) und kommen, beim Heimatmuseum (auch endlich einmal ein Pflichttermin) vorbei zu der vor wenigen Jahren modern eingerichteten, aber schon 1928 als eine der ersten Anlagen in Österreich, Bürgeralpen-Seilbahn. Nun eine Umlaufanlage, die uns in nur 7 Minuten hinauf zur Bergstation bringt. Dann geht es gleich durch die wirklich toll gestaltete Holzknechtwelt und hinauf zu historischen Aussichtsturm (von 1908, zum sechzigjährigen Kaiserjubiläum von Franz Joseph).

Die Rundsicht ist wirklich phänomenal, nur von der Gemeindealpe wegen deren subalpiner Gipfelhöhe übertroffen, denn heir sind wir ja noch auf einem Waldberg. Das Panorama ist etwas durch Dunst getrübt, aber den Schnee am Hochschwab kann man noch gut erkennen, und unten im Tal glitzert der Erlaufsee. Wirklich fast einmalig dieses Mariazell in seiner vor- bis hochalpinen Bergkulisse!

Für Kinder und fast auch für Erwachsene, die mit den Alpen und dem Alpenleben nicht so vertraut sind, bietet das Holzknechtland nicht nur einen abwechslungsreichen Aufenthalt, sondern auch fast eine Lehrstunde der Heimat- und Naturkund. Und dann – für Gastlichkeit ist genug gesorgt, für die freie Terrasse beim Schutzhaus ist es und doch etwas zu kühl, so finden wir zum Glück noch einen schönen Platz im Wintergarten des Bergrestaurants – reichhaltige Speisekarte und Panoramablick inbegriffen. Für Bewegung ist nachher noch gesorgt, um mit Elena die Punkte des Erlebnisweges zu suchen, und sie bekommt nicht nur eine Schneeeule mit als Erinnerung, sondern auch einen Stempelpreis, also alles bestens.

Kein Mariazellbesuch ohne die “Standltour” und einen stimmungsvollen Eintritt in die Basilika und die Kerzengrotte. Anschließend Kaffeepause beim Pirker, dessen unlängst verstorbenen Chef ich bei der Zusammenarbeit für einen kleinen Mariazellerlandführer (mit Werner) als angenehmen Unternehmer und Touristiker kennengelernt habe. Also hat er noch eine gute Nachrede von mir. Vom historische Kuss, dem Fotografen der Mariazeller Berge, bemerkt man eher wenig, obwohl dieser Bildpionier für Mariazell große heimatkundliche Bedeutung hatte (die neuen Mariazellbücher sind leider touristisch abgeschmackt, wenn auch gut von lokalen Camerakünstlern gut bildmäßig ausgestattet). Also wird vielleicht doch Zeit, mich einmal oder demnächst mit dem Mariazellerland RUNDUMADUM zu beschäftigen…. Ein kleiner Bildanfang ist ja heute schon gemacht.

Die Rückfahrt wählen wir über die St. Aegyder Route, vorher allerdings noch Stop in der Walster beim Hubertussee, um dort mit Elena die Enten zu füttern – ein netter Abschluss dieses angenehmen Tages, der vor allem dem “Flederwisch” Elena sicher in Erinnerung bleiben wird. Danke an Sonja und Hannes, dass sie so schön mitgemacht haben!

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