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Floriana klingt schon gut für uns, denn irgendwie lässt sich da Botanik heraushören! Aber der Name kommt von dem Architekten der 1634 (60 Jahre nach dem Bau Vallettas) errichteten Bastionen, und  Floriana ist heute das Stadtgebiet an der Wurzel der Halbinsel zwischen Marsamxett Harbour und Grand Harbour, auf der sich das Hauptstadtzentrum Valletta erstreckt.

AB Triton Fountain - der "Gigantenbrunnen" beim Hotel Phoenicia und dem Bus-Terminal

Wir kommen leider erst um die Mittagszeit per Bus in einer 3/4 Stunde  von Paceville zum zentralen Bus-Terminal und habe nicht besonders viel Zeit vor dem Nachmittagsprogramm.

Die Gemütlichkeit per Pferdekutsche ist nur scheinbar, denn daneben sausen Autos und Busse dicht gedrängt vorbei. Der immense Verkehr lässt sich auch an der riesigen Parkgarage erkennen, neben der das zum Gedenken an die 2000 im 2. Weltkrieg abgestürzten Piloten der RAF zwischen Palmen in den Himmel sticht.

Die Stadtseite gegen Valletta  haben wir schon am Vortag kennengelernt, daher wenden wir uns auf Floriana zu. Dort erstreckt sich eine riesige Freifläche zur Kirche St. Publius – gebaut um 1733 ist sie dem ersten legendären Bischof von Malta geweiht, der noch vom Apostel Paulus getauft worden sein soll. Sie musste nach den Bombenangriffen im 2. Weltkrieg wie der Stadtteil Floriana großteils neu aufgebaut werden.

Unsere Aufmerksamkeit weckt aber seitlich der Freifläche, die übrigens unterirdische Kornspeicher verdeckt, ein mit blühenden Büschen umgebenes und gerade teilweise renoviertes Gebäude.

AB Das Montgomery House und Bougainvillea, nicht mit den normal purpur gefärbten, sondern orangen Hochblättern, von welchen die eigentliche Blüte umschlossen wird.

Das derzeit teilweise im Umbau befindliche historische Gebäude diente einst der Verwaltung der Getreidevorräte Maltas und seit 1826 militärischen Zwecken. General Montgomery plante hier die Landung auf Sizilien, und vor der Konferenz von Jalta (mit Josef Stalin) trafen sich im Montgomery Haus Winston Churchill und Präsident Roosevelt. Die erste Bombe auf Malta am 4. Mai 1941 traf ausgerechnet dieses bedeutende Haus. Die Luftangriffe dauerten bis 1943 an und versetzten Malta in den Belagerungszustand, für dessen Überwindung die Malteser generell als Helden mit dem britischen Georgsorden ausgezeichnet wurden. An diesem Beispiel lässt sich die Bedeutung Maltas auch für die jüngere Geschichte erkennen…

Bescheiden hinter Sträuchern versteckt - das Montgomery House

Überraschend ist der freie Zugang mit dem prächtigen Innenhof, Anni fotografiert den Neptunbrunnen, beobachtet von Kameraüberwachung, aber sonst völlig unbeachtet – kein Wunder, denn seit 1982 ist nicht mehr das Militär hier zuständig sondern die “Middle Sea Insucurance” (ein alle möglichen Sparten abdeckendes Versicherungunternehmen).

Mehrere an den Hofmauern angebrachte Reliefs erinnern an britische Einheiten und ihre Kampfeinsätze

Von diesen kriegerischen Erinnerungen geht es weiter ins aktuelle Leben, gerade ist Mittag, und die Straßen unter den traditionellen Balkonen beleben sich für die Mittagspause.

AB Straßenbild in Floriana

Die Publius-Kirche ist verschlossen, und an einem finsteren Bauwerk – nach dem herausdringenden Lärm eine Schule, ganz nach uraltem Standard – vorbei kommen wir zu zwei auffallenden Bauwerken. Infotafeln der Stadtverwaltung Floriana beschreiben deren Bedeutung.

Die "Sarria Church" von 1676 und der "Wasserturm" von 1615 des Aquäduktes zur Versorgung der Stadt mit dem in Malta überauskostbaren Nass

In diesen Seitenstraßen merkt man nur wenig vom Lärm und Gedränge des total verstädterten Zentrums der Insel Malta, eher scheint es geruhsam und an der Vergangenheit orientiert zuzugehen. Ganz idyllisch wird es dann beim gleich anschließend besuchten Botanischen Garten, über den ich aber in einem eigenen Beitrag berichten möchte.

Maglio Gardens, eine langgestreckter Park zwischen den Straßen Mall und Sarria Street

Durch diese Anlage spazieren wir zurück Richtung Valletta, voraus taucht schon wieder das Phoenicia-Hotel auf, dem man seine Noblesse gar nicht ansieht (ich hätte es eher für einen riesigen Speicher gehalten). Im Mittelstreifen des Parks reihen sich die Denkmäler für historisch bedeutende Persönlichkeiten Maltas.

AB Keinerlei Respekt zeigen die Tauben vor den Größen der Geschichte...

Das Unabhängigkeitsdenkmal von 1964, zehn Jahre danach erfolgte die Ausrufung der Republik Malta, die seit 2004 Mitglied der Europäischen Union ist und seit 2008 den Euro eingeführt hat. Also hat sich in den letzten 50 Jahren viel aktuelle Geschichte in Malta ereignet…

… hat sich der ORF-Radio NÖ bestens ausgesucht für den Wanderschwerpunkt dieser Woche! Dazu meine persönlichen Hinweise für die Wandertipps:

Reisalpe

Wer in den Kolonnen vom zugestopften Parkplatz am Ebenwald über die Hinteralm hinaufwandert, ist selber Schuld… Auch bei weniger “Verkehr” ist ja die flache Forststraßenstrecke nicht ideal, und der schattig-feuchte Steilanstieg übers Reiterwieserl erst recht nicht! Vom Tal bis ganz hinauf zum Reisalpenhaus hingegen ist man (aber auch nur fast) ziemlich allein – Ausgangspunkt Innerhallbach, Aufstieg über Rumpelbauer und Brennalm.

Die sonnigen südlichen Gipfelwiesen mit ihrer prachtvollen Aussicht (wie bei der Tour von Innerhallbach) lassen sich aber auch leichter erreichen – von Innerfahrafeld kurz vor Hohenberg durch Auffahrt über etwas urige Forststraße im Dürrntal bis eine halbe Stunde unterhalb der Brennalm.

Karte aus meinem "Das große Wandererlebnis NÖ"

Der Schöpfl  ist am Wochenende sicher auch dicht “bevölkert”, auf jeden Fall gibt es bei der Einkehr im Schöpflschutzhaus ein arges Gedränge. Auf den Wegen “verlieren” sich die Wanderer, egal ob von der Klammhöhe her oder beim kürzeren, aber in der bunten Laubpracht umso hübscheren Aufstieg von St. Corona.

Kamptal – mein dritter Wandertipp im ORF NÖ (alle Vorschläge sind auch im Internet von “meiner” Reporterin Mag. Sofija Nasdasijevic schön präsentiert). Meine Lieblingswanderungen beliebig durch diese “kleine Wachau” stehen immer mit dem “Busserlzug” in Verbindung.

Ruine Schimmelsprung bei Gars am Kamp

Heuer wegen der vielen Touren in den Lilienfelder Voralpen und rund um den Ötscher ziemlich vernachlässigt, ist nächstes Jahr sicher wieder das Waldviertel dran! Denn für die übernächste NÖ Landesausstellung in Pöggstall gibt es sicher ein intensives Update für mein “Wandererlebnis Waldviertel & Wachau”…

Nett, aber nicht immer ungefährlich! Herbstzeitlosen und eine "bullige Horde".

… hat uns Sohn Hannes beschert, danke! Schon lange eingeladen und geplant, und jetzt ist diese (für uns eine) “Traumreise” Wirklichkeit geworden.

So stellt man sich diese kleine Insel Malta vor, schon näher an Afrika als an Europa und der kleinste, mit anderen auch der jüngste EU-Staat: blaues Meer, felsige und nur wenig begrünte Klippen, uralte Gemäuer (Blick auf die Tuffieha Bay im Nordwesten der Insel Malta). Jetzt im Herbst überwiegen nach mehreren Monaten Trockenheit (letzter starker Niederschlag im Mai – und vorletzten Sonntag am 5. Oktober) die fahlen Farben. Nur das glasklare Wasser dieser fantastischen Bucht leuchtet in Türkisfarbe, während sich am Himmel schon Gewitterwolken ballen – ab Oktober bis April soll es ja hier am meisten regnen.

Über Valetta - das dicht verstädterte Zentrum Maltas an der Nordküste, 80 km von Sizilien entfernt.

Abflug in Wien/Schwechat pünktlich um 10.35 Uhr am 1. Oktober, bald bleiben die Regenwolken unter bzw. hinter uns. Beim Überfliegen der Adria ist die dalmatinische Küste bei Zadar gut auszumachen, und nach dem Apennin mit vielleicht dem Gran Sasso folgt der Tiefblick auf Neapel, kurz vor dem Landeanflug Sizilien, und dann geht es zügig hinunter. Landung perfekt und fast verfrüht um 12.45 Uhr.

Nach über 1300 km (in 11000 m Höhe bei minus 58 Grad) spürt man schon während des Ausrollens beim Blick nach draußen – afrikanisch und heiß… Hannes holt uns ab und fährt gleich in das Stadtzentrum zwischen Valletta und Floriana. Nur ein paar Schritte sind es dann für einen ersten Rundgang zu den  Bastionen der Hauptstadt. Blick auf den Grand Harbour mit riesigen Kreuzfahrtschiffen, Erfrischung in den malerischen Upper Barrakka Gardens, eine Hauptstraße in das Häusergewirr hinein und noch viele andere Eindrücke (die Kamera liegt im Auto… aber dafür viel unmittelbarer erlebt und noch in Erinnerung). Was es hier alles zu besichtigen gäbe! Aber trotz relativ langem Aufenthalt bleibt uns für Valletta sonst keine Zeit mehr.

Uferpromenade bei Sliema mit Blick auf Paceville

Das Bild zeigt den Paceville-Tower neben dem Hotel Hilton, rechts außen das Casino – Nobelgegend neben dem Vergnügungsviertel St. Julian´s (sozusagen vor unserer Urlaubshaustür). Den Prachtbauten aus der Barockzeit steht das dichte Gedränge ineinander verschachtelter Häuser gegenüber. Die Straßen verlaufen in den Stadtgebieten, wie besonders in Valletta, schnurgerade über die Hügel hinweg, die alten Zentrem von hohen Bastionen umgeben, gegen das offene Meer zu mit massiven Kaimauern, in den vielfach eingeschnitten Buchten ankern unzählige Schiffchen und Boote in Straßenhöhe.

Verschnörkelte Kirchtürme und Kuppeln, hier über der Befestigungsmauer von Mdina, der alten Hauptstadt im südwestlichen Landesinneren.

Mehr noch als die Stadtgebiete interessiert uns die Natur – aber zunächst doch in der Stadt, im Botanischen Garten von Floriana – Argotti Botanic Gardens der Universität Malta.

Bald aber auch draußen im freien Land bei einer Tour zur Südküste auf den höchsten Gipfel der Insel, die Dingli Cliffs, kaum 260 m hoch, aber dafür mit unmittelbarem Absturz ins Meer.

AB Palmen am Steilabsturz ins Meer und das Festungstor der nahen Stadt Mdina

Nach dem stürmischen ersten Wochenende stellt sich blitzschnell wieder Traumwetter ein, und so geht es einmal zur berühmten Golden Bay – Wasser wie Luft um 25 Grad oder gefühlt wie weit darüber.

Auf der Hochfläche über diesem traumhaften Küstenabschnitt breiten sich, meist von Steinmauern schützend umschlossen, landwirtschaftliche Flächen aus. Statt Haselsträuchern wie bei uns zuhause wuchern hier die Riesenexemplare von Feigenkaktus, daneben Gemüse, das mit der beginnenden nicht so heißen und etwas feuchten Jahreszeit gerade angebaut wird.

AB Agrarisches Kulturland oberhalb der Golden und Tuffieha Bay

Dann ebenso von Anni fotografiert der Hafen von Marsaxlokk während einer “Hop On-Hop Off” Rundfahrt mit CitySightseeing Malta.

Bei dieser anstrengenden, mehrmals durch Aufenthalte unterbrochenen Rundfahrt im Stockbus mit freiem Panoramadeck sahen wir endlich auch die mythischen Steintempel aus den Urzeiten Maltas.

Hier Teil einer Außenmauer des Gigantija Tempels auf Gozo, im Hintergrund die Kuppeln der Kathedrale von Victoria (mit dem alten maltesichen Namen Rabat) und ein Blick durch das "Schlüsselloch" in die Steinzeit

Die kleine Nachbarinsel Gozo lernten wir bei einer Rundfahrt mit Hannes kennen, unter den vier besuchten Strandorten besonders eindrucksvoll die Gegend der Dwajra Bay mit dem bizarren Felsfenster des Azure Window.

Nach jedem langen Tag satt von großartigen oder malerischen Eindrück und echt “geschafft” …

Hier stehen wir ja noch förmlich stramm an der St. Pauls Bay, frisch gestärkt nach der Einkehr auf der Terrasse des ganz neuen und eindrucksvollen Meeres-Aquariums. Aber jeden Tag waren wir auch froh, uns aus dem Lärm und Verkehrstrubel, auch nach den langen und bisweilen nicht unkomplizierten Autobusfahrten wieder in die komfortable “Oase” zurückziehen zu können, wo Hannes während seiner Berufszeit in Malta wohnt und wir zu Gast waren.

Nach Aufstieg von der Parkstelle nahe dem Lahnsattler Friedhof zur Passhöhe geht es um den Kriegskogel herum zur Almstraße – der Nebel umhüllt uns völlig dicht (Fotos von Anni).

Doch plötzlich dringt die Sonne durch´s Gebräu und lässt alles, was mit Tautropfen besetzt ist, ganz unwirklich aufleuchten!

BB Spinnennetz wie ein Perlenvorhang und erste freie Blicke

Der Wind, der anfangs die Nebelschwaden vom Mürztal heraufgetrieben hat, weht jetzt endlich den blitzblankblauen Himmel endgültig frei!

AB Das markante Halter-Gesicht genießt offenbar wie wir die Sonne, und auf der Hüttenbank wird es ganz gemütlich!

Zwar würde jetzt auch der Weiterweg zur Wildalm angebracht sein, aber uns locken andere Reviere – hinab in die Wälder, wo es eigentlich noch Pilze geben sollte…

BB Vom Ausblick ins Gebiet der Schneealpe hinab in den Lahnsattler Wald

 

Dort erstrecken sich entlang einer geotektonischen Zone (Puchberg-Mariazeller-Linie) am Übergang von den voralpinen Deckensystemen zu den Hochalpen ausgedehnte Werfener Schiefer. Ich merke das deshalb so genau an, weil wir eigentlich in den Kalkalpen eher nach der geologischen Karte auf Schwammerljagd gehen. Wie innerhalb der Voralpen die Lunzer Schichten sind hier die Werfener Schiefer der “Leithorizont” für Erfolgsaussichten!

BB Da steht schon ein "Herr Pilz", aber es bleibt der einzige frische Jüngling, denn schon der nächste ältere Herr versteckt sich fast schon, und dann gibt es einzelne überständige Riesen und die hübschen Rauschvermittler...

Aber zum Glück ist uns die Beute sicher – nämlich reines Pilzgold, massenhafte Pfifferlinge (wie man zu diesem Namen für die für sich sprechenden “Eierschwammerl” kommt, ist so rätselhaft wie manche Eintragungen in den Spezialkarten…). Zum Schluss landen wir wieder am Südfuß des Göllers, und damit ist auch die kurze “Heimatzeit” zwischen der Reise nach Dalmatien und dem Abflug nach Malta fast schon vorbei!

AB Morgen am Lahnsattel

Es war bereits am letzten Septembersonntag – eigentlicher Plan: auf den Hochwechsel zu den letzten Heidel- und Preiselbeeren. Aber dann war diese Fahrt doch zu weit, vielleicht hochreichender Nebel von der Oststeiermark her, und was es sonst noch an Argumenten gibt… Jedenfalls als näher liegendes Ziel die Wildalpe.

Außerdem ist dort eine “Schwammerlgegend” – wie andernorts auch aus der geologischen Karte ausgetüftelt (Werfener Schichten) und schon mehrfach erfolgreich ausprobiert! Der aus dem Mürztal heraufwehende Nebel gab uns recht, zum Glück nicht zu weit gefahren… Parkplatz (wie meistens dort) beim Lahngraben und auf dem Zellerweg hinauf zur Passhöhe – alles sehr ruhig, denn Almabtrieb ist bereits erfolgt. Dann auf dem Almweg um den Kriegskogel herum zur von Terz heraufkommenden Forststraße.

“Des Intanett wüll heit gor net(t)! Deshalb höre ich jetzt auf und mache hoffentlich bald weiter…

Die Fortsetzung folgt erst jetzt vom Home-PC aus, denn es mag zwar nicht an den Internetverbindungen gelegen sein, sondern eher am Tablet-PC, was mir das Bloggen beeinträchtigt hat… außerdem: Wie kann man in Malta an den Lahnsattel denken?! (nicht einmal ich…).

Irene & Astrid & BB & Veronik

Wenn innerhalb von einem Monat gleich vier aus der Familie Geburtstag haben, schickt es sich, gleich gemeinsam zu feiern! Unser Treffpunkt war die Almhütte auf dem Himmel bei Lehenrotte. Dort hat uns der Halter (zugleich Musikprofessor u. a.) köstlich bewirtet – Spezialitäten aus Kärnten (Ritschert und Kasnudeln, schön gerändelt!), alles Gute vom Jäger (Würstl, Wildragout), dazu noch Dirndlsaft und / oder ein hübscher Grauburgunder aus dem unteren Kamptal.

Himmelalm am 20. September 2014

Insgesamt waren wir 8 Erwachsene und 5 Kinder, ein ganz schöner Familienhaufen inklusive Erika und Josef. Schönes Wetter hatte wir leider nicht mitgebracht, also fiel eine längere Wanderung dem Nieseln zum Opfer (immerhin hat es nicht so geschüttet wie am Morgen noch).

Ein entschieden herbstlicher Tag, aber für uns alle recht genussvoll und lustig. Anni hat mit den Kindern und dem gehsüchtigeren Rest der Mannschaft sogar das Gipfelkreuz besucht, bevor es wieder nach Lilienfeld ging. Dort wartete bereits die Geburtstagstorte auf Veronika und wurde fast ratzeputz weggeputzt!

Ich als einziger (gerade noch) Löwe wünsche den drei Jungfraugeborenen noch einmal alles Gute!

Die ServusTV-Sendung über den Ötscher mit meinen kurzen Einschaltungen als “Volkskundiger und Autor” hat so richtig wieder auf unsere engere Bergheimat eingestimmt!

Am Mittwoch, 17. September, eine Runde über den Trefflingfall

Allein unterwegs, aber von einem freundlichen Wanderer fotografiert! Von der Panoramastraße in der Brandgegend bin ich über den Sulzbichl ins Trefflingtal marschiert. Der Abstieg über den Trefflingfall war atemberaubend – so viel Wasser!

Eine Spur von Regenbogen im Gesprühe des Trefflingfalls!

Die Fotoauswahl wäre sehr umfangreich – ich habe halt das “Suchbild” mit dem Regenbogen in der Gischt genommen. Anschließend durch die Toreckklamm flussaufwärts in den Vorderen Tormäuern weiter bis zum Kirchensteg und wieder hinauf zur Panoramastraße.

Vor der Toreckklamm - wäre wirklich schade, wenn hier wie vor 1970 geplant eine Staumauer stünde...

Für den Lassingfall reichte an diesem Tag meine Energie nicht mehr. Aber heute (Samstag, 20.9.) war eine Tour mit den Enkeln Jakob und Felix dran – nicht wie vorgesehen auf die Gemeindealpe. Denn das ergäbe zu wenig Gehzeit, also Start von Wienerbruck aus – das Ötscher-Camp für die nächstjährige Landesausstellung voll im Bau und echt hunderte von parkenden Autos…

Lassingfall und Ötschergräben sind anscheinend momentan die überlaufenste Modetour!

Beim Lassingfall gibt es jedenfalls mehr Touristen als Wassertropfen (sicherlich übertrieben…). Aber auf den Steigen herrscht ein Gedränge! Wir stiegen gemeinsam (wieder mit vielen, aber nicht so attraktiven Bildern wie beim Trefflingfall) nach Stierwaschboden ab. Eine nette Familiengruppe erlaubte mir ein Foto zum Thema “Kinderwandern” – besten Dank!

Zwar hatten wir selber zwei Burschen mit, aber die gefallen sich im Wetteifer, wer beim Fotografieren am dümmsten dreinschauen kann…

Hintere Tormäuer

Beim Kraftwerk trennten wir uns – Anni marschierte mit Jakob und Felix durch die Hinteren Tormäuer weiter. Dort geht es ganz ruhig zu, und die Szenerie ist auch ganz hochalpin, allerdings mit weniger Wasser als in den Ötschergräben. Ich stieg inzwischen wieder über den Lassingfall nach Wienerbruck auf, fuhr mit dem Auto nach Erlaufboden und kam mit dem “Saftladen” im Rucksack den Wanderern entgegen. Insgesamt drei Stunden unterwegs und bis nachmittag spätsommerlich warmes Schönwetter!

Persönliche Anmerkung: Wegen starker “Arbeitsüberhäufung” dauert es mit meinen Berichten etwas länger, denn Termine für den Ötscher drängen. Aber ich freue mich schon selber am meisten auf die Bearbeitung des Dalmatienurlaubes, werde kurz gefasst damit (noch vor dem ausführlichen Blog) ins facebook einsteigen.

Link: facebook “Bernhard Baumgartner” (Kral-Verlag / Autor … sonst kommen die Dutzenden Namensgleich…) oder Bilderalben auch in facebook “Wandertipp bernhard baumgartner”

Übrigens danke für die erfreulichen Rückmeldungen zur Sendung über den Ötscher im ServusTV! Heute in Annaberg beim Meyer zu Mittag gegessen, und dort hat man voll gestern servusferngesehen… Mein Auftritt in Annaberg nach 53 Jahren, als ich dort als Junglehrer in die Volksschule einzog!

Bevor ich mit meinen neuen Berichten beginne, ein wichtiger Hinweis:

Freitag, 19. September 2014, 20.15 Uhr im Servus TV

BERGWELTEN

Ötscher – Majestät im Osten

Ich war als “Volkskundler und Autor” auch bei den Aufnahmen dabei, selber schon sehr gespannt…

Link: www.servustv.com

Der langgestreckte Bergzug vom Türnitzer Höger bis zum St. Aegyder Traisenberg ist für mich der “Traisentaler Mitterkamm”, und als solcher bietet er eine der lohnendsten Überschreitungen in der “Lilienfelder Waldmark” (noch eine treffende Bezeichnung für die Voralpen im Traisen- und Gölsengebiet – Gutensteiner Alpen ist ja wirklich bei den Haaren herbeigezogen).

Am liebsten ist uns als leichte Wanderung der Wancurasteig von St. Aegyd zur Zdarskyhütte, die hier sogar einen Hüterhund hat! Noch besser ist die Tour als Runde über den Traisenbergsattel, egal in welcher Richtung. Aus dem Tal der Unrechten Traisen hat die Gipfelsammlung über den ganzen Mitterkamm hinweg  den (leichten) Nachteil, dass Start und Ziel nicht dasselbe sind, also eine Busfahrt nötig ist. Von Türnitz her hingegen lässt sich eine perfekte Runde ziehen, wenn man mit dem Auto in die Traisenbachrotte zufährt.

Für die “Monsterrunde” (aus meiner heutigen Sicht) bleibt man dazu bei der Kreuzung vor dem Ebnerhof stehen und landet nach Zdarskyhütte, Gschwendthütte und Türnitzer Hütte ebenfalls wieder dort. Ehrlich gestanden, das ist uns zu anstrengend – also halbieren wir die Runde und fahren noch ein Stück weiter bis zur Kreuzung nach dem Waldsteighof (wie de Hof In der Klaus ein Landsitz und längst kein Bauernhof mehr). Dort steht dieses interessante Rote Kreuz mit der Jahreszahl 1835 – ein Hinweis darauf, dass früher hier ein wichtiger Übergang zwischen Türnitz und St. Aegyd bestand, noch aus der Zeit vor dem Eisenbahnbau übrigens (immerhin fährt heute noch ein Bus, seit die Bahn in Schrambach endet).

Hier steht schon das nächste Kreuz, noch dazu ein ganz neues, schon weit oben im Wallersbachgraben. Durch diesen ist übrigens auch eine Hochspannungsleitung gezogen worden! Schon längst geplant, ist letzten Sonntag (24. August) endlich der Termin für diese Tour reif geworden. Allerdings ziehen dichte Wolken dahin, verraten den stürmischen Wind auf den Bergen, aber immerhin soll es nachmittags auflockern, und trocken ist es zum Glück die ganze Zeit geblieben.

Wir marschieren auf der Forststraße in den Wallersbachgraben hinein, und weiter oben stellt sich heraus, dass die Markierung in der ÖK (wieder einmal, oder nur in meiner Version der AMAP) nicht stimmt. Denn der obere Graben wird auf einem alten Karrenweg begangen, und von der Jagdhütte geht die (ausgezeichnete) Markierung Richtung Zdarskyhütte nicht über den Traisenbergsattel, sondern direkt gegen die Glinzenmauer hinauf. Wir sind froh, dieses Stück bergauf nehmen zu können, denn talwärts wäre der erdige und verwurzelte Steig noch unangenehmer.

Der Bergwald unter der Glinzenmauer ist voll urig und noch dazu voll Schwammerl! Eine solche Fülle haben wir schon lange nicht gesehen, aber leider nicht von Herrenpilzen und Pfifferlingen (um die Wortwiederholung zu vermeiden…). Sogar die “Bärentatzen” wachsen in Hexenkreisen…

Nur einmal begegnen wir anderen Wanderern, die sich wundern, dass da wer aus der Traisenbachrotte heraufkommt. Aber der Weg ist (wie schon angemerkt) bestens markiert, und eine Tafel mit “Barbaras Stecka Reith” verrät einige Beliebtheit – aber wahrscheinlich vom Traisenbergsattel und aus der Unrechttraisen her.

Oben auf der Bürgeralm bläst der Wind schon recht heftig, und er steigert sich sogar noch samt der immer niedrigeren Temperatur, dass wir richtig angetrieben werden. Einkehr ist diesmal nicht vorgesehen, wir gehen gleich weiter Richtung Gschwendt und Paulmauer. Aber – auf der Starkhöhe, wo der Kamm verflacht, steht abseits im Fichtenforst der einzige Herrenpilz des Tages! Wir nützen die Gelegenheit zum Verlassen der Markierung und gehen gleich links haltend weiter. Der Almweg vermittelt nämlich die Verbindung zu unserem Abstieg auf der “halben Monstertour”.

Vier Haxn vorne? Nein, es ist natürlich die Mutterkuh mit zwei Kälbern - die Rinder sind hier schon eher von Wanderern beunruhigt (obwohl wir keinen Hund dabei haben) als vorne auf der mehr begangenen Bürgeralm.

Jetzt weiß ich endlich wieder, wo ich vor einigen Jahren die schönen Ausblicke zum Tirolerkogel und zum Eisenstein fotografiert habe! Leider ist das Wetter nicht optimal, aber sogar bei diesen Verhältnissen wirken die hohen Wollkopf-Kratzdisteln und der Eisenhut recht imposant. Dazu blüht überall ganz herrlich der Schwalbenwurz-Enzian – es ist wahrlich schon Herbst geworden…

Hier kommen wir schon zum Höllboden, der Wiesenmulde vor der Paulmauer und der Grabenalm. Normalerweise hätten wir die Felskanzel der Paulmauer noch mitgenommen, aber bei dem Sturm – inzwischen setze sogar ich mein Wanderkappel mit dem Schirm nach hinten auf!

Mein Trick für die “halbe Monstertour” ist der Abstieg auf der Forststraße durch den Brunstgraben. Irgendwann vor langer, langer Zeit waren wir hier schon unterwegs, aber die Erinnerung daran ist längst verblasst – jetzt weiß ich, wie sich für Anni und mich 6,5 km Forststraße bergab mit 600 m Höhenunterschied anfühlen…

Von der Kehre am Brunstriegel an ergibt sich ein prächtiger Blick (mit ein wenig Sonne) auf die steilen Waldhänge der Höllmauer und einmal sogar auf den Göller mit seiner Wolkenhaube. Die Felsstufen der Höllmauer reichen mit ihren Schuttrinnen bis an die weithin unterhalb querende Straße herab – ein bequemes Gehen in wilder Landschaft, wenn gerade nicht ein paar Steine herabkollern…

Diese Forststraße gibt es schon sehr lange, eigentlich ist es auch die Zufahrt für die Alm am Höllboden. In meinem Führer “Die Voralpen an Traisen und Gölsen” von 1976 habe ich sie nämlich schon erwähnt. Ausblicke gibt es immer wieder einmal, vor allem auch endlich auf die gegenläufige Kehre weit unten! Und im Geröll oberhalb der Böschung stehen prächtige Hirschzungen-Farne, ein Hinweis auf den Extremstandort dieses Steilhanges (sonst eher in den Schluchten zu finden).

Die Streifen an der Blattunterseite sind die Sporenträger.

Jetzt sind wir schon weit mehr als drei Stunden fleißig unterwegs, und außer ein paar Schlucken aus der Flasche hat es noch nichts zur Stärkung gegeben. Bei der Kehre packen wir dann unser einziges Packerl Schnitten aus, und schon kommt uns der Hochwald wieder ganz romantisch vor und das Gehen funktioniert wieder lockerer…

Rückblick zur von hier aus waldigen Paulmauer und die Felsen der Höllmauer. Nach der nächsten Kehre, wo der Graben schon das Wasser der Türnitzer Traisen führt (diese wurzelt oben in der Höllbodenmulde, sichtbar nur als Viehtränke!), ziehen weitere Windungen hinab in den Brunstgraben. Die Szenerie ist wirklich romantisch, Felsstufen und alte Baumriesen, das ausgewaschene Bachbett, Dolomitrasen mit im Frühsommer sicherlich reichem Blumenflor.

Altholz mit Baumschwämmen und Moospolstern, hier modert so mancher Stamm vor sich hin und wird nicht gleich “entsorgt” – auf Buchenholz halte ich immer nach dem blauen Alpenbock Ausschau, aber es ist wohl nicht die richtige Zeit für diesen selten Käfer, um einen Spaziergang zu unternehmen….

Nun reicht die Gehzeit schon längst über vier Stunden hinaus – endlich wird der Talboden flach, und die Wiesen beim Klaushof kommen in Sicht. Der Besitzer stellt sich auf Tafeln als Stützpunkt der Berg- und Naturwacht vor, hat alles schön renoviert und mit NÖ-geförderten Obstbaumreihen bepflanzt (wir konnten ein Schild mit Klarapfel entziffern).

Nach etwas weniger als fünf Stunden landen wir wieder bei unserem Auto am Ausgangspunkt – unbehelligt! Ich bin diesmal ganz locker, weil ich von einem “jagerischen” Studienkollegen weiß, dass wir hier beim Roten Kreuz auf öffentlichem Gut geparkt haben und gefahren sind. Was dann die Fahrverbotstafeln bei der Abzweigung Ebnerhof (ist ja ein Bauernhof-Pension) sollen, ist mir nicht ganz klar – oder doch? Von Seiten der Gemeinde sollte man da nicht so nachlässig mit solchen Gewohnheiten umgehen, denn eine öffentlicher Weg ist nur allzu bald privatisiert und mit ein paar Caterpillarschüben in eine Forststraße zu verwandeln… Hier das letzte Bild dieser eindrucksvollen Tour:

Durch die Medienberichte waren wir schon neugierig geworden, wie das neue Terzerhaus auf der Gemeindealpe  und sein “Rundherum” nun ausschaut! Besonders Werner drängte es zur Besichtigung, denn er soll ja alle Neuigkeiten für die (endlich kommende) Neuauflage seines Ötscherbuches zusammenstellen.

IchBB, Wolfgang Wald (Santiagopilger) und Werner Tippelt (mein Partner von den jugendlichen Klettereien bis zu den gemeinsamen Büchern) - insgesamt sieht man hier 216 Jahre versammelt, Geburtstage demnächst!

Die Mann- samt Frauschaft für dieses Unternehmen war schnell beisammen, und bereits den ersten möglichen Termin am Samstag, 9. August, haben wir uns nicht entgehen lassen, noch dazu bei dem herrlichen Wetter. Besonderes Zuckerl – ich konnte unser Auto am Zellerrain abstellen und wurde von Werner nach Mitterbach mitgenommen, ideal für die sommerliche kleine Höhentour!

Hier sind wir schon nach Sessellift-Auffahrt auf der oberen, freien Terrasse des neuen Terzerhauses, gesehen im Rundum-Panorama (360 Grad, mit der Coolpix 510 kein Problem, ganz einfach zu handhaben). Aussicht wie Wetterverhältnisse traumhaft!

Panorama in unserer anschließenden Wanderrichtung gegen Felswies und Ötscher

Neben einem Vormittagskaffee mit wirklich g´schmackiger Mehlspeis gab es eine Hausbesichtigung und ein nettes Gespräch mit dem "neualten" Hüttenwirt Thomas Wallner

Ein Blick über die Terrasse, neben dem neuen Terzerhaus ein toller Kinderbergsteiger-Spielplatz und neu angelegte Spazierwege für Liftbesucher

Werner schon wieder in Termingedränge, aber wir (Anni, Helga und Wolfgang Wald) drängten uns schon zum Wandern – Bergabwandern von der Gemeindealpe geht ideal, hinüber zum Eisernen Herrgott und hinab zum Erlaufsee und zurück nach Mitterbach. Mir kommt diese Runde über Feldwies bzw. Breimauer und über den Zellerrain noch schöner vor – für uns Schlaue ganz “suprig”, weil wir vom Gasthaus am Zellerrain nicht noch bis Mitterbach gehen mussten, sondern dort nach der Einkehr schon unser Auto bereit stand!

Vom Gipfelrand geht es gleich südwestlich auf einem Serpentinensteig hinab zu dem im Bild sichtbaren wunderschönen Rasenkamm (Blick gegen Gesäuse, Hochkar und Dürrenstein).

AB Unser Grüppchen am Wiesenkamm Richtung Eiserner Herrgott, beherrschender Gipfel - der Dürrenstein

Die sonst hier üppige Bergblumenpracht ist schon etwas abgeblüht, allerdings sahen wir später (auf der Hechtbauerwiese oben) den herrlichsten Pannonischen Enzian. Hier waren vor allem die bizarren Wollkopf-Kratzdisteln reizvoll, ihre Höhe soll die Schneehöhe im nächsten Winter voraussagen… Übrigens fand mein bergsteigerischer Nachbar Wolfram Täuber auf diesem Kamm eine Stelle mit Frühlingkrokus (nächst gelegener Höhenstandort vor der Feldwiesalm) – ein Anreiz für eine Frühjahrstour im nächsten Jahr!

AB Wollkopf-Kratzdisteln

Für den Ausblick vom Eisernen Herrgott, der Anhöhe mit Kreuz neben der Almhütte “Auf der Brach”, der nach kurzer Gegensteigung auf schmälerem Grat erreicht wird, greife ich wieder zu einem Panorama und zu den “almerischen” Hauptdarstellern!

Panorama mit Ötscher und Gemeindealpe, dazwischen Ausblick über den "Ötscherkessel" mit den Ötschergräben zum Puchenstubner Hochland mit der Brandmauer

Das "ötscherische" Dreimäderlhaus und der traumhafte Blick von der Almhütte am Eisernen Herrgott (neuerdings Auf der Brach)

Jetzt um die Mittagszeit war es immer noch sehr schön, freundliche bis etwas imposantere Haufenwolken, Gewitterstimmung nur über dem fernen Gesäuse.

Eigentlich wäre jetzt die beste Route westwärts von der Brach zur Breimauer gewesen, eventuell bis zur Feldwiesalm, oder besser gleich von der Breimauer südlich zum Almsattel und dann auf der blauen Markierung zum Brunnstein-Sattel. So hätten wir den Marsch auf der Forststraße vermeiden können (sogar bei Abstieg zum Erlaufsee ist diese Runde möglich uns sehr empfehlenswert, allerdings über die Breimauer nicht markiert).

So marschierten wir halt gemütlich über die Forststraße bis zur Abzweigung des Erlaufsee-Abstieges und gleich danach rechts an der Tränklacke vorbei über den Brunnstein-Sattel zum Waldeinstieg des Zellerrainweges. Wenn man diesen nicht kennt, sollte genau geschaut werden, denn nur der schmale, aber durch Wegpfeile gekennzeichnete Waldsteig vermittelt den richtigen Abstieg zur Hechtbauernwiese. Übrigens kommt hier auch der hübsche markierte Steig von der Feldwies herüber. Nach der Waldquerung folgt jedenfalls der Traumblick über die (nicht gemähte und daher etwas verwildert wirkende) Wiese mit dem “Hechtbauer”, so im Volksmund und richtiger “Höchbauer”, bis vor etwa 50 Jahren als höchst gelegener Bauernhof der Gegend bewirtschaftet. Interessant daneben eine quadratische Steinschlichtung inmitten der Wiese – vielleicht eine ehemaliger Hausgarten?

Lugauer - das "steirische Matterhorn - und die Hochtorgruppe mit dem Admonter Reichenstein und dem Tamischbachturm

Inzwischen schien es immer gewittriger zu werden, aber während unserer Einkehr am Zellerrain (gut gegessen und getrunken und genachspeist…) kaum wieder die Sonne mehr hervor! Beim Abstieg fanden wir entlang der Forststraße noch die Blätter vom natürlich längst everblühten Frauenschuh. Derzeit ist die auffälligste Orchidee in mehreren Varianten die Ständelwurz, und den schönen Falter hat Wolfgang dann als Kaisermantel bestimmt. Er hat sich wohl ebenso kaiserlich gefühlt auf der Bertramblüte wie wir bei dieser Genusswanderung!

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