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Haute Route NÖ Erfahrungsbericht 5: Gastbeitrag von Eveline Urban “Von Vorderötscher nach Gösing”

17. Oktober 2009 von Bernhard Baumgartner

Leider kommt Eveline diesmal schon an ihr Ziel (wenn auch mit einer “Fleißaufgabe”) – die erste Hälfte der Haute Route NÖ ist geschafft! Je weiter der Bericht fortgeschritten ist, nein eigentlich schon vom 2. Tag an, wurde es immer spannender und intensiver. Für mich, der ich diese Gegenden wirklich gut kenne (wenn auch nicht aus den letzten Tagen, weil ich nach meinen jahrelangen “Forschungen” für die Wanderbücher auch wieder anderswo unterwegs sein will), waren viele Beobachtungen und Gedanken dazu überaus treffend.

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Gastartikel von Eveline Urban “Letzte Etappe von Vorderötscher nach Gösing”

5. Tag: Vorderötscher – Gösing (= Anbindung an Öffis) Ausklang 

Angenehme Überraschung im Schutzhaus Vorderötscher: Ein „Thermofrühstück” ist möglich, auch wenn die Wirtsleute noch schlafen! Somit Aufbruch um 07.00 im strömenden Regen.

Gehe auf Forststraße zum Gut Hagen (und somit zur Option Erlaufklause – ÖBB) zurück. 10 Minuten vor Gut Hagen hört es zu regnen auf. Der Raue Kamm gibt sich ab und zu zu erkennen. Eine weidende Gemsenherde. Also: Ötscherhias (08.55) – ein heißer Tee -, und dann (09.40) Hintere Tormäuer – Stierwaschboden (10.35): hier mündet der Ötscherbach in die Erlauf – ein historisches Kraftwerk in Schönbrunnergelb. 

Hintere Tormäuer: das reine Kino! Alle 20 m nimmt der Weg eine andere Richtungs, sodass sich ständig die Kulissen verschieben. Die Wände sind so steil, dass alles zusammen gar nicht auf die Fotos draufgeht. Man kommt mit dem Schauen nicht nach ! Die Anstrengungen des Wegebaus und der Wegeerhaltung sind ehrfurchtgebietend (Im Juli war der Weg hier ja wegen Erdrutschen gesperrt). Erlaufboden (12.00). Eine Kassa für den Naturpark-Obolus (2 Euro).  

Wo aber hält sich der Ötscherbär auf? Der ganze Berg ist doch überzogen mit markierten Wegen! – und wo keine Wege sind, könnte auch ein Bär nicht gehen, so steil und rutschig (schotterig) ist es. Das letzte Stück vom Naturpark-Ende bis nach Gösing (1 Std.) ist gut markiert und relativ steil, was den Wanderer den recht langweiligen Wald vergessen lässt.

13.10: Ich komme am unteren Ende einer kurparkähnlichen Hotelanlage heraus, heute menschenleer, da noch regennass. Gösing besteht (fast) nur aus zwei Hotels – Panhans-Atmosphäre – und einem (noch mit lebenden ÖBB-Bediensteten besetzten) Bahnhof. Ein Abschlusskaffee auf der Terrasse des „Hotel Gösing” zusammen mit Herrn Ötscher, über den noch ein paar Wolkenfetzen hinwegziehen.

Ich verstehe, warum die Touareg ihre Berge wie Figuren in einem Theaterstück betrachten; sie reden miteinander, kämpfen, verlieben sich (hier geht meine Phantasie mit mir durch – so gut kenne ich die Touareg auch wieder nicht); beim Anblick des Ötscher, meine ich, fängt er gleich zu reden an. 

Der Zug „Ötscherbär” (eine renovierte Zugsgarnitur aus den 50er Jahren) führt über eine zuerst atemberaubende Mariazellerbahn-Strecke in die immer langweiliger werdende Ebene hinunter, wo die üblichen Mühen warten.

Eveline, danke dass Du den Bericht über Deine Begehung zur Verfügung gestellt und mir für den Blog anvertraut hast. Ich habe nur einen Wunsch, dass Du Dich mit Deinen interessanten Touren auch direkt in den Blog einbringst. Wenn auch die Kommentare nicht dicht gesät sind (das wird Dir bei meinen eigenen Touren auch meistens auffallen), werden sicher viele Blogleser meiner Meinung sein! Ich stehe Dir aber sehr gerne wie bei diesem Haute Route NÖ-Bericht zur Verfügung und hoffe, dass Du auch mit mir zufrieden warst. BB (ein paar Schönwetterbilder sollen den Appetit auf die Fortsetzung der Tour wecken…)

Geschrieben in Aktuelles & Persönliches, Am Wasser, Annaberg Niederösterreich, Bildergalerie, Gaming & Lackenhof, Haute Route NÖ, Mariazeller Bergland, Mitterbach Gemeindealpe, Mostviertel, Puchenstuben, Wanderurlaube, Weitwanderungen, wandern & bergsteigen, Ötscherland | 2 Kommentare

2 Reaktionen zu “Haute Route NÖ Erfahrungsbericht 5: Gastbeitrag von Eveline Urban “Von Vorderötscher nach Gösing””

  1. am 17 Okt 2009 um 11:531JonnyNo Gravatar

    Eine herrliche Tour und wir haben alle Etappen mit Begeisterung verfolgt. Bis jetzt haben wir persönlich keine Mehrtagestour gemacht. Bei schönem Wetter wäre die Tour sicher traumhaft. Ich persönlich mag den Regen nicht besonders, alles andere geht.

    LG aus Zwettl D&J

  2. am 17 Okt 2009 um 13:012EliNo Gravatar

    Hochachtung für die Touren und die Berichte auch hier noch mal von meiner Seite! Für mich absolut Off Limit! Umsomehr sind diese Berichte sehr interessant!

  • Kurzvorstellung

      Bernhard Baumgartner, "Wanderer aus Leidenschaft", Buchautor & Wanderexperte & Bildarchiv Natur und Kultur, Mitarbeiter von Land der Berge, AK NÖ, Naturfreund, Granatapfel ORF Radio NÖ Wanderexperte
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