Archives for Besonderheiten category

Wohin zum Wochenende ? – Bericht von unserer gestrigen Familienwanderung am tut gut-Wanderweg in Bad Pirawarth im Weinviertel

Verfasst am 03. Nov 2008 von Andreas unter Bad Pirawarth, Kinderwagenwanderung, Kinderwanderungen, Tut-gut Wanderwege, Wanderwege, Weinviertel, wandern & bergsteigen | 13 Kommentare

Wohin zum Wochenende ? – Diese Frage habe ich mir schon oft gestellt. Aber daß uns die Antwort auf diese Frage am gestrigen Sonntag nach Bad Pirawarth im Weinviertel führen würde hat zwei besondere Gründe.

Mein Lieblingsfoto - einfach genial !

Mein Lieblingsfoto - einfach genial !

Erstens gehört Bad Pirawarth zu den wenigen Niederösterreichischen Gemeinden die bisher  Familienwanderwege im Rahmen der “gesünder leben in Niederösterreich”-Initiative ins Leben gerufen haben und zweitens wollte ich unbedingt das obere Weinviertel besuchen weil mir die Gegend sehr gut gefällt und ich bisher noch keine einzige Wanderung aus diesem Teil Niederösterreichs in meinem Blog vorgestellt habe. 


_

Gegen 09:30 fuhren wie in Maria Lanzendorf los und trafen nach einem kleinen Umweg über Gaweinstal (Besuch der Cafe/Konditorei Tittel) beim Rehabilitationszentrum in Bad Pirawarth ein.

Der hartnäckige Hochnebel, die feuchte Luft und die Krankenhausathmosphäre, die dieser Ausgangspunkt unserer Wanderung verbreitete (wir sahen viele Patienten mit ihren Besuchern spazieren gehen), waren mir anfangs etwas unangenehm. Noch bevor wir die ersten Meter zurückgelegt hatten kamen wir unmittelbar bei der Klinik zu einem tollen Spielplatz, den unsere beiden Kinder (Bernie 4 1/2 Jahre und Lokie 2 Jahre) sofort erobern wollten.

Nach der langen Autofahrt, eine Schaumrolle im Bauch war mir mehr nach Wandern und nicht nach Auf-dem-Spielplatz-Stehen zumute. Zum Glück hatte ich meine neue Nikon D90 dabei und konnte mir so wenigstens mit ein bißchen Fotografieren die Zeit vertreiben.

Im Schneckentempo ging es dann durch einen Park und über eine Brücke, bis der Weg dann endlich einen steilen Waldweg hinauf führte. Ab diesem Zeitpunkt wurden die Kinder ruhiger und meine Stimmung hob sich zusehends, auch die Reha-Athmosphäre war plötzlich wie weg geblasen.

Der Weg führte an einigen Bankerln und Aussichtspunkten vorbei den Hang hinauf ( wir gingen die etwas längere Route 2 ). Besonders schön fand ich die Sträucher am Weg – Schlehen, Berberitzen, Hagebutten und Pfarrerkäppchen habe ich noch im Gedächtnis. Einmal gab´s ein paar Stufen, die wir den Kinderwagen hinauftragen mußten, aber ansonsten war der Weg super gepflegt und leicht zu begehen.

Nach dem Aufstieg kamen wir auf der Hügelkuppe zu einigen Äckern und Weingärten… – Ab diesem Zeitpunkt sagen Bilder mehr als tausend Worte !

Auch als Kinderwagenwanderung kann ich den Rundweg sehr empfehlen. Ganz bestimmt ist er auch im Frühjahr, wenn all die Sträucher blühen wunderschön. Und die Sanatoriums-Stimmung kam ganz bestimmt nur vom Hochnebel.

Für die gesamte Wanderung benötigten wir etwa 3 Stunden, ganz bestimmt ist diese aber auch leicht in 1 1/2 bis 2 Stunden begehbar. Mit unseren kleinen Kindern sind wir einfach noch sehr langsam unterwegs.

Da in der Kellergasse auf der anderen Ortsseite von Bad Pirawarth kein Heuriger offen hatte, fuhren wir nach Abschluß der Wanderung auf der Rückfahrt einen kleinen Umweg über Mannsdorf an der Donau, wo wir beim recht urig-wilden Gasthaus Juranitsch einkehrten (welches wir zuvor noch nicht gekannt hatten).

( Hier geht´s zu meinen bisherigen tut gut-Wanderungen. Mehr über die tut gut-Wanderwege erfährst du auf www.tutgut.at und findest dort unter anderem auch die Routenbeschreibungen zum Download. )

Herbstspaziergang durch den Botanischen Garten der Universität Wien

Verfasst am 31. Okt 2008 von Andreas unter Besonderheiten, Botanik, Botanischer Garten Wien, Lokationen (Orte, Berge,...), Wien | 2 Kommentare

Der Botanische Garten der Universität Wien, schon lange war ich nicht mehr da. 

Als Astrid und ich uns Anfang 2001 kennenlernten war bereits mein damaliger Job in St. Pölten gekündigt und die Übersiedlung nach Wien geplant. Ende Februar 2001 zogen wir dann gemeinsam im 3. Wiener Bezirk, in der Fasangasse 3 ein, den Botanischen Garten gleich um die Ecke.

Für mich Landei war die kleine 30 qm Wohnung mit Balkon nach Osten über einer Baumkrone im 5. Stock optimal und auch zu zweit sehr gut bewohnbar ( die Möbel lagerten einstweilen bei meinen Eltern und zukünftigen Schwiegereltern ).

Heute, vor der Uni, bin ich mittags schnell in den 3. gefahren und hab einen Spaziergang durch den Botanischen Garten gemacht und auch wieder einen Blick rüber zum Belvedere und auf das damalige Wohnhaus geworfen.

Hier die Fotos:

( Nicht nur für Spaziergänge, auch wenn man schöne Pflanzen in den eigenen Garten setzen möchte, kann ich den Botanischen Garten zum Gustieren und zur Ideenfindung sehr empfehlen. Viele der dort mächtig großen Büsche und Bäume kann man in entsprechenden Gärtnereien – zum Beispiel Praskac und Starkl – beziehen und im eigenen Garten auspflanzen.

So ist der Botanische Garten nicht nur was für Spaziergänger und Botaniker, sondern auch für Gartenbesitzer und Häuselbauer, die einen Garten verändern oder neu anlegen möchten. Wir sind dort zum Beispiel auf die Weihrauchzeder in unserem Garten gekommen.

Selbst ausprobiert, der tut gut-Wanderweg in Kirchberg / Pielach (25.10.2008)

Verfasst am 29. Okt 2008 von Andreas unter Besonderheiten, Kirchberg Pielach, Lokationen (Orte, Berge,...), Mostviertel, Outdooraktivität, Tut-gut Wanderwege, Wald & Wiesen, Wanderwege, wandern & bergsteigen | 3 Kommentare

( Hier nun als Fortsetzung der “Ersten Impressionen“ der versprochene Bericht vom tut gut-Wanderweg in Kirchberg / Pielach !)

Vergangenen Samstag, 25.10.2008 habe ich die tut gut-Wanderung in Kirchberg an der Pielach, Route 2 ausprobiert. Infos und die Wanderkarte zum Download zu dieser Rundwanderung findest du hier

Schon die Fahrt über Eschenau ins Pielachtal war ein Erlebnis. Im Gegensatz zu anderen, touristischeren Gegenden hatte ich bei vielen Häusern an der Straße das Gefühl, daß hier ältere Bauweisen mit bei kleinstem Budget selbst Aufgebautem zusammenkommen, was nicht heißen soll daß das Pielachtal eine rückständige Gegend ist. Klar gibt es auch eine Reihe gestylter Neubauten in der örtlichen Mixtur.

Nach einem ausgiebigen Frühstück mit meinem Vater in St. Veit / Gölsen traf ich erst gegen 11 Uhr in Kirchberg beim Gasthof Mahrer, dem örtlichen tut gut-Wirten und Ausgangspunkt der Rundwanderung ein.


_

Sehr rasch ging es aus dem Ort hinaus in ein kleines Waldstück, das mit einem gut beschilderten aber recht gatschigen Weg überraschte – rutschige Stellen gibt´s aber auch anderswo. Der Weg war immer tip-top beschildert, allerdings ist für die Wanderung festes Schuhwerk sehr zu empfehlen. Für Kinderwagenfahrer ist die Rundwanderung gänzlich ungeeignet.

Die Hinterleiten ging es durch Mischwald und über kleine Wiesenstücke hinauf. Der Übergang zur Unter-Ramsau verlief dann im Wald immer obenauf einen felsigen Rücken mit steilem Abbruch Richtung Pielachtal entlang bis ich auf eine Weide mit Pferden traf. Die Pferde waren so mit dem Naschen von Buchenlaub beschäftigt, daß sie mich gar nicht beachteten.  Nach den Pferden genoß ich die einzigen Sonnenstrahlen des Tages bei einem schönen Blick Richtung Kirchberg – danach war düsterer Hochnebel mein ständiger Begleiter.

Zur Ober-Ramsau führt der Weg an einem alten, zwischen Obstbäumen gelegenen, unbewohnten Haus vorbei, das mir sehr gut gefallen hat. Zur Obstbaumblüte muß dieser erste Teil der Wanderung ganz besonders schön sein, ich fand ihn aber auch bei Hochnebel und kühlen Temperaturen (7-8 Grad C) ganz passabel.

Der Weg durch die Schloßgegend (warum die so heißt ?) zum Thalhof gefiel mir sehr gut – zuerst ging es einen grasbewachsenen Fahrweg die Weide hinauf, dann durch einen Buchenwald mit Felsen bis ich an ein Gatter und ein Wegkreuz kam und dann auf der anderen Seite am unteren Rand einer mit Farnen (!!!) bewachsenen Weide wieder hinunter zum Thalhof. Der oberhalb gelegene Waldrand mit Föhren, Birken und sogar einem gesichteten Wacholderbusch sah für wärmere Tage sehr nach Schäferstündchen oder einem besonders schönen Piknikplatz aus.

Vom Thalhof führte eine flache Schotterstraße zum Schrofen und ab dieser als Asphaltstraße talwärts bis sie sonderbarerweise beim Reitl wieder in eine Schotterstraße überging (ich glaube, die Bauern mögen sich dort nicht so besonders).

Vielleicht ist der ab dem Schrofen folgende Teil bei Schönwetter und einer guten Aussicht sehr zu empfehlen oder auch wenn man in Dobersnigg einkehren und dann eine kurze Fahrt mit der Mariazeller Bahn wagen will, ich fand ihn aber ziemlich unnötig.

Gescheiter wäre ganz bestimmt die Route 1 zu gehen und von dieser einen kurzen Abstecher zur Ober-Ramsau und in die Schloßgegend zu machen. Denn was ab dem Thalhof folgt ist ein unleiwander Hatscher ganz ins Tal hinunter um dann eher fad wieder steil Richtung Poldlwarte hinaufzulatschen.

Ich hab mich kurz beim Bauern im Thalhof nach dem Weg erkundigt, da ich nicht glaubte schon so weit zu sein und was von “Wie ein Hamster im Laufrad” gemeint als er mir von ganz runter und dann ganz rauf erzählte, wurde da von ihm aber sofort korrigiert: “Eine schöne Gegend mit bei anderem Wetter schönen Ausblicken ist das aber schon !”

Unten im Tal angelangt ging es ca. 20 Minuten die Asphaltstraße wieder steil Richtung Ober-Ramsau hinauf, bis ich auf eine Forststraße Richtung Poldlwarte abzweigte (ab hier wurde der Wegverlauf für mich wieder interessant).

Von der Poldlwarte hätte ich einen super Ausblick gehabt, habe aber auch bei Hochnebel recht imposant ins Tal gesehen. Nach der Warte war ein kurzes Wegstück etwas steil und rutschig, dieses ging aber nach ca. 10 Minuten bereits in einen breiten Weg über, der durch superschönen Buchenwald bis zu einigen großen Weiden oberhalb von Kirchberg führte. Auch hier wieder: Bei Schönwetter muß dieser flach und lieblich verlaufende Abschluß des Rundwanderweges noch viel schöner sein. Mir gefielen die Weidezäune und vereinzelt stehenden Bäume, ein besonders schöner, leuchtendgelber Feldahorn und der Blick auf die Bauerngehöfte auf der anderen Talseite aber trotzdem supergut !

Nach 4 Stunden langsamer Gesamtgehzeit ( für 10 – 10,5 km recht lange) erreichte ich wieder Ausgangspunkt meiner Rundwanderung.

Wie gesagt, meine Empfehlung zu den tut gut-Wanderwegen in Kirchberg / Pielach:
Route 1 und ein Abstecher zum Piknik (Schäferstündchen) in die Schloßgegend Richtung Thalhof ! – Ja und gutes Schuhwerk nicht vergessen !

( Übrigens kommst du gleich in der Nähe des tut gut-Wirten Gasthaus Mahrer auch am Modellbahnmuseum Mariazeller Bahn vorbei, das laut Anschlagtafel jeden Sonntag von 13 – 16 Uhr und für Gruppen gegen Voranmeldung geöffnet hat. Nähere Informationen erhälst du auf der Gemeinde, Tel.: 02722/7309.

Ich hoffe, ich hab mit den Ortsbezeichnungen nicht zuviel Bockmist gebaut, denn was jetzt die Gegend und was einen Hof bezeichnet, das hat mir nicht ganz eingeleuchtet. )

Special: Fotos der Johannesbachklamm

Verfasst am 28. Okt 2008 von Andreas unter Am Wasser, Besonderheiten, Johannesbachklamm, Lokationen (Orte, Berge,...), Outdooraktivität, Wiener Alpen, wandern & bergsteigen | Keine Kommentare

Einen Überblick über unsere Familienwanderung von vergangenem Sonntag erhältst du hier.

Ein paar Fotos aus der Johannesbachklamm dürfen natürlich auch nicht fehlen. Die Klamm selbst war “sehr nett” aber wäre aufgrund ihrer Kürze keinen Tagesausflug wert gewesen. Nach spätestens 20 Minuten Gehzeit ist man am anderen Ende der Klamm angelangt und der Johannesbach ist auch nicht gerade ein ganz ein wilder.

Aus der Größe des Bachlaufes oberhalb der Klamm würde ich schließen, daß der Bach generell zu jeder Jahreszeit ein recht kleines Fließgewässer ist.

Daß man die Klamm auch anders ambitioniert nutzen kann, hat uns am Rückweg in der Dämmerung ein junger Mann bewiesen, der mit Hund und Matratze am Fuß eines Felsens das “Überhang-Klettern” (bzw eine Vorstufe davon) übte.

( Wem´s nach all den Berichten und Fotos reicht sei´s verraten – das war das letzte Special von diesem Ausflug ! )

Special: Die Tiere am Weg, für Wanderungen mit Kindern sehr wichtig

Verfasst am 28. Okt 2008 von Andreas unter Besonderheiten, Johannesbachklamm, Lokationen (Orte, Berge,...), Ruine Schrattenstein, Wiener Alpen | Keine Kommentare

Hier noch eine kleine Serie an Tierfotos von unserer Familienwanderung von vergangenem Sonntag, die uns zuerst durch die Johannesbachklamm, dann entlang des Johannesbaches nach Greith, zur Ruine Schrattenstein und hinunter nach Schrattenbach führte. – Hier kommst du zur Übersicht.


_

( Die Hirsche im Wildgehege in Schrattenbach habe ich nicht fotografiert, denn da war der Hunger schon zu groß und das Wirtshaus zu nahe ! )

Special: Ruine Schrattenstein – Mystische Waldwanderung mit Kinderklettern

Verfasst am 28. Okt 2008 von Andreas unter Besonderheiten, Burgen und Burgruinen, Kletterabenteuer, Lokationen (Orte, Berge,...), Outdooraktivität, Ruine Schrattenstein, Wiener Alpen, wandern & bergsteigen | Keine Kommentare

Da nicht alle Fotos in einem Beitrag unterzubringen waren hier ein Special über den Weg von Greith zur Ruine Schrattenstein und hinunter nach Schrattenbach. Einen Überblick über unsere gesamt Wanderung von vergangenem Sonntag findest du hier.

Gleich von Beginn führte uns der Weg durch einen riesig tiefen und breiten, mit Haselnußsträuchern besäumten Hohweg, den ganz bestimmt schon die Ritter benutzt haben um zu ihrer Burg zu gelangen. Das daran anschließende dunkle Waldstück mit riesigen Nadelbäumen wurde bald abgelöst von einem etwas flacher durch Buchenwald führenden Weg. Die unzähligen wild aufgegangenen Buchenschößlinge in Herbstfarben und einige verirrte Sonnenstrahlen verbreiteten eine zeitlos-mystische Stimmung.

Auf dem Weg begegneten wir einem Herrn, den wir fragten wie lange es noch zur Ruine wäre. Ihm dürfte der schotterige, steile Weg an der Felswand nicht behagt haben, denn er klang ziemlich aufgeregt als er uns den Weg als nochmals 1/2 Stunde bis zur Ruine beschrieb.

An einer Felswand angelangt ging´s steil bergauf und dann durch den Talkessel hinunter zur Ruine.

Josef, Bernie und ich kletterten den mit einem Drahtseil gesicherten schmalen Steig zur Ruine hoch. Bernie war dabei sehr ernst und wollte sofort wieder den Weg zur Mama hinunter… Oben auf der Ruine kamen uns einige Mountenbiker nach, die – offenbar des Lesens nicht mächtig - in ihren Leggings dastanden und darüber rätselten wo sie jetzt wären.

Kurz geschaut, dann rückten sie wieder ab.

Problemlos gelangten wir an den Fuß des Burgfelsens zurück und marschierten auf direktem Weg nach Schrattenbach hinunter, wo schon ein verspätetes Mittagessen beim Gasthof zum Schlossteich auf uns wartete.

Insgesamt waren wir für diesen Abstecher ca. 2 Stunden unterwegs (bei normalem Gehtempo muß man inkl. Besichtigung der Ruine mit 1 – 1 1/2 Stunden rechnen). Der gesamte Weg verläuft im Wald und ein wenig Ausblick gibt´s nur oben von der Ruine Richtung Hohe Wand und in den Talkessel hinter der Ruine.

Nationalfeiertag – Unsere Familienwanderung in die Johannesbachklamm und zur Ruine Schrattenstein (26.10.2008)

Verfasst am 27. Okt 2008 von Andreas unter Am Wasser, Besonderheiten, Burgen und Burgruinen, Johannesbachklamm, Lokationen (Orte, Berge,...), Outdooraktivität, Ruine Schrattenstein, Wald & Wiesen, Wiener Alpen, wandern & bergsteigen | 8 Kommentare

Gestern, Sonntag, konnten wir endlich unsere seit Mai diesen Jahres geplante Erkundung der Johannesbachklamm in die Tat umsetzen. Schwägerin und Schwager haben uns auf der gestrigen Tour begleitet und mit bei unserem Sohnemann für gute Laune gesorgt. (Eine große Hilfe bei der Routenauswahl war uns übrigens der Tourenbericht von Robert in seinem Blog, den wir zum Frühstück ausgedruckt, gelesen und dann mitgenommen und nachgewandert haben.)

Wir fuhren ca. 50 Minuten von Maria Lanzendorf nach Würflach (zuerst A2 bis Abfahrt Wr.Neustadt West, dann auf Nebenstraßen) wo wir um 10 Uhr ankamen und uns etwas unterhalb der Jausenstation Lackner einparkten.

Von dort ging´s zuerst durch die Johannesbachklamm, dann immer den Johannesbach entlang weiter bis nach Greith. Dort zweigten wir links Richtung Ruine Schrattenstein ab (immer gut beschildert und markiert) und kehrten nach Besuch der Ruine beim Gasthof zum Alten Schlossteich in Schrattenbach ein. Zurück ging´s dann ein kurzes Stück die Straße entlang wieder bis Greith und ab Greith den selben Weg retour durch die Johannesbachklamm, den wir am Vormittag gekommen waren.

Um Schwägerin und Schwager habe ich mir ehrlich gesagt ab einem gewissen Zeitpunkt mehr Sorgen gemacht als um unsere Kinder, denn die beiden haben unser Training der letzten Wochen und Monate nicht mitbekommen und waren auf einen kurzen, raunzigen Familienspaziergang von 1-2 Stunden und dann eine elendslange Wirtshauseinkehr eingestellt. Meine liebe Schwägerin hatte zum Frühstück deshalb sogar extra wenig gegessen.

Für unsere Kids hingegen gabs sehr viele tolle Dinge am Wegesrand zu sehen und sie hatten auch ständig diese zusätzliche Begleitung und Betreuung.

Als wir nach 2 Stunden gutgelaunt in Greith ankamen (die Klamm, Blätter ins Wasser werfen, die vielen Tiere am Weg, ein paar Schwammerl, Springkraut und eine Wurstbrotpause hatten uns etwas aufgehalten) waren wir Baumis echt gut drauf und gehfreudig, während von unserer Begleitung der vorsichtige Hinweis auf Magenknurren und Mittagszeit kam.

Sehr zuversichtlich habe ich sofort gemeint, daß der kleine Abstecher auf die Ruine ganz bestimmt toll wird und uns sicher nicht mehr als eine Stunde vom Mittagessen abhalten würde. – Tatsächlich wurde es dann aber eine sehr steile, anstrengende Angelegenheit von etwa 2 Stunden (Schande über mein Haupt !).

Etwas wirr durch die Zeitumstellung habe ich dann sehr auf raschen Aufbruch und eine flotte Gangart gedrängt.

Zum Abschluß sind wir auf Kaffee / Tee und Torte / warmen Topfenstrudel in der Jausenstation Lackner eingekehrt und haben unsere (letzten) Kräfte für die Heimfahrt dort gesammelt.

( Schade, daß unsere ursprünglich verabredeten Wanderpartner inkl. Kid ausgefallen sind. Andererseits, schön langsam muß ich glaube ich lernen wie ich erkläre wie wir drauf sind wenn wir wandern. Denn so wie ich manche unserer Freunde und Bekannten mit kleinen Kindern zum Teil einschätze, wäre die gestrige Wanderung ein einmaliges Erlebnis geworden – einmal und nie wieder. Schwägerin und Schwager sind da zum Glück sehr tolerant ! )

Wandern mit 2-Jähriger: Die richtige Ausrüstung zum Wandern mit Kleinkindern

Verfasst am 27. Okt 2008 von Andreas unter Besonderheiten, Familie, Outdooraktivität, So Allerlei, wandern & bergsteigen | 9 Kommentare

Zur richtigen Wanderausrüstung mit Kindern gehört für uns derzeit unsere Rückentrage ohne die wir mittlerweile schon einige Familienwanderungen nicht bewältigen hätten können (z. Bsp. die Bahnwanderung am Semmering, den Besuch der Ruine Rauheneck in Baden oder unsere gestrige Wanderung durch die Johannesbachklamm und zur Ruine Schrattenstein) .

Unsere beiden Kids Lokie und Bernie sind 2 und 4 1/2 Jahre. Bis ins heurige Frühjahr gab´s außer Streit zwischen den beiden wer im Kinderwagen sitzen und wer am Trittbrett stehen darf nicht viel Positives über deren Gehfreudigkeit zu berichten.

Gestern, einige Monate später, war das erste Mal daß wir eine wirklich lange Wanderung unternommen haben – 4 Stunden bis zum Gasthaus, ein beträchtlicher Anstieg auf dem Weg – 1 Stunde Einkehr und verspätetes Mittagessen - als Abschluß 1 Std. Rückmarsch zum Auto.

Bis auf kleine Pausen hat unsere Lokie die gesamte Wegstrecke in der Rückentrage verbracht. Sogar während der Einkehr beim Wirten blieb sie in der Rückentrage, da sie kurz davor eingeschlafen war.

Geweint oder gejammert hat sie auf der gesamten Wegstrecke nicht. Sie mag Blätter und so durfte sie bunte Ahornblätter halten und von den Brücken am Weg ins Wasser werfen. Dazwischen bekam sie einen aufgesammtelten Apfel, der ihr beim Einschlafen immer wieder aus der Hand fiel. Selbstverständlich darf sie manchmal Felsen, Büsche und Bäume am Wegesrand anfassen. Kühe, Pferde, Hühner und viele andere Tiere am Wegesrand begeistern sie ungemein. Ja und manchmal wird an meinen Ohren gezupft und in meinen Haaren gewuschelt.

Mittlerweile reicht all das aus um sie volle 7 Stunden zu beschäftigen !!!

( Da wir die Rückentrage lange nicht benutzt haben weiß ich nicht, ob diese auch für Kinder unter 1 1/2 Jahren schon geeignet ist oder ob es dafür passendere Modelle gibt. Super an unserer Rückentrage sind auch die mit einem kleinen Rücksack vergleichbaren Staumöglichkeiten. )

Impressionen tut gut-Wanderung in Kirchberg / Pielach (25.10.2008)

Verfasst am 26. Okt 2008 von Andreas unter Besonderheiten, Kirchberg Pielach, Lokationen (Orte, Berge,...), Mostviertel, Outdooraktivität, Pielachtal, Tut-gut Wanderwege, Wald & Wiesen, Wanderwege, wandern & bergsteigen | 8 Kommentare

Ein detaillierter Bericht braucht Zeit, daher hier vorab einige der unzähligen Eindrück von meiner gestrigen tut gut-Wanderung in Kirchberg an der Pielach.

Trotz ständigem Hochnebel (Ausnahme einige Minuten um die Mittagszeit) und recht frischen Temperaturen um die 7 Grad C war´s eine schöne Wanderung, so richtig zum Durchatmen in der frischen Luft und die Gedanken schweifen lassen.

“Mit Volldampf ging´s los”, soll das erste Foto sagen und das dritte “Alles wird hier beschriftet”, damit das Wandererlebnis ein ungetrübt Schönes wird !

( In den nächsten Tagen werde ich über diesen Ausflug noch näher berichten ! Übrigens, gestern gab´s wie ich abends erfahren konnte auch viel weiter oben auf der Hinteralm nicht mehr Sonne. Hauptsache raus, egal ob die Sonne scheint, und schon geht´s mir besser ! Das ist mein persönlicher Tipp für alle, die heute im Nebel hocken. Und nicht die Nase zu tief hängen lassen ! Denn dafür haben wir St. Pöltner und Maria Lanzendorfer und wie diese Nebellöcher sonst so heißen ja noch einige Wintermonate Zeit !)

Auf ins Texingtal ! – Genußvolle Familienwanderung auf dem “tut gut”-Wanderweg in St. Gotthard (19.10.2008)

Verfasst am 24. Okt 2008 von Andreas unter Besonderheiten, Kinderwanderungen, Lokationen (Orte, Berge,...), Mostviertel, Outdooraktivität, Texingtal, Tut-gut Wanderwege, Wald & Wiesen, Wanderwege, wandern & bergsteigen | 4 Kommentare

Auf den “tut gut”-Wanderweg im Texingtal bin ich gekommen, als ich Ende vergangener Woche mit meinem Vater telefonierte und ihm erzählt habe, daß wir bei St. Leonhard / Forst zum Wochenende eine Lamazucht besuchen wollen. - Ich hatte mich dort bereits per Mail wegen einer Besichtigung erkundigt und wollte da unbedingt hin !

“Naja, dort gibt´s Plankenstein und in Texing auch so einen neuen tut gut-Weg”, meinte mein Vater, der so ziemlich alle Neuigkeiten in seinem regionalen Wander- & Natur- & Geschichts-Genre weiß mit einem nicht so ganz überzeugten Unterton, der nach nicht ganz so besondere Gegend klang.

Als ich meine F&B-Wanderkarten durchkramte fand ich keine zur Gegend um St. Leonhard und hab dann im Internet nach “tut gut Wanderung Texing” gesucht und prompt den Folder inkl. Wanderkarte zum Download gefunden.

Wir starteten am Sonntag, 19.10.2008 um 9 Uhr Früh von Maria Lanzendorf und schon die Hinfahrt war sehr angenehm. Auf der A1 war´s recht ruhig, die herbstlich kühle Luft und die Sonne am strahlend blauen Himmel versetzten uns rasch in Urlaubsfeeling.

In Loosdorf verließen wir die Autobahn und fuhren auf Nebenstraßen ( zum Teil ein wenig verwirrend ) über Mank, Kirnberg und Texing bis hinauf nach St. Gotthard, einer kleinen Ortschaft am Berg, die eigentlich – glaube ich – zu Texing gehört.


Obwohl die Route 1 der tut gut-Wanderung mit einer Gehzeit von 1 – 1 1/2 Stunden beschrieben war, haben wir rund 3 Stunden auf dieser verbracht.

Unser Bernie ( 4 1/2 Jahre) ging die ganze Strecke selbst und wollte alle paar Meter eine neue Attraktion am Wegesrand ausprobieren. – Springen in eine Pfütze, Begrüßung von Kühen und Schafen, Laubwerfen, mit der Hand in ein Rinnsal am Wegesrand, Balancieren auf einem Baumstamm, Auffinden einer Gummiente im Straßengraben – all das benötigte zusätzliche Zeit.

Unsere Lokie ( 2 Jahre ) hat sich mehrmals fast den Hals nach den in Gruppen in der Landschaft verteilten neugierigen Kühen verrenkt und unentwegt von Kühen, Schafen, Hühnern und Blätten gesprochen. ( Die schönsten Blätter habe ich aufgesammelt und ihr in die Hand gedrückt ).

Eine Hauptattraktion war, als wir nach dem letzten Anstieg in St. Gotthard aus dem Wald kamen und plötzlich nicht nur die Kirche, sondern auch ein Kinderspielplatz vor uns lag. Unglaublich, welche Energien die Kinder da noch aufbrachten !

Nach der seltenen Begegnung mit drei leibhaftigen Puten sind wir dann im  Gasthof Familie Schrittwieser, beim örtlichen tut gut-Wirt, eingekehrt und haben uns nach köstlichen Suppen gemeinsam eine Wildpfanne gegönnt (am Montag gab´s zu Hause nochmals geröstete Knödel damit, da diese einfach nicht zum “Daessen” war).

Übrigens, trotz des ausgezeichneten Wanderwetters sind uns KEINE WANDERER am tut gut-Weg begegnet. Anfangs trafen wir zwei ältere Damen, die uns sehr gesprächig unbedingt den Aufstieg zur Gründtalkogelhütte (die sie selbst nicht kannten) nach dem Motto “ihr seid´s ja noch jung !” einreden wollten und dann wieder Richtung St. Gotthard umkehrten. Dann wurde es sehr ruhig um uns.

Im Gasthof traf dann auch wirklich eine kleine Wanderer-Gruppe ( alles Pesionisten zwischen 65 und 75 Jahren ) von dieser Hütte kommend ein, die nochmals auf Kaffee & Kuchen dort einkehrten. – Trotz der Werbung für die tut gut-Wanderwege also eine sehr stille, vergessene Gegend !

( Vielleicht lag´s auch an der guten Stimmung, aber als mir dann beim Wirten auch noch eine Gratis-Infomappe über die tut gut-Wanderwege in Niederösterreich in die Hände fiel, war ich vollends begeistert. Eine Aufmachung wie ein Wanderführer, gut gegliedert und sparsam mit Informationen werden hier über ganz Niederösterreich verteilt kleine bis große Familien-Rundwanderungen beschrieben, die einem ein unkompliziertes Kennenlernen unseres Bundeslandes ermöglichen.

Daß ausgerechnet mein Heimatort St. Veit an der Gölsen, der üblicherweise nicht gerade mit Bekanntheit glänzt, in dieser Initiative ganz groß vertreten ist, freut mich ganz besonders und zeigt vielleicht auch, daß hier “Bodenständigkeit” vermittelt werden soll. – Die Wander-Trampelpfade für Dummies – Schneeberg & Rax und sonst fast gar nichts -, die kennt ja eh ein jeder ! )