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“Mostviertler Vierbergelauf” – die Geschichte und BB Bilder

2. November 2012 von Bernhard Baumgartner

Der “Mostviertler Vierbergelauf” (wie es dazu kam, aus „Wanderparadies Voralpen“)

 Wo die Berge gegen das flache Vorland auslaufen, besteht ein Gipfel oft nur aus der Kuppe eines großmächtigen Hügels! Und während die Bauerngehöfte meist weithin in der Landschaft verstreut liegen, sammeln sich um diese höchsten Punkte die Häuser zu kleinen Siedlungen – mit Gasthof, Volksschule, Pfarrhof und Kirche, was eben zu einem kleinen Dorf dazugehört. Da fällt Sonntagberg mit seiner Wallfahrtsbasilika ja schon fast aus dem Rahmen, obwohl der Ort auch nicht größer ist als etwa St. Michael am Bruckbach (eigentlich hoch über dem Tal) oder Kollmitzberg. Diese beiden „Kirchgipfel“ sind bei der Autobahnfahrt über die Mostviertler Strengberge gut einzusehen und daher vielfach bekannt, wenn auch oft nur „dem Sehen nach“.

Mostviertler Bergkirche

Basilika Sonntagberg

In diesem von Ansiedlungen und Verkehrswegen dicht überzogenen eigentlichen Mostviertel ein Wanderparadies zu finden, sogar noch mit den schönsten Gipfeln, erscheint zunächst fast unmöglich. Obwohl die lokalen Tourismusorganisationen und Gästegemeinden alltenthalben fleißig mit Farbtopf und Wegweisern am Werk waren.

Waidhofen an der Ybbs vom Krautbergkreuz aus, im Hintergrund der Prochenberg bei Ybbsitz

Stadtbild von Waidhofen, ganz schön bunt gemischt!

Da fiel mir beim Kartenstudium auf, dass sich wie im Kreis vier dieser Bergdörfer rund um die alte Eisenstadt Waidhofen an der Ybbs scharen! Ein magischer Zirkel, überlegt man, dass die Urbewohner dieses Landstrichs ihre kultischen Plätze auf diesen Kuppen angelegt haben mögen. Denn nur Konradsheim weist eine Burganlage auf, während sich in St. Aegidi am Walcherberg (nahe St. Leonhard am Walde) gleich mehrere Kulte – von Stein, Bild und Wasser – zu einem Heiligtum vereinen. Sind 2000 Jahre zu tief in die Geschichte gegriffen? Wohl kaum, denn gerade die Kelten waren es, die mit Vorliebe Höhensiedlungen anlegten. Die Römer kultivierten dann hier in der Provinz Norikum durch Jahrhunderte, doch nur an der Oberfläche von Land und Bevölkerung. Zuletzt gibt uns das Christentum mit dem Überbauen altheidnischer Kultstätten einen geradezu greifbaren historischen Nachweis!

Konradsheim, einstiger Burgort

Dorfplatz in Windhag mit Pfarrkirche, Torbau und Windhagerwirt

Vier Berge im Kreis und in dessen Zentrum eine von der Landschaft vorgezeichnete alte Siedlung: Da schweifen die Gedanken ab, über die Gebirge hinweg gegen Süden, mitten hinein ins Kärntner Land, wo sich am „Dreinagelfreitag“ (dem zweiten Freitag nach Ostern) die „Vierbergeläufer“ am Magdalensberg zusammenfinden…

Bergfriedhof Windhag (wie in St. Georgen in der Klaus und am Sonntagberg)

Ybbssteg in Böhlerwerk, der Talpunkt zwischen St. Georgen in der Klaus und Sonntagberg

 Warum hier in diesem uralten Kernland Niederösterreichs noch niemand an ein solches Unternehmen gedacht hat? Von Waidhofen hinauf nach Konradsheim, hinüber zum schon weithin sichtbaren St. Georgen in der Klaus, Abstieg ins Ybbstal und hinauf nach Sonntagberg. Zuletzt über das etwas versteckt liegende Windhag wieder zurück nach Waidhofen, so geht der „Mostviertler Vierbergelauf“. Nun, jede Idee muss einmal geboren werden!

Landschaft bei Windhag

Doch zurück zu unserem Wandergebiet. Natürlich gibt es viele Asphaltwege, und die Sommerhitze ist besser zu meiden. Dafür lassen sich vom Herbst zum Frühjahr geradlinige Abkürzungen über die Berghänge legen.

Blick von Windhag über´s "Paradiesgartl" gegen Prochenberg und den fernen Ötscher

Blick über das Luegbachtal gegen Windhag

Von der Wegbeschreibung abweichend, kann also hier jeder seine eigene Orientierungswanderung erfinden! Ja, diese Tour ist sogar eine ideale Winterwanderung, der Schnee liegt auf den niedrigen Bergrücken meist kaum sehr tief, und in den Wirtsstuben ist für die Rastpausen ohnehin gut eingeheizt. Ins Paradies versetzt fühlen kann man sich auch: im nahen Urlbachtal nämlich, wenn an der Rundstrecke durchs „Paradiesgartl“ die Obstbäume blühen, mit Ausblick über frischgrüne Wiesen und Felder zu den firnglänzenden Gipfelzügen der Voralpen!

Windhag, fern der Ötscher und der Prochenberg

Basilika Sonntagberg vom Windhager Berg

Mein “Mostviertler Vierbergelauf” wartet als Ganzjahrestour noch weiterhin auf Wanderer, vielleicht komme ich sogar noch zu Winterbildern!

Geschrieben in Aktuelles & Persönliches, Allgemein, Bildergalerie, Exkursionen, Garten & Küche, Geologie, Kinderwagen & Handicap-Touren, Kulturtouren, Markierungen, Meine Veröffentlichungen, Mostviertel, Mystische Plätze, Natur-Erlebniswege, Pilgerwege, Radtouren, Rundwanderwege, Walk & Bike, Wallfahrerwege, Wallfahrten, Winterwanderungen, Ybbstaler Alpen | 2 Kommentare

2 Reaktionen zu ““Mostviertler Vierbergelauf” – die Geschichte und BB Bilder”

  1. am 02 Nov 2012 um 14:171HerbertNo Gravatar

    Also, das sind wirklich verlockende und – wie gewohnt – überaus fundierte Ideen; richtig reizvoll und bereichernd – so wie auch die Bilder !
    Danke Bernhard !

  2. am 03 Nov 2012 um 17:412EliNo Gravatar

    Hat nur einen großen Nachteil: von mir sehr weit weg! Vielleicht schaff ich es trotzdem einmal in diese Gegend, über ein langes Wochenende. Prochenberg würd ich auch gern mal erklimmen.

  • Kurzvorstellung

      Bernhard Baumgartner, "Wanderer aus Leidenschaft", Buchautor & Wanderexperte & Bildarchiv Natur und Kultur, Mitarbeiter von Land der Berge, AK NÖ, Naturfreund, Granatapfel ORF Radio NÖ Wanderexperte
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Übersetzung von Fabian Künzel