Cremeringe, Busversagen und ein ungewöhnlicher Fahrgast

Verfasst am 19. Jul 2008 von Andreas unter Familie, Lokationen (Orte, Berge,...), Meine Mauern, Sankt Veit an der Gölsen, So Allerlei | 2 Kommentare

Heute morgen, pünktlich um halb Sieben (06:30), fuhr ich mit dem Bus in Maria Lanzendorf los.

Über S1 – Alland – Altenmarkt – Gerichtsberg und Hainfeld ging´s hurtig nach St. Veit an der Gölsen, wo ich wie versprochen fürs Frühstück in der Bäckerei Käppl einkauft.

Gottlob gab´s noch exakt einen meiner geliebten Cremeringe, die heute noch immer schmecken wie vor 30 Jahren.

Als ich nach dem Einkauf wieder starten wollte, sprang der Bus nicht an und ließ sich auch druch Klopfen, Ziehen an den Kabeln, Wackeln an Steckern und Sicherungen nicht mehr zum Starten bewegen. Zum Glück war mein Vater nach einem kurzen Hilferuf rasch mit Kontaktspray zur Stelle und zeigte mir ein paar neue Stellen (Zündverteiler, eine Box mit ein paar Bauelementen daneben), die sofort besprüht wurden. Anstarten war dann kein Thema mehr.

Der St. Veiter Staff über den roten Pelargonien am Balkon meiner Eltern, mein köstlicher Cremering – was für ein Idyll! Ich kann mich gar nicht erinnern, daß es früher hier so schön war!

Mit einem ungewöhnlich bauchigen Fahrgast, der sich´s hinten im Bus auf der Bank breit machte, bin ich wenig später wieder nach Hause gefahren.

Koriander – Neuigkeiten von der “Duftblume” in unserem Garten

Verfasst am 19. Jul 2008 von Andreas unter So Allerlei, Unser Garten | Keine Kommentare

Unsere Korianderbüsche, von denen ich bereits vor ein paar Tagen hier im Blog berichtet habe, werden mir immer sympathischer.

Nicht nur daß die Büsche wunderschön weiß blühen und ungewöhnliche Insekten – Wespen, Feuerwanzen und allerlei Käfer – anlocken, setzten sie jetzt auch bereits Früchte an !

(In meiner Fantasie stampfe ich bereits getrocknete Koriandersamen in einem Steinmörser und würze damit Lammsteakes.)

Zum Frühstück eine neue Mischmaschine

Verfasst am 19. Jul 2008 von Andreas unter Do it yourself, Meine Mauern, So Allerlei | Keine Kommentare

Gestern ist beim Mauerbau echt viel weiter gegangen!

Vielleicht lag´s an der Vormittagsjause, die Astrid und Veronika vorbeibrachten. Wie die Mama, wollte Veronika ebenfalls Semmeln auflegen und Wurst auf diese verteilen. (Ganz bestimmt haben wir jetzt jeder ein bißchen Mauerdreck in uns.)

Bis zum Abend gelang es mir, das erste Teilstück abzuschließen und beim 2. Teilstück soviel hochzumauern, daß wirklich “nichts mehr ging”.

Beschwerlich und ein bißchen zum Fluchen waren die letzten 1 1/2 Scheibtruhen, da mir die alte Mischmaschine (Nachkriegsmodell) wieder eingegangen ist und ich händisch anmischen mußte.

Da meine Eltern schon seit Monaten ihre ebenfalls über 30 Jahre alte Mischmaschine anbringen wollen, fahre ich in ein paar Minuten mit dem VW-Bus nach St. Veit an der Gölsen, kaufe bei der Bäckerei Käppl Frühstücksgebäck ein – hoffentlich gibt´s für mich einen Cremering – und dann wird bei Papa & Mama gefrühstückt.

(Lange bleiben darf ich aber nicht, hat mir mein Vater gesagt, denn sie haben selbst viel zu tun. Als ob ich ein langle Bleiber und viel Reder wäre! – Klingt eher nach meinem Vater!)

Meine Freizeitplanung – Macho oder Glück gehabt ?!

Verfasst am 19. Jul 2008 von Andreas unter Familie, So Allerlei | 1 Kommentar

Lieber lado, dein letzter Blog-Beitrag hat mich zum Nachdenken gebracht!

Die lange Liste an Kinderaktivitäten und erst kommenden Samstag der nächste für dich unverplante Tag am Ende des Tunnels, das wäre mir zuviel! Bei deiner “Planung” dreht sich ja alles um die Kinder, Kinder, Kinder, Kinder (4x)!

Bei uns ist´s so, daß Astrid sich vorrangig um die lieben Kleinen kümmert und manchmal auch sehr klagt, daß sie zu nichts kommt und zu wenig Zeit für sich hat, weil sie nur mit den Kindern zusammen ist und diese sie voll beschäftigen.

Ich hab´ Job, Studium (derzeit vor allem den Blog), meine Bautätigkeiten, den Garten und springe unterstützend immer wieder ein.

Von Astrid & der Family vorgegebene Termine habe ich nur wenige. 1-2 gemeinsame Wochenendaktivitäten, vielleicht 1 Termin unter der Woche (zBsp meine Kinderbetreuung vorgestern abend) und das war´s. Alles weitere (zum Beispiel der gestrige Besuch beim Weinfest) ergibt sich dann spontan.

Für mich heißt das, daß ich meist schon viel gemacht habe, das mir wichtig ist, bevor ich mich um Frau und Kinder kümmere und da fällt´s einem dann leichter…

Glaubst du, wird´s bei uns auch einmal so werden wie in deiner Aufzählung (Kindergeburtstag, Voltegieren, Kinderwelt am Neusiedlersee,…) und es ist jetzt noch ruhiger, weil die Kinder kleiner sind?

(Derzeit glaube ich, ich hab großes Glück mit meiner Familiensituation – meiner Frau - oder ich bin ausreichend Macho und darum läuft´s für mich ganz angenehm.)

Dieses Wochenende ist Weinfest in Guntramsdorf !

Verfasst am 18. Jul 2008 von Andreas unter Guntramsdorf, So Allerlei, Wienerwald | 1 Kommentar

(Andere Titel wären: Das große Fressen in Guntramsdorf oder Bernies 8-EURO Luftballon oder Astrids Nostalgieabend oder Schunkelmusi erfreut die Kinderherzen oder Müden Maurern ist alles recht.)

Jedes Jahr wieder zur Zeit des Weinfests zieht es Astrid nach Guntramsdorf. Kein Wunder, hat sie doch mehr als 10 Jahre Kellnerieren beim Heurigen Gausterer (Ranch) hinter sich und freut sich jedesmal wieder, ein Bad in altbekannten Gesichtern zu nehmen.

Bernie und Lokie (Veronika) ging´s ähnlich wie der Mama – schwer begeistert. 2x Pommes, Grillhühnchen und dann erst (nach 2 Stunden anhaltendem Jammern) Bernies Luftballon!

(Schunkelmusik, viel Essen und Trinken, die Familie bester Laune - Mauererherz, was begehrst du mehr! Übrigens ist derzeit auch Weinfest in Hennersdorf, aber man kann sich ja nicht zerreißen!)

Der Dunkelsteiner Wald – Ein Stück Waldviertel südlich der Donau

Verfasst am 18. Jul 2008 von Andreas unter Am Wasser, Arnsdorf, Besonderheiten, Donau Niederösterreich, Kinderwagenwanderung, Outdooraktivität, Wachau, Wald & Wiesen, Waldviertel, wandern & bergsteigen | Keine Kommentare

Mein Vater berichtet in seinem Blog, daß es sich beim Dunkelsteiner Wald geologisch um ein Stück Waldviertel handelt “…Die Donau trennt diesen südöstlichen Ausläufer der Böhmischen Masse vom Waldviertler Hochland und schlägt ihn damit dem Mostviertel zu. Lichtungen mit Feldern und stillen Dörfern liegen in die flachwelligen Wälder eingebettet. Alpin wird es auch dort, wo nämlich die Gewässer des Hochplateaus steil hinab müssen zur Donau.

Ja, stimmt. Wir fühlten uns bei der kleinen Wanderung vergangenen Samstag – hier ein Überblick zu unserem Tagesausflug – beim Abstieg durchs Kupfertal nach Bacharnsdorf tatsächlich ins Waldviertel versetzt.

Schon die runden Formen der abgewitterten Felsformationen erinnern an Waldviertler Wackelsteine (zum Beispiel gefunden auf unserem Ausflug zum Edlesberger Teich).

Attraktionen wie das Türkentor am Beginn unserer Wanderung, viel Laub, der leicht begehbare Weg, immer abwärts und neben dem Bach, machten für unsere Kinder diese Kurzwanderung spannend und für uns Eltern und unseren kindergeeichten Freund zum erholsamen Genuß.

Als Belohnung wartete auf uns am Ende der Wanderung der Heurige Pammer. Dieser ist übrigens nicht nur ein ausgezeichneter, sondern wirklich ein “ausgezeichneter” Heuriger, nämlich der 1. Arnsdorfer Topheurige (also wenn das kein Motivator ist) !

(Der Ausflug in die Wachau zum Südufer der Donau ist ein ganz besonderer Tipp für Wanderer, die eine der touristischsten Gegenden Österreichs von ihrer stilleren, persönlicheren Seite kennenlernen möchten. )

Der Jäger von Maria Lanzendorf

Verfasst am 17. Jul 2008 von Andreas unter Kurioses, So Allerlei, Unser Garten | 2 Kommentare

Da Astrid heute abend mit ihrer Schwester Erika in Guntramsdorf unterwegs war, habe ich (was ich sonst nie tun würde) mit den Kindern auch den besten aller lokalen Wirten aufgesucht.

Bei der Rückkehr sahen wir schon von weitem auf der Böschung hinter unserem Haus eine seltsame Gestalt sich immer wieder bücken. 

Im ersten Augenblick dachte ich, es wäre einer unserer türkisch-stämmigen Nachbarn. Doch dann stellte sich heraus, daß es sich um meinen Schwiegervater Gerhard auf der Schneckenjagd handelte.

Er fing die Schnecken sortenrein und zählte dabei laut vor sich hin. (Bei den Nackerten war er bereits auf über 280 Stück!)

Sichtlich stolz zeigte er uns seinen bisherigen Fang, um dann seinen Beutezug fortzusetzen.

(Kurzentschlossen habe ich noch ein paar dieser Prachtexemplare vor dem Haus abgelichtet, bevor auch diese im Küberl verschwanden.)

Die “Choco Krispies Sparmaßnahme”

Verfasst am 17. Jul 2008 von Andreas unter So Allerlei | Keine Kommentare

Heute hatte Astrid ihren Arbeitstag und war längst außer Haus, als die Kinder aufwachten.

Erst beim Fotografieren ist mir aufgefallen, daß aus den sündteuren Kellogg’s Choco Krispies – über deren unverschämten Preis sie sich schon oft beschwerte (“Ich würde sie ja niemals kaufen, aber die Kinder mögen sie einfach!”) – längst Crownfield Choco Moons geworden sind.

(Hoffentlich kommen unsere kleinen Analphabeten ihr noch lange nicht auf die Schliche!)

Für deine Wochenendplanung: Wachau – Marillenzeit!

Verfasst am 17. Jul 2008 von Andreas unter Arnsdorf, Bademöglichkeit, Besonderheiten, Donau Niederösterreich, Kinderwagenwanderung, Lokationen (Orte, Berge,...), Outdooraktivität, Wachau, schwimmen & baden, wandern & bergsteigen | Keine Kommentare

Am kommenden Wochenende ist in der Wachau Marillenernte angesagt. Wir hatten zwar vergangenen Samstag ebenfalls bereits Erfolg beim Erwerb von Marillen, es war aber doch einige Tage zu früh.

   

Aber warum gedeihen die Marillen gerade in der Wachau so gut, während in unserem Garten der große Baum gerade mal ein paar Hand voll Früchte trägt?

Ich kann mir vorstellen (genau weiß ich es nicht), daß die Kombination aus mildem Klima, fruchtbarem Boden (Urgestein, Schwemmsand) und vor allem der nächtliche Temperaturausgleich durch die Donau den Marillenertrag in der Wachau begünstigen. Vielleicht gibt´s dort aber auch mehr Bienen als anderswo, die für die Befruchtung sorgen.

Die Marille ist nunmal eine heikle, frostempfindliche Frucht. Und anderswo (zum Beispiel in Maria Lanzendorf und Baden) kann man froh sein, alle 2-3 Jahre einen respektablen Marillenertrag zu haben.

Ich wäre neugierig, ob es dieses Wochenende auch so schwierig ist, ins Mitterarnsdorf (südlich der Donau) Marillen zu bekommen. Wir hatten das Problem, daß kaum jemand welche gepflückt hatte und vorhandene Früchte bereits verkauft oder reserviert waren. Auch die Preise könnten sich geändert haben – wir hörten im Ort mehrmals: EUR 2,– / kg für Fallobst und EUR 2,50 / kg für schöne gepflückte Früchte.

Eine perfekter Ausflug war für uns vergangenes Wochenende:
- eine kurze Wanderung im Dunkelsteinerwald bei Bacharnsdorf (als kleine Rundwanderung ein echter Wandertipp für alle, die in der Wachau nicht nur Dürnstein kennenlernen wollen!)
- Einkehr in Bacharnsdorf
- Marillenkauf in Mitterarnsdorf
- Übersetzen mit der Autofähre nach Weissenkirchen (wir zahlten EUR 5,60 für 1 KFZ und 3 Personen)
- ein erfrischendes Bad in der Donau am Weissenkirchner Strand
(hier in meinem Blog nachzulesen)

(Bei den ersten beiden Marillenfotos hab ich ein wenig geschummelt, die waren nämlich aus dem eigenen Garten.)

Wenn erst der Sommer da ist,…

Verfasst am 16. Jul 2008 von Andreas unter Do it yourself, Meine Mauern, So Allerlei, Unser Garten | 1 Kommentar

…dann ist die schönste Zeit eigentlich schon fast wieder vorbei.

Ich weiß nicht, ob Roberts Frage “Wo krieg´ ich mehr Zeit her?” auch diesen Hintergrund hat.

Letztes Jahr habe ich festgestellt, daß der Sommer - wenn man Großes vorhat – viel zu kurz wird. Die schönste Zeit ist plötzlich Anfang April bis Mitte Juni, wenn man die großen Arbeiten des Jahres plant und alles noch vor sich hat.

Ab Anfang Juli beginnt man gedanklich die nächsten paar Wochen mit Zielen zu füllen und dann werkt und werkt und werkt man. – Positiv gesagt: wenn man voll im Leben steht (das würde ich von mir behaupten), dann bleibt einem jetzt nicht viel Zeit zum Schreiben und Nachdenken, sondern man tut und lebt und schafft, weil JETZT und NUR NOCH KURZ Sommer ist!

Und so hab´ ich auch heute wieder eine Schicht Steine draufgesetzt, um nächstes Wochenende den verbliebenen Rest Sand zu vermauern, dann Fundamentschotter zu bestellen und mit dem Graben der nächsten Künette (“Kinettn”) zu beginnen. Ende Juli / Anfang August soll das Fundamant dann bereits betoniert sein. Dann kommt 1 Fuhre Bruchsteine und 1 Fuhre Dolomitbruchsand, damit ich weiter mauern kann, denn Anfang September geht´s 10 Tage nach Italien und dann ist die Saison wieder so ziemlich vorbei… – Ob sich das alles ausgehen wird?

Der Anblick nach getaner Arbeit war´s heute wieder wert:

Die ruhige Zeit zum Nachdenken und Pause machen, die kommt dann spätestens Ende September, wenn man sich zum Beispiel beim Mauerbauen nicht Nacken- und Schultermuskulatur verkühlen und die chronischen Erkältungen für den kommenden Winter einfangen will.

(Ich kann nur hoffen, daß Robert - der erste nicht mit mir verwandte Blogger auf wandertipp.at - kein Opfer dieses Sommers wird!)