Als “Mäusejäger” unterwegs…
5. Dezember 2013 von Bernhard Baumgartner
…so könnte es in der Trivialpresse heißen, aber bei mir (nicht reich und schön) bedeutet das spaßhalber Gesagte – Jagd nach aktuellen Fotos über den Zustand der im Blog schon beschriebenen Vorkommen des Zungen-Mäusedorns in “unserem” Schwarzenbach (Gemeinde St. Veit an der Gölsen).
Das sozusagen museale Vorkommen im “Morederwald” ist jetzt durch dieses Marterl markiert. Weil diese Stelle bereits in den Wanderführern beschrieben wurde, ist sie ”offiziell”, aber allen interessierten Besuchern nur unter strengster Beachtung des Naturschutzes anvertraut. Auch sollte darauf Rücksicht genommen werden, dass hier Privatbesitz besteht, und Herr Johann Lechner vulgo Moreder (das ist der richtige Hausname, Maret in der ÖK völlig falsch) aus eigenem Antrieb dieses Vorkommen schützt, veranlasst seinerzeit durch unseren unvergesslichen Medizinalrat Dr. Otto Hausleitner+.

Pflanzenbestand im Ausmaß von ca. 100 mal 70 cm, das Laub ringsherum weist auf den typischen Standort hin - hoher Rotbuchenwald (auf Sandstein)

Das breite "Blatt" ist botanisch gesehen ein verbreiterter Stängel, eigentliches Blatt ist die dornartige breite Spitze, in deren Achsel schon die Knospen erkennbar sind.

Die abgestorbenen Stengel mit ihrer netzartigen Struktur haben offensichtlich der Pflanze auch den Namen "Hadernblatt" gegeben
Am Dienstag, 3. Dezember, war ideales Wanderwetter, wie das Bild vom Reitbauern mit dem Dorf Schwarzenbach im Hintergrund zeigt.

Wo die Sonne hinscheinen kann, wirkt im Wiesenwienerwald die Landschaft fast schon frühlingsmäßig, so grün sind die Wiesen.
Aber in schattigen Lagen ist der Schnee erhalten geblieben, und nach den Adventtagen von Barbara und Nikolaus wird es voraussichtlich noch mehr darauf schneien. Eine tierisch-lustige Begegnung gab es auch noch an diesem Vormittag – ein ganz wilder Wiesenwienerwaldlöwe namens Gina, hübsch klein und ganz hübsch und völlig verspielt!