Feeds
Artikel
Kommentare

Letztes Wochenende war es endlich soweit. Sage und Schreibe fünf Versuche (drei davon im Vorjahr) waren notwendig, um dieses Unterfangen erfolgreich abschließen zu können.  Zugegeben, bei den ersten vier kamen wir nicht eimal von zu Hause weg, katastrophale Wetterbedingungen ließen damals keine Chance auf eine halbwegs vernünftige Durchführung aufkommen und schließlich sollte das Ganze ja auch noch Spaß machen.

Wie erwähnt, die Planung erfolgte meinerseits bereits im Vorjahr, galt es doch einen Mix aus vernünftiger Länge, gepaart mit zu besuchenden “highlights” (schon alleine zwecks Auflockerung der Tour) auf de Beine zu stellen und das Wichtigste, das Ganze verteilt auf zwei Tage.

Übernachtungsziel war mehr oder weniger fix - das Gasthaus am Hochbärneck, schon vor vier Jahren Quartiergeber, sollte das Herzstück der Tour bilden. Vordere Tormäuer (vorallem aus bade-/spieltechnischen Gründen), Trefflingfall und als “krönender” Abschluß die Ötschertropfsteinhöhlen sollten zudem “passiert” werden, möglichst so, das kein Weg unbedingt zweimal begangen werden mußte.

Somit viel der damalige Startpunkt im Trefflingtal weg, welcher zugegebener Maßen auch nicht wirklich kinderwanderfreundlich ist ( 95 % Forststrassen im eher aussichtslosem Wald ).

Blieb eigentlich nur mehr die Schindlhütte im Erlauftal als Start- und Endpunkt über. Ein erster Blick auf die Karte zeigt hier jedoch, dass dann die Asphaltstrasse bis zum Naturparkeingang zweimal hätte begangen werden müssen - quasi eine Höchststrafe für alle Beteiligten. Alternativ hätte man das Auto beim Naturparkeingang parken können und am zweiten Tag das Stück (ca. 1,5 km) zurückfahren können, aber bitte, was ist dass denn für eine Moral, fast schlimmer als künstlicher Sauerstoff! ;)

Also blieb nur mehr die Möglichkeit die Karten etwas genauer anzuschauen und abseits der bunten Linien zu suchen und siehe da - da gibt es so Einiges.

Jetzt ist es allerdings so, dass es oft schon mit den (angeblich) markierten Wegen, die wenig begangen werden  ein “Gwirx” ist, sie überhaupt zu finden, was für unmarkierte Wege/Steige, Karrenwege tw. noch mehr zutrifft. Und wenn eines unausstehlich bei Kinderwanderungen ist, dann ist es ein Verhatscher.

Da es mir zeitlich nicht möglich war die Runde vorab abzugehen und im Internet sich dazu genau nichts findet, ging es nur auf die gute alte Art… Literatur in Buchform. Hier hatte ich das Glück vor einiger von Hr. Baumgartner Bernhard einen Ötscherland Wanderführer (Wandererlebnis  ÖTSCHER (Baumgartner * Tippelt)) geschenkt bekommen zu haben, wo interessanterweise wirklich alle gewünschten Wege auch beschrieben waren. Ist wie mir nochmals persönlich versichert wurde auch keine Garantie (no-na)  über die momentane Begehbarkeit ( letzte Auflage auch schon wieder 12 Jahre alt), aber zumindest ein guter Anhaltspunkt - das Suchen und Finden, bleibt einem immer noch selber überlassen.

Nach langer Einleitung gehts jetzt aber los und zwar “pünktlich” um 11 Uhr 25 erfolgte der Start bei der Jausenstation Schindlhütte ( kann man übrigens ab 2011 käuflich erwerben) gegen Osten. Ich hatte es mir zwar kurz überlegt Freund und Kinder ( waren übrigen “nur” zu zweit mit 5 Töchtern, die Ehefrau/Lap durften jeweils mit der/dem Jüngsten daheim bleiben) zum Naturparkeingang zu führen, aber da war doch noch so etwas mit künstlichem O2 oder so  und einmal und noch dazu zu Beginn einer Wanderung ist so ein Asphaltwegerl schon ok. Dass die Zeiten sich ändern war mit dann spätestens nach dem Passieren des “Mauthütterls” klar, weil sich seit meinem letzten Begehens dieses Teilabschnittes vor eben vier Jahren zwischenzeitlich eine zarte Asphaltdecke über die Schotterstrasse gelegt hatte, welche augenscheinlich zumindest bis zum Unteren Eibenhof gehen dürfte und somit den Asphaltanteil der Strecke nochmals um ein Drittel erhöhte.

Aber dann gelangt man endgültig in das Herz der Vorderen Tormäuer und nach dem passieren der alten Eibenmühle galt es einen passenden Mittagsrastplatz zu finden, was nicht ganz einfach ist, weil man immer glaubt, nach der nächsten Biegung kommt vielleicht ein noch besserer.  Die Kombi Essen und Baden verwarfen wir sowieso recht rasch - da hier in der Klamm kein einziger sonniger Abschnitt zu finden war. Zudem zeichnet sich hier der Flußverlauf durch eine eher ungebremste Fließstrecke aus wogegen sich besonders in den Ötschergräben immer wieder schöne Gumpen finden.

Relativ bald ist man dann bei der Einmündung des Trefflingbaches und dem Toreck, letzteren statten wir noch einen kurzen Besuch ab ( danach weitet sich ja das Tal und läßt auch wieder Sonne bis in den Talgrund vordringen) von einem durchschwimmen nahm ich aber aus diversen Gründen heute Abstand.

Nun gings die wenigen Meter wieder retour und entlang des Trefflingfalles bergauf, für die Kinder ist diese “Steiganlage” natürlich ein Hit und ein Abschnitt, wo man als Erwachsener schon aufpassen muß nicht den Anschluß zu verlieren.

Nach Überwindung der Steilstufe wird das Trefflingtal wieder flacher und der Bachverlauf ruhiger, hier wurde zwecks Wasserspielchen wieder  eine Pause gemacht, ehe der weitere Wegabschnitt in Angriff genommen wurde. Waren wir bis hierher noch auch touristisch einfach strukuierten Wegen unterwegs sollte sollte nun der erste etwas “anspruchsvollere ” Teilabschnitt erfolgen - der Übergang zum Hochbärneck über das Robitzsteinerkreuz - eine Kombination aus verwachsenen Karrenwegen und Forststrassen, welche wie aber auch im Ötscherführer beschrieben auf jedenfall lohnender (aussichtsreiche)  ist,  als der direkte Übergang vom Trefflingtalparkplatz .  Für die Kinder wäre dieser Abschnitt dennoch zäh gewesen ( Aussichtsreichtum ist kein wirklicher Pluspunkt für eine Kinderstrecke) aber Jägeransitze und vorallem eine freundliche Jungkuhherde gestatteten dennoch ein rasches Vorankommen bis hin zum Robitzsteinerkreuz (Rast - schönes Almgebiet mit Terrassenaussicht zum Ötscher) .

Vom Robitzsteinerkreuz steigt man noch ein kurzes Stück “wild” über die Wiese aufwärts, bis bei einem hölzenen Gatter ein stark verwachsener Karrenweg beginnt, welcher zur Fosrtstrasse welche vom Trefflingtal zum Hochbärneck leitet, führt. Von hier in ca. 25 Minuten zum Hochbärneckhaus (großer Spielplatz, einfache Zimmer und Lager, sehr gutes Essen und eigentlich sehr günstig) . Nächtigung.

Am nächsten Tag, erfolgte zuerst ein Abstecher zum Aussichtsturm und dann (10 Uhr 30) der Abstieg retour zur Schindlhütte.

Zuerst den markierten Wanderweg(605) hinunter in Richtung Oberer Eibenhof , beim zusammentreffen mit dem rechts abzweigenden Kirchensteig jedoch eher gerade weiter zu der Wiese und entlang einer zunächst schwach angedeuteten Traktorspur/Karrenweges über die Weise in westlicher Richtung. Der Karrenweg für mehr oder weniger stark verwachsen, immer deutlich oberhalb “parallel” zur Asphaltstrasse im Tal gegen Westen und trifft in der Folge auf die Schotterstrasse, welche zum Unteren Falkensteinhof führt.

Mit ein Grund , dass dieser Weg quasi nicht begangen wird, dürfte sein, dass bei der Brücke über die Erlauf ein dezentes Tor ein Zutritt verhindert, für uns stellte es eher ein Hindernis zum Verlassen dar.

Die Schindlhütte wurde um 12 Uhr 15 erreicht und hier konnte auch endlich die geplante Badepause erfolgen. Die Erfrischung war notwendig sollte noch noch  der Aufstieg zur Ötschertropfsteinhöhle erfolgen (letzte Führung um ca. 16 Uhr) .

Für den Aufstieg rechnete ich gute 1h15 min (offiziell 45 min für touristische Erwachsene) - dank der neuen Steiganlage durch die Roßklamm kamen wir auch in 1 h oben an .

Führung durch die Tropfsteinhöhle fast 1 h 15 min - wirklich empfehlenswert und für Kinder bestens geeignet.

Da es nach Ende der Führung schon nach 17 Uhr war und es eigentlich keinen wirklich sinnvollen Gegenabstieg gibt, erfolgte der Abstieg wieder durch die Roßklamm und um 18 Uhr wurde die Schindlhütte erreicht.

Heute konnte ich mir meine zweites persönliches Ziel für 2010 erfüllen und zugleich einen “Lebenstraum” (bisserl überspitzt) .

War mein erstes Ziel endlich wieder 100 km mit dem Rad an einem Tag zu fahren (nach 10 Jahren Pause!!!) , schon im Mai erreicht so galt es noch ein besonders und eigentlich lang gehegtes Ziel zu schaffen.

Zum Bergsteigen habe ich ja erst wieder realtiv “spät” begonnen - quasi als Jahresabschluß einer langen Bikesaison gings im Herbst immer in die Berge ( ab 1996) mit natürlich eher spektakulären Zielen (Venediger, Totes Gebirge, Gesäuse, usw), sodaß die Wien nahen Berge zwar nicht zu kurz kamen aber…. vor der niederösterreichischen hore kategorie hatte ich anscheinend immer zuviel Respekt oder was auch immer. Gemeint ist der Direktanstieg vom Höllental zum Klosterwappen mit über 1500 hm am Stück. Fast etwas Einzigartiges im östlichen Teil der österr. Alpen.

Natürlich ist es jetzt auch nicht die Überkunst da rauf und wieder runter zu steigen, daher mußten ein paar Zusatzvorgaben dazu - die wären:

- rechtzeitig zum Sonnenaufgang beim Klosterwappen sein

- Aufstiegszeit unter 2 h

Bei einem Sonnenaufgang knapp vor 6 Uhr bedeutete dies wieder einmal zeitig aufstehen, kurz nach 2 Uhr gings aus den Federn und um 3 war Treffpunkt mit Alex in Wr. Neudorf. Weil eines war klar - ohne “Hasen” ( Tempomacher beim Laufen) / Domestiken (Edelhelfer beim Radfahren) würde ich das Ziel nicht erreichen, da meine normale Aufstiegsleistung bei ca. 600hm in der Stunde liegt.

Nachdem Alex gerade in der Vorbereitung zum Dolomitenmann steht und dafür schon mehrmals am Schneeberg trainiert hat ( ca. 1h 10min) quasi die ideale Person dafür ( ich wäre allerdings so oder so mit ihm gegangen ;) ) .

Nach einer kurzen pause in Reichenau zwecks Erste Hilfeleistung bei einem komatösen Jugendlichen gings um 3 Uhr 56 vom kl. Parkplatz beim Stadelwandgraben  los - Weichtalklamm deshalb nicht weil Alex seinen Hund mit hatte.

Die ersten 500 hm gingen ziemlich locker von dannen , allerdings mußte ich dann doch etwas zurück schrauben - 20 Pulsschläge pro min  über jenen von Alex machten sich doch bemerktbar und so wurde das Forthaus der Gemeinde Wien (1400) nach fast genau einer Stunde erreicht . Nach dem Überschreiten des südl. Grafensteiges machte sich erstens die Dämmerung bemerkbar und gleichzeitig ein eher frischer, heftiger Wind, der uns nach verlassen der Baumgrenze zum Aufmagazinieren unserer Zusatzkleidungsstücke zwang. Im baumlosen Bereich wird zwar bald der Blick auf das Klosterwappen frei, allerdings ziehen sich die dazugehörenden 300 hm doch noch etwas zumal die letzten Körner schon bald verschossen waren.

Dennoch, um 5 Uhr 55 erreichte ich gerade rechtzeitig den Gipfel, um wieder einmal einem grandiosen Sonnenaufgangsspektakel beiwohnen zu können.

Starker Wind und gemessene 4 Grad Celsius ließen uns allerdings nicht allzu lange am Gipfel verweilen und wir traten den Rückweg über Wurzengraben , vorbei an der Kientalerhütte (inkl. Besteigung des Turmsteines) und F. Mayrweg an, um kurz vor halb neun wieder beim Auto anzugelangen.

Nachdem gestern die ganze Familie die Steinwandklamm samt Deckersteig heimgesucht hat , dabei aber mein Vorhaben die Myrafälle auch noch anzuhängen boykottiert hat, wurden die Querulanten und etwas zu kurz geratenen heute “kurzer”hand daheim gelassen und es ging ins “Neuland”.

Die Rückseite der Hohen Wand ist mir die letzte Jahre sehr ans “Herz gewachsen” und die beiden interessanten Zustiege der Kleinen und Großen Klause, haben mich schon die längste Zeit gereizt. Leider war gerade in der Vorfamilienzeit die Hohe Wand total uninteressant für mich (kein Kletterer, zu nieder und oben zu flach), sodaß Erfahrungswerte eigentlich total fehlen.

Internetrecherchen und Co haben mich eher dieses Unterfangen hinauszögern lassen, liegt auch daran, dass immer subjektives Empfinden bei Schwierigkeitseinschätzungen mitschwingt und jedesmal natürlich ein “ja, aber…. ” angehängt wird.

Heute wars aber wie gesagt soweit, ohne Frau und Kinder 3 und 4, gings ins Dürnbachtal (30 min Fahrzeit- herrlich), wo auf nicht wirklich vorhandenem Parkplatz beim Zugang zum Waldegger Wasserfall das Auto (midlife crises mobil - 2 Kinder gehen locker rein) geparkt wurde. (9 Uhr 30)
Am Wasserfall vorbei (kleine Steganlage und wirklich netter Fall) gelangt man unter kurzer Mitbenützung der Strasse zum ehemaligen Wirtshaus Nazwirt (ca. 20 min) .
Dort scharf links (gelb/rot markiert) und dann der roten Markierung in Richtung Kleine Klause folgen.

Nach einem eher etwas “zachen” Wegverlauf durch nicht sehr aussichtsfreudigen Wald erreicht man eine Privathütte und ab dieser wird es dann interessant. Bald werden die ersten Felsen sichtbar und der Beginn der versicherten Stellen ist bald erreicht.

Die genaue Charakteristik ist eh mehrmals hier und anderswo erwähnt , daher erspar ich sie mir ( könnte es eh nicht so genau beschreiben) - nur so viel - für meine Kinder (8 und 9 Jahre) war dieser Bereich unproblematisch und alle Griffe und Hilfen gut erreichbar.

Nach den Versicherungen gabs auf einem schönen Aussichtsfelsen eine kurze Rast und der Weiterverlauf durch den leicht urwaldmässigen Graben war in der Folge auch noch interessant und abwechslungsreich.
Nach erreichen der Forststrase dieser links kurz abwärts folgend und in einem 10min “Aufschwung” die letzten Meter zum Waldeggerhaus (inkl. Pausen 2h, sehr schön renoviert).
Nachdem wir letzte Woche pauli in seinem Naturparkstüberl heimgesucht hatten, wollte ich heute eben hier ein bisserl die Gastwirtschaft unterstützen.

Da der Wetterbericht heute zwar keine Unwetter aber doch so ziemlich alles angeboten hatte ging es nach einer Stunde Pause entlang der blauen Markierung (im Abstieg ok da normaler Waldweg, bergauf wäre er eher etwas “langweilig” gewesen) in den Saugraben und von dort links in die Große Klause, welche durchwegs mit Leitern aller Längen versichert ist und sich daher super für den Abstieg eignet (Taschenlampe für die Höhle hatte ich leider nicht mit)
Gegen 13 Uhr erreichten wir wieder die Strasse im Dürnbachtal.

Fazit: in dieser Richtung ideal , etwas längerer Zustieg, entschärft durch den Wasserfallweg, dafür muß man nach dem Abstieg nicht mehr zum Auto “aufsteigen”

Grebenzenrunde 09.07.2010

Letzter “vollwertiger” Urlaubstag : Nachdem Petra ihre Laufrunde mit Nikki  gedreht hatte ging sie mit Marie Ponyreiten und meine Wenigkeit schwang sich aufs Radl. NAch dem gestrigen Ausflug zu den Kaltenbachseen, hätte mich der Sölkpass zwar wahnsinnig gereizt, aber Zeit, Distanz und Kondi sprachen irgendwie dagegen und man soll sich ja kleine Ziele aufheben - zumal mit dem MTB auf der Strasse ist es nur semigenußvoll.

Aber damit der Urlaub biketechnisch auch ein bisserl ein highlight hat, gings heute auf die Grebenzen.

Über Annakreuz und Eiszeitwanderweg nach St. Lambrecht und von dort entlang der asphaltierten Zufahrtsstrasse nach Mini am Bach. Hier erfolgt der Übergang ins schottrige und die etwas schweißtreibende Auffahrt bei schon warmen Temperaturen zur Dreiwiesenhütte (1770m).  Von hier auf offizieller Strecke, mit kurzem Schiebestück auf die Erste Grebenzenhöhe (1870m) mit heute sehr gutem Panoramblick (Karawanken, Hochalmspitze, Gesäuseberge,..)

Die Abfahrt erfolgte zuerst zur Grebenzenalm und über die Rodelbahn nach Maria Schönanger. Da die Kondi noch gut war und die zeit auch ausreichte, drehte ich noch eine lockere Teichrunde (Ursprungsquelle, Grasluppteiche, Hasloberteich, Ochsenstallteich, Podulerteich)

Fahrzeit 2h 10 , bei 34 km und 1185 hm

Danach begann mal das erste Zusammenpacken, die Kinder fuhren mit Ernst und seiner Tochter zum Furtner (ich kam dann später mit Marie kurz nach) ehe am Nachmittag ein letztes Mal die Pferde für meine beiden Reiterinnen gesattelt wurden .

Am abend gabs noch ein Lagerfeuer  mit steirischem Familienanhang.

Wie schon wo anders erwähnt, urlaubten wir heuer wieder im Bezirk Murau und um nicht nur dem alten Laster Rad fahren zu verfallen wurde gegen Ende des Urlaubes auch wieder eine etwas größere Wanderung eingeplant.
Im Gegensatz zum Vorjahr wo mir eine fixes do-to-Ziel über einen längeren Zeitraum vorschwebte, war heuer diesbezgl. eigentlich lange Rätselraten über ein passendes Ziel angesagt.
Auf der Landkarte sprang mir lange Zeit nichts passendes “ins Auge” und so kam mir erst im Urlaub selber die Idee die Kaltenbachseen jenseits des Sölkpasses aufzusuchen. Bisher vorwiegend, wegen der etwas zu leichten Erreichbarkeit für jederman im Abseits, kam heuer dann das große “aha”-Erlebnis.

Nachdem ich am Vortag dem Hochstubofen bei eher frustanen Verhältnissen meine Aufwartung gemacht habe (= nix Sonnenaufgangsfoto) , war heute das versprochene Kaiserwetter Realität. Die Anreise über meinen Lieblingsrennradpaß ( nächstes Jahr am Programm), erfolgte in ca. 50 min und in der Kaltenbachkehre erfolgte der Start.

Bis ca. 50 hm unterhalb des Unteren Kaltenbachsees ging Marie auf einem relativ sanft ansteigendem Weg selber, danach fehlte mir allerdings die nötige Geduld und vorallem ist der Altersabstand zu eins,zwei und drei doch etwas größer und ab da gings dann in die Rückentrage.
Das angenehme bei dieser Wanderung ist, dass die Seen in einem jeweils “überschaubaren” Abstand sind und dadurch ein angenehmes und leichtes Vorankommen gegeben ist. Da ständig mit Zielen gelockt werden kann. Den obersten See erreichte Pia überhaupt als Erste, in einem Tempo, dass ich bis dato von ihr noch nicht gesehen hatte.
Für den Aufstieg (inkl. Mariegehen + Pausen bei den Seen) benötigten wir knappe zwei Stunden ( ca. 400hm) .
Aufstieg mit Abstieg ident.

Nach der Rückfahrt ( Kaffee und Jause wurden am Hof gespeist) gings für Petra zum Ausritt ins Gelände und am Abend folgte die schon traditionelle Traktorfahrt zum Kirchmoarwirt nach St. Blasen inkl. Fackelwanderung.

Letztes Jahr hab ich mir schon ähnliches überlegt, aber da war bzgl. Wetter sowieso nix zu holen. Und nach ein paar erfolgreichen Testläufen im niederösterreichisch-steirischem Grenzgebiet wagt ich heuer ein eben solches Unterfangen.

Vorweg - die Überlegung dies erst am Freitag anzugehen bestand von meiner Seite sehr wohl, allerdings wäre es bzgl. Zeitplan mit anderen Aktivitäten eher ungünstiger gewesen und da der Wetterbericht “von abziehender Restbewölkung im Norden der Stmk. sprach, wagte ich es …… aufstehen im Urlaub um 2 Uhr früh!

Ein Blick aus dem Fenster zeigte einen Sternenhimmel und daher gab es kein zurück mehr.

Einzig die Zielauswahl, war nicht hundertprozentig und schwankte primär zw. Zirbitzkogel in den Seetaler Alpen und dem Hochstubofen oder Rettelkirchspitz (Top-Berg der Wölzer Tauern). Und da ich den Zirbitz nicht mal im Dunkeln rauflatschen will, fiel die Wahl relativ schnell auf den Eselsberggraben als Ausgangspunkt.

Nach 45 Minuten dort angekommen sah ich zwar noch kurz den Mond, dass wars dann aber auch schon und die Hoffnung auf Abzug hatte ich fast sofort aufgegeben, zu statisch war das Wettergeschehen um diese Zeit.

Dennoch, wenn schon da dann gehts auch wohin und als erstes Ziel galt die Rocklscharte, wo sich dann der Weg Richtung Hochstubofen und Rettelkirchspitz  trennt. Mit zunehmender Dämmerung wurde die Sicht auf die “Gipfel” besser und das bedeutete ab ca. 2000hm “Nullsicht”, ab da waren nämlich alle Gipfel schön in Wolken gehüllt. Das und d er Umstand, dass ich meine Haube beim Anstieg verloren hatte, erleichtere mir die Auswahl bei Ankunft an der Scharte, da nämlich der Weg auf die Rettelkirchspitze nicht markiert war und zudem nicht zu erkennen war, folgte ich lieber der leichten Kraxelei auf den Hochstubofen, welchen ich  um 4 Uhr 48  nach 1 h 30 erreichte.

Sicht bescheiden, von Sonnenaufgang keine Spur und ausserdem etwas zu früh dran, beschloß ich ins Sölktal abzusteigen und über die Haseneckscharte zurück zu wandern.

War es am Gipfel interessanterweise noch recht windschwach, zog es beim Abstieg dermaßen, dass ich lieber etwas abseits der Abbruchkante ging und den Umstand die Haube verloren zu haben, doppelt verfluchte.

Bei der Höhenkote 1981m erfolgt der Wiederaufstieg zur Haseneckscharte und von dort (nach Wiederaufnahme der Haube) der Rückweg zur Hölzlhütte welche ich nach gesamt 3 1/2 Std. erreichte und so vor halb acht wieder daheim war, wo sich gerade alle aus dem bett schälten und zudem die Sonne schien ….. der irbitz wäre heute die bessere Wahl gewesen.

Den Vormittag nutzte ich dann zum Rumknotzen in der Hängematte, Petra lief und die Kinder…. keine Ahnung.

Nach dem Mittagessen gings mit Matthias und Olly auf die “Traumrunde” ( die waren extrem davon begeistert und sie ist wirklich sehr schön) per Rad - über St. Blasen - Seebauer - Karchau nach Murau ( 500 hm abfahrt auf Nebenstrasse) und über Steir. Lassnitz und St. Lambrecht wieder retour.

43 km , 1 h 45

Danach war noch reiten für Petra und Jasmin angesagt und ich ging mit Marie Ponyreiten (Annakreuz)  und irgendwann so gegen 23 Uhr ins Bett.

Nachdem Petra eine gleichwertige Laufpartnerin in form von Nikki (die Frau von Olli)  gefunden hatte und wieder ihre Runde durch den Naturpark gezogen hatte, konnte heute das Thema Hofrumknotzen endlich wieder abgehakt werden und es ging, wie jedes Jahr in die nahe liegende Graggerschlucht.

Mehr ein Wanderweg neben einem Bach, dessen Abschluß ein 12 m hoher Kaskadenfall bildet, ist es dennoch eine nette Wanderung, die wir eben jedes Jahr gerne machen. Am Beginn bei der Kneippanlage wurde heuer großzügig dazugebaut, im Sinne eines “Themenparks” - wie überhaupt, sehr viel Liebe zum Detail vorhanden ist. Schade nur das heutzutage eher Masse statt Klasse Anspruch findet.

Für uns gings auch weiter bachaufwärts - teils an Walderdbeeren stärkend, in knapp einer Stunde zu besagtem Wasserfall.

Hier “bauten” wir heuer allerdings ein Novum ein und zwar folgten wir dem Weg nicht weiter gerade aus zum Fischerwirt sondern bogen links in Richtung Jakobikirche und Zeischgl ein - absolutes Neuland. Das Wegewirrwarr am Zeutschacher Höhenplateau ist nicht ganz einfach zu überschauen und immer wieder für eine Überraschung gut. Nach Heidelbeer- und Eierschwammerfunden (karg) erreichten wir die Jakobikirche, wo auch die Mittagsrast erfolgte ( Gasthaus ist keines in der Nähe und der Buschenschank im nahen Zeischgl hat nur freitags und samstags nachmittags offen).

Nach der Stärkung ist es eigentlich nur mehr ein kurzes (15min) zum zweiten Hauptziel des heutigen Tages, dem Aussichtsturm in Zeischgl. Dieser - augenscheinlich in Privatinitiative der Fam. Wölfl (Buschenschank) errichtete - Aussichtsturm bietet ein wahrlich tolles Panorama über Neumarkt bis hin zum Zirbitzkogel. Gleich daneben laden noch eine Riesenholidayschaukel und Kinderschaukel zum Verweilen ein.

Der Rückweg erfolge entlang der Strasse (Nebenstrasse) - lt. Karte müßte es einen Weg retour zu Graggerschlucht geben ( Ende hab ich auch gesehen) nur fanden sich keine Hinweisschilder und die Karte die mir Gewissheit gegeben hätte lag daheim. Und da der Himmer wieder etwas dunkler wurde verzichteten wir auf Experimente und nahmen die schnellste Variante - die Kinder hat es nicht gestört.

Marie ging übrigens alles selber und das bei einer 4 Stundenrunde.

Am Hof angekommen gingen Petra und Jasmin noch reiten und am Abend “opferte” ich  mich für eine Juniossiedlerrunde ;) !

Nach dem gestrigen Gewitter zu Mittag, begann der heutige Tag sogleich etwas feucht-fröhlich, wodurch wir wieder unser Augenmerk auf den Hof richteten, aber auch hier der Reitplan etwas durcheinander gewirbelt wurde. Da der Regenspuk allerdings bald vorbei war konnte zumind. Jasmin am Vormittag reiten gehen und die restliche Zeit wurde mit Gesellschaftsspielen (Juniorsiedler) und diversen Hofrunden überbrückt.

Am nachmittag bei trockenen Verhältnissen ging es mit Mathias und Olli (dt. Gäste) zum Kennenlernen der Gegend nach See (Rennrad - Mtb-Kombi) . ( 36 km, 735hm, 1h40min)

Danach  durfte noch Petra aufs Pferd und Marie wieder Ponyreiten.

Durch den Regen motiviert wagte ich am abend noch eine Eierschwammerlrunde - das Ergebnis war eher bescheiden - ein  Mittagessen ging sich gerade aus!

Für den heutigen Tag war erstmals unbeständiges Wetter vorhergesagt, daher wurde der Aktionsradius sehr eingeschränkt. Da bot es sich förmlich an das Dürnberger Moor aufzusuchen, wo an diesem Tag ein Moorfest stattfinden sollte.

Am Hinweg (Petra war noch laufen und kam dann nach)  noch bewölkt, fing es im Moor dann leicht zu tröpfeln an und beim Fest am Dürnbergerhof dann zu schütten. Dieser Umstand veranlaßte uns dann doch gleich wieder heimzuwandern (ist ja quasi der Nebenhof) und das Fest Fest sein zu lassen.

Nach dem Mittagessen hörte der Regen bei bestehender Bewölkung zwar auf, viel mehr als eine kurze Straßenrunde (Steir. Laßnitz und retour) freute mich allerdings nicht mehr. Petra ging noch am Abend reiten und der Tag somit “gegessen”.

Samstag ist traditionell Urlauberschichtwechsel und dieser Samstag ist sowieso besonders, weil auch hier die Ferien im Osten begonnen hatten und es somit mit der Ruhe am Hof vorbei war. Für Berni samt Familie hieß es Abschied nehmen einerseits vom Schilcherhof, andererseits auch vom reinen Vorsaisonurlauben, da Lara heuer auch in die Schulzeit startet.

Da es heute eher schon heiß war - verbrachten wir den Vormittag am Hof und betrachteten nacheinenader die Neuankömmlinge ehe wir uns mit den Eltern/Schwester, welche sich von der Heimreise ihres Osttirolurlaubes befanden und meinem Bruder samt Familie beim Fischerwirt zum Essen trafen. Damit war der Tag mehr oder weniger gelaufen.

Ich startete noch eine Bikerunde - ident wie am Vortag mit Berni, mit dem Unterschied das ich heute mit 160 Puls bergauf fuhr, was eine Fahrzeitreduktion von  7 Minuten ergab. Abfahrt wieder über die Rodelbahn.

Da die letzten Tage immer ercht spät wurden, gings für die Kinder heute wieder einmal früher ins Bett, wer weiß was die nächsten Tage so bringen .

Ältere Artikel »