24. März, 2009 @ 10:37
· Abgelegt unter > bis 15 km, Niederneustift, Rieggers, Schweiggers, Waldviertel, Waldviertel-Bus, Weitwanderwege
>> Länge: 12,6 km | Höhe: 192 m | Dauer: 03:30 <<

Rosenau Dorf

Thayaquelle

Schweiggers
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Der Thayaquellenwanderweg 623
verbindet dreiecksförmig die Marktgemeinde Schweiggers mit Zwettl (Stift Zwettl) und Schloß Rosenau (Niederneustift).
Unsere 4.Tour führt uns von Niederneustift über Rosenau Dorf, Rieggers, zur Thayaquelle und weiter nach Schweiggers.
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Niederneustift deutet auf eine „bestiftete“ Siedlung (Neustift) hin, die niedriger als Oberneustift liegt. Früher war auch die Bezeichnung „Unter Neustift“ gebräuchlich. Wie die anderen großräumigen Waldgebiete des Waldviertels wurde auch der Rosenauer Wald im Mittelalter von keiner Siedlung mehr erschlossen und bildete bis gegen Ende des 17.Jahrhunderts ein landesfürstliches oder großgrundherrliches Jagdrevier. Erst ab 1700 wurde diese mächtige Waldlandschaft von eigens herbeigeholten Siedlern erschlossen. Die Hüttler waren keine Bauern mehr, sondern Waldarbeiter, die neben grundherrlichen Diensten oft ein Hausgewerbe betrieben oder eine Kleinlandwirtschaft führten.
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Die letzte Etappe beginnt in Niederneustift beim Gasthaus Hofbauer. Wir gehen rechts einige Meter die Landesstraße zurück, biegen links in einen Feldweg ein und gelangen auf einen Güterweg. Hier wenden wir uns nach links und anschließend gleich wieder rechts. Nach dem Steindelhof wandern wir rechts und erreichen nach Überqueren der Landstraße Rosenau Dorf.
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Blumenwiese

Blumenwiese

Blumenwiese

In der Niederneustift

In der Niederneustift

Rosenau Dorf
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Das Dorf „Rosenau Dorf“ wurde Mitte des 12. Jahrhunderts von den Kuenringern an der Straße von Zwettl nach Böhmen in Form einer Burgkirchenanlage umflossen vom Zwettlbach errichtet. Unter dem Namen „Rosenawe“ wird der Ort 1194 erstmals als Eigentum Hadmars II. von Kuenring urkundlich erwähnt. Vom mittelalterlichen Wehrbau ist heute nichts mehr zu erkennen, nur die ehemalige Burgkirche blieb in umgebauter Form bis heute erhalten. Die im Kern gotische Kapelle diente den jeweiligen Besitzern von Rosenau als Begräbnisstätte.
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Der weitere Weg führt uns über einen Wiesenweg zu einer Holzbrücke über die Zwettl. Etwas später übersetzen wir die Landesstraße Zwettl - Weitra und gelangen nach Rieggers.
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Rosenau Dorf

Rosenau Dorf

Am Wegesrand

Schafherde

Wegkreuz

Versteckter Weg
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Rieggers ist ein Breitangerdorf. Der Ortsname geht entweder auf den verbreiteten althochdeutschen Personennamen Ruodiger zurück oder laut einer anderen Version auf einen Ministerialen namens Rudger von Grünbach bei Gföhl. 1150 wird der Ort erstmals als Rudegers erwähnt. 1338 wird die Kirche der Pfarrkirche Zwettl und später der Propstei Zwettl eingegliedert. Zur Zeit der Reformation ist die Kirche protestantisch. So befindet sich noch heute auf der linken Seite der Kirche der „Lutherische Friedhof“, auf dem 1780 anlässlich des 40 jährigen Regierungsjubiläums der Kaiserin Maria Theresia eine Linde gepflanzt wurde, die noch heute steht!
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Teich

Almwirtschaft

Gut geführt

Hinweistafel

Ursprung D.Thaya

Die Deutsche Thaya

Schwedenkreuz

Rasenlabyrinth

Steinsessel
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Wir wandern durch Rieggers und biegen vor dem Ortsende links ab und streben dem Steinberg zu. Teils über Wiesen, teils durch den Wald, kommen wir auf die Landstraße Jagenbach – Schweiggers und kurz darauf zum Schwedenkreuz. Hier befindet sich auch der Thayaquellenparkplatz. Wir zweigen hier links ab und kommen nach wenigen Minuten zum Hauptziel des Wanderweges, der Thayaquelle. Eher unscheinbar, aber alles fängt einmal klein an. Von hier aus wandern wir weiter und kommen auf den „Grasungsweg“, der uns noch bis Schweiggers führt.
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Wer auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen ist, der kann Schweiggers mit dem Waldviertelbus WA31 von Zwettl aus erreichen.
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Unser Weg
| Weitere Infos über diese Wanderung für GPS Freunde unter |
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| 25.03.2009 |
Ein aktuelles Foto von der Pfarrkirche Rieggers, die wieder im neuen Glanz erstrahlt. Die Innenrenovierung wurde im Jahre 2003 und die Außenrenovierung Ende 2006 vollendet. Zur Zeit unserer Wanderung war die Kirche noch eingerüstet.
Die aktuellen Frage, ob die Kirche auch einen Karner hat, muß ich leider mit NEIN beantworten.
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Permalink
HB
meint:
24. März, 2009 @ 12:09
wie immer : gut gemacht, interessant
und für “leute aus dem gebirge” eine angenehme abwechslung : der blick darf in die ferne gehen, bleibt nicht gleich beim nächsten berg hängen
hochinteressant die historischen hinweise, genieße das immer bei euren schilderungen
HB
Bernhard Baumgartner
meint:
24. März, 2009 @ 17:51
Befindet sich nicht in Rieggers ein berühmter romanischer Karner? Ich hab bei meinen Touren dieses flachere Gelände immer ausgelassen und bin eher von Schweiggers Richtung Siebenlinden und zum “Milleniumsturm” gewandert - auch sehr schön, aber eigentlich wäre es mit Rädern lohnender! Im Cafehaus zu Schweiggers gibt es außerdem eine Menge Bilder von Sieglinde Layr zu sehen, die haben dort direkt eine Sammlung dieser uns sehr sympathischen Künstlerin.
Hat euch der Böhmische Wind auch noch voll im Griff? Der reicht sogar bis zu uns und holt sich aus den Bergen noch Schneeverstärkung!
LG ins Waldviertel! BB
Jonny
meint:
25. März, 2009 @ 16:20
Ich habe den Artikel mit einem aktuellen Foto von Rieggers ergänzt.
@BB
Zur Frage: “Befindet sich nicht in Rieggers ein berühmter romanischer Karner?”
Leider nicht!
Eli
meint:
25. März, 2009 @ 17:16
@Bernhard: verwechselt Du das ev. mit dem Rundkarner in Friedersbach, östlich von Zwettl ?
Naturfoto Franz Obendorfer
meint:
16. Juni, 2009 @ 21:32
Hallo Jonny!
Danke für den Tipp, das wird speziell meinen größeren Sohn interessieren. Der ist momentan am Quell-Tripp. Zayaquelle in Klement und Mistelquelle in Frättingsdorf haben wir uns schon angesehen.
Kürzlich sind wir durch Limbach gefahren und Junior meinte, der kleine Bach am Straßenrand ist sicher die Thaya. Wir haben fast gestritten, weil ihn wir Erwachsenen davon überzeugen wollten, das das der “Limbach” sei. Nun ja, wir haben nachgesehen und Junior hatte offenbar recht
Ich seh schon, wir müssen wieder einen Ausflug unternehmen…
lg
Franz
Bernhard Baumgartner
meint:
18. Juni, 2009 @ 20:10
Nachträglich (weil durch den Kommentar von Naturfoto Franz hingewiesen) meine Korrektur zu Rieggers, habe bei mir selbst nachgeschlagen (NÖ Ausflugs- und Urlaubsführer, bei Jugend & Volk, 1986, wo ich auch den touristisch-geografischen Begriff “Wiesenwienerwald” eingeführt habe):
Rieggers - romanische einschiffige Ostturmkirche des 12. Jh.s, im 15. Jh. zu einer dreischiffigen gotischen halle erweitert - typisches Beispiel für Waldviertler Kirchenbauten.
Meine “Schnellschuss” stimmt für Großglobnitz - im Kern romanische Kirche und bemerkensw. Karner des 14. Jh.s
Schön, dass wir durch Kommentare auch zu älteren Beiträgen immer wieder aktualisieren können. Grüße an Franz und jonny (bin nach 3 Tagen Spital wieder voll im Einsatz, und wenn die Histo passen auch noch länger…) BB
Eli
meint:
18. Juni, 2009 @ 21:12
Oje, wieso Spital? Hoffentlich nichts “böses”? Und wie gehts Deiner Anni? Hoffentlich wieder gesund?
Robert
meint:
18. Juni, 2009 @ 21:33
histo ist so ein unschönes wort …. dann hoffen wir alle das diese negativ ist - was ja positiv wäre -toitoitoi
Bernhard Baumgartner
meint:
18. Juni, 2009 @ 22:42
Danke für die Anteilnahme, wollte nur die kurze Pause erklären. Aber wie bei den schon etwas überwutzelten Autos ist halt immer wieder einmal ein Service notwendig, und notfalls müssen wir uns halt doch bei einer Kur runderneuern lassen. Denkt an den Bus von A & A, der läuft und läuft und wir laufen und laufen… Schöne Grüße! Ich melde mich wieder mit einer Urlaubsvorschau für den Lungau! ABB