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Die Schande, Lehrerin zu sein

20. March 2009 von maeuschen

In den letzten Wochen wird in den Medien so viel geredet – 2 Stunden mehr für die Lehrer oder nicht?
Und wieder mal sind die Lehrer die Buhmänner der Nation, weil sie sich dermaßen dagegen sträuben.
Unser Berufsstand ist so verschrien wie kaum ein anderer.
Es ist mir ein Bedürfnis, da einiges gerade zu rücken.
Zunächst mal: ICH HABE NICHTS GEGEN ZWEI STUNDEN MEHR IM KLASSENZIMMER!!!
Das haben viele Lehrer nicht! Nicht, wenn diese zwei Stunden tatsächlich den Kindern und der Qualitätssicherung zugute kommen würden.
Das ist es aber in Wahrheit nicht. Diese Maßnahme ist eine reine Sparaktion, die alle Lehrer tragen sollen, damit Frau Minister Schmied ihr “Baby” – die neue Mittelschule – finanzieren kann. Ihr fehlen im Budget für 2009 und 2010 mehrere hundert Millionen Euro, und die will sie wieder hereinbringen.
Die zwei Stunden mehr kämen in absolut keiner Weise den Kindern zugute. Nicht, wenn Lehrer an einer AHS oder Hauptschule zwei weitere Klassen übernehmen müssen. Das sind haufenweise mehr Schüler, die es zu betreuen gilt und die auch Aufmerksamkeit brauchen. Und die Logik sagt, dass die Zeit eines Lehrers aufgeteilt auf mehr Schüler viel weniger Zeit für jeden einzelnen bedeutet.
Dazu kommen natürlich auch noch mehr Elterngespräche, mehr Korrektur, mehr Vorbereitung…
Umschichten – was denn genau???
Es ist auch nicht wirklich klar, wie sich die Ministerin das in der Volksschule vorstellt. Wenn wir 2 reguläre Stunden in anderen Klassen (Deutsch, Mathe, Sachunterricht…) übernehmen müssen, dann hieße das z. B. an unserer Schule, dass 30 Stunden damit gedeckt werden müssen. Das ist eine ganze Lehrverpflichtung und eine halbe. Bedeutet das, dass das Klassenlehrersystem zusammenfällt?
Es gibt keine Information, wie das wirklich ablaufen soll. Das sind die Dinge, die in den Medien, die alles gern sehr einseitig darstellen, niemals gesagt werden.
Die Aussage, es sind keine Lehrerjobs in Gefahr ist irrführend! Junglehrer haben Einjahres-Verträge. Wenn sie nicht verlängert werden, ist das keine Kündigung! Außerdem werden Posten von Lehrern, die in Pension gehen, einfach nicht nachbesetzt!

Einige Fakten zum Thema, Lehrer hätten einen Halbtagsjob:
Seit einigen Jahren ist die Jahresnorm in drei Tätigkeitsbereiche eingeteilt (wir sagen “Töpfe” dazu):
A-Topf: die Unterrichtsverpflichtung, also die Zeit in der Klasse
B-Topf: Vor- und Nachbereitung und Korrektur, Elternsprechtage, Konferenzen …
C-Topf: hier wird es interessant! Im C-Topf wird alles festgehalten, was ansonsten an Arbeit anfällt.
Dazu ein pikantes Detail: Es wird jährlich ausgerechnet, wie viele Stunden auf die durchschnittliche Beamten-Arbeitszeit fehlt. Diese Stunden müssen aufgefüllt werden, und das wird am Anfang des Schuljahres in einer Dienstvereinbarung festgehalten.
Nahezu JEDER Lehrer (schwarze Schafe gibt es in jedem Beruf!!!) kommt auf weit mehr als die vorgeschriebenen Stunden. Früher war es so, dass man diese überschüssigen Stunden sehr wohl in den Computer eingeben konnte, aber man musste unterschreiben, dass man alles, was die Jahresnorm übersteigt, freiwillig macht.
Und dann kam ein Lehrer daher, der hat geklagt und Recht bekommen. Alle überschüssigen Stunden mussten bezahlt werden. Seitdem nimmt der Computer nur mehr die tatsächlich fehlende Stundenanzahl an!!! Es ist egal, was du sonst noch alles machst, du musst so lange zusammenstreichen, bis du auf genau der richtigen Zahl bist!
So weit zur Sinnhaftigkeit!

Das alles fällt in den Tätigkeitsbereich C:

- Individuelle Förderpläne
- Herstellung von Fördermaterial/Lernspielen…
- Elterngespräche und deren Planung
- Fachliteratur
- Verpflichtende Fortbildung (ja, so etwas gibt es!!!)
- Planung und Durchführung von Projekten
- Rund um die Uhr- Betreuung auf Projektwochen
- Feste (Schuleinschreibfest, Schulabschlussfest, Laternenumzug….)
- Schulhausgestaltung/Klassengestaltung 
- Betreuung der Schulhomepage
- Schulbuchbestellung, Organisation Schulmilch, Impfungen, Schülerfreifahrt …..
- Zeugnisbriefe/alternative Beurteilungen wie 20 Minuten Elterngespräch statt Zeugnis, verbale Beurteilung
- Haufenweise e-Mails und Erlässe, die zu lesen sind
- Materialbeschaffung
- Planung von Lehrausgängen und Wandertagen (wenn ich in Schönbrunn eine Rätselrallye machen will, muss ich notgedrungen vorher hin und mir Fragen zusammensuchen)
- Haufenweise Vorbereitung vor Schulbeginn (Briefe an die Kinder – erste Klasse, Namenspickerl für die Hefte, Organisation des ersten Schultages …..) Wir arbeiten definitiv nicht erst ab dem ersten Schultag!!!
- Zusammenstellen von Übungsmaterial für Schularbeiten
- Organisation für das Kindergartenschnuppern (Zwergerl kommen für zwei Stunden in die Schule, die Vorbereitung ist wesentlich intensiver als der Besuch selbst)
-Auswahl und Bestellung von Schulbüchern

Ich könnte diese Liste noch lang fortsetzen, aber das liest ja dann eh keiner. Ich will damit nur sagen, es ist NICHT mit der Arbeit im Klassenzimmer getan!!!

Geschrieben in Allgemein | 12 Kommentare

12 Reaktionen zu “Die Schande, Lehrerin zu sein”

  1. am 20 Mar 2009 um 19:181Dr.Jungl Taschelbach 5No Gravatar

    @maeuschen

    bin seit drei jahrzehnten mit einer mittelschulprofessorin befreundet, am ende des schuljahres hat sie keine stimme mehr , keine nerven mehr, schläft bis zu 36 stunden durch mit nur kurzen stoffwechselpausen, war schon mit mitte 40 weißhaarig, hat seit jahren das problem laut aufzuschreien wenn man sie überraschend von hinten anspricht…………

    irgendwas muß also dransein an der geschichte, das merkt man auch als außenstehender

    kein wunder also, wenn lehrerinnen zu uns ins spital kommen , um verletzte schullandwochen- kinder zu begleiten , und sich oft so benehmen, daß es allgemein heißt

    “lehrer” ist kein beruf, sondern eine diagnose

    wahrscheinlich ist es die dauernde anspannung, die verantwortung den eltern gegenüber, die von vornherein seit jahren kaputten nerven ……..

    so glaube ich also auch, daß die probleme noch viel umfangreicher sind , als die im augenblick “in aller munde” diskutierten zwei stunden

    aber : wie kann ein minister so danebenstehen ?
    wer sind die berater ? nicht auch lehrer? sind die beratenden “lehrer” eher leerer ?

    wenn es so ist, wie bei Fr. Min. Kdol….den ärzten gegenüber, ja dann, dann können wir uns echt zuerst die hand und dann die kugel geben, oder umgekehrt,
    je nach belieben ………..

    HB

  2. am 20 Mar 2009 um 21:052AndreasNo Gravatar

    Also ich würd soundso nicht Lehrer sein wollen. Und “Student” übrigens heute auch nicht. – Ich hab jetzt mehrere Stunden versucht Daten zu analysieren. Eine kaum dokumentierte Software und nur hochwissenschaftliche Literatur (Kauderwelsch), wo ein einfaches Zahlenbeispiel reichen würde… Aber klar, ich krieg das schon hin, aber manchmal denke ich mir, es könnte soviel einfacher sein…

  3. am 20 Mar 2009 um 21:103RobertNo Gravatar

    ich denke nicht nur – ich machs einfach .. as leben einfacher … obwohl ein tropfen mehr im glas und es geht über

  4. am 20 Mar 2009 um 22:054WienermaedelNo Gravatar

    Ich verstehe jetzt nicht ganz – wieso heisst 2 Stunden mehr arbeiten 2 Klassen übernehmen?
    In welchem Unterrichtsfach gibt es eine Wochenstunde?

  5. am 20 Mar 2009 um 22:485RobertNo Gravatar

    i kenn mi da a nix aus – weil es werden ja net direkt mehr stunden sondern mehr stunden in der klasse und daher weniger daheim. wie das gehandhabt wird weiß ich nicht . umgelegt auf mich wäre es schlecht , weil ich prinzipiell faul bin und daher daheim so gut wie nix machen täte ….

  6. am 21 Mar 2009 um 06:456EliNo Gravatar

    Da unterliegst Du einem Irrtum, Robert! In den zwei Stunden in der Klasse kann der Lehrer ja nicht das tun, was er daheim tut. Sondern aus dem 2 Std. mehr ergeben sich daheim zus. noch einmal 1 oder 2 Std. Arbeit.
    Wie es in der Volksschule gehen soll, wo es ja nicht je Gegenstand einen Lehrer gibt, das fragt sich eben Sabine. In Hauptschule und AHS heißt es logischerweise noch 1 oder 2 Klassen dazunehmen, weil ja die Stundenzahl in den bestehenden Klassen nicht erhöht wird.
    Ich hoffe, ich habe das als Laie richtig verstanden und ausgedrückt.

    Und danke an Sabine, daß Du das mal so detailliert schilderst bzw. aufschlüsselst! Da ist so viel dabei, was man als Laie ja gar nicht weiß!

  7. am 21 Mar 2009 um 07:227AndreasNo Gravatar

    Ich wäre neugierig, ob es zu den 2h+ auch Fachgutachten gibt und welche Veränderungen / Einsparungen man sich da wirklich vorstellt.

    Denn für mich klingt das nach Einsparung am Reißbrett, völlig Praxisfern.

    Man rechnet Stundenbedarf aller Schulen / Lehrverpflichtung je Lehrer = Anzahl Lehrer und wie das soziale System dann tatsächlich reagiert, wird sich schon zeigen.

    Ich finde, zuerst müßte man rigoros die “Nebeng´schaftln” reduzieren, die den Lehrern aufgebrummt werden – keine Elternsprechtage mehr, kein Schulveranstaltungen, keine Schulausflüge – alles weg ! Wie im Berufsleben. Und wenn die Kinder zu deppat sind, dann rausschmeißen und die Eltern gleich mit…

    Ich meine, wenn die Lehrer mehr Leistungsdruck bekommen, dann muß man schon auch die Rahmenbedingungen im Umfeld schaffen.

    Denn so wie´s jetzt läuft, ziehen die Lehrer ja doch meistens die Buhkarte…

  8. am 21 Mar 2009 um 08:008SabineNo Gravatar

    Natürlich kommt es drauf an, wieviele Wochenstunden für ein Fach vorgesehen sind, wie viele Klassen man tatsächlich mehr übernehmen muss.
    Eli hat das gut erklärt.
    Das ganze ist vollkommen unausgegoren und unüberlegt. Ich glaube, an die Volksschule hat die liebe Frau Minister gar nicht gedacht.
    Würdet ihr als Eltern nicht laut aufschreien, wenn es an einer Schule drei erste Klassen gibt, aber nur zwei haben einen fixen Lehrer, der Rest wird mit den 2 Stunden mehr pro Lehrer aufgefüllt? Stellt euch vor, euer Kind wäre in der Auffüll-Klasse.
    Wer macht denn mit den Kindern Feste? Ausflüge? Projektwoche?
    Es gibt keinerlei Information darüber, wie das in der VS laufen soll.
    Aber wenn wir Ausflüge und sonstiges streichen, dann wird das alles wieder auf dem Rücken der Kinder ausgetragen.
    Deine Kinder, Andreas, werden kein Manko haben, denn ihr gleicht so was aus. Aber bei weitem nicht alle Eltern unternehmen so viel mit ihren Kindern wie du oder Robert.

    Ich kann nur eines sagen: diese Politik (zusammen mit so vielen Sachen, die schulintern schief laufen) rauben dem engagiertesten Lehrer sein Engagement.

  9. am 21 Mar 2009 um 08:559Dr. Jungl Norbert Taschelbach 5No Gravatar

    @ sabine

    ich finde eine sehr starke parallele zu uns ärzten, statt der arbeit zu hause zwar die nachtdienste usw., aber das unverständnis “oben” ist sehr ähnlich

    alles wird “materiell” (wie einsparungen usw. ) gesehen , daß wir mit menschlichem “material” ( alte, kinder …) arbeiten , das bedenken die behörden sehr wenig

    daß sowohl lehrer als auch ärzte ihren beruf nicht gemeinsam mit dem arbeitsmantel an der garderobe aufhängen können, wenn sie den arbeitsplatz verlassen, das können sich außenstehende nicht so recht vorstellen

    wenn ich denke, wie oft bei den ausflügen mit meiner bekannten von den schülern gesprochen wurde, gewissensbisse und bedenken vor den konferenzen…………….. das ritual des laut nachdenkens “soll ich ihm/ihr das wirklich antun , einen fleck zu geben, obwohl sie es eigentlich verdienen würde …..”
    ” mein gott, sie ist halt grad in einem schwierigen alter……….”
    ” die eltern leben in scheidung, das arme kind, gebe ich ihr halt nochmal eine chance ……..”
    ” er war jetzt so lange krank, bis ostern werde ich mal nicht so streng sein………..”

    das muß man einmal miterlebt haben

    HB

  10. am 21 Mar 2009 um 09:3510connyNo Gravatar

    mich nervt diese diskussion schon langsam: es käme wohl keiner auf die idee, seinem mechaniker zu sagen, wie er das auto reparieren muss, nur weil man halt auto fahren kann; bei den lehrern ist das aber alltag: jeder, der mal in der schule war, glaubt, bildungsexperte zu sein und mitreden zu können; natürlich ist es so (wie in allen berufsgruppen), dass es unfähige leute gibt, die in der klasse stehen, aber bei uns lehrern wird von diesen einzelfällen auf die ganze berufsgruppe geschlossen;

    die ewigen pisa-vergleiche sind ja auch zum-narrisch-werden: sonst sind wir ja nicht so eu-fans, wenn’s um andere umfragen geht; vielleicht sollte da mal angeschaut werden, wo die studien durchgeführt werden und wie die laufen?!

    ich bin überzeugt, dass ich gut unterrichte und die kiddies bei mir auch viel lernen (zeigen auch die erfolge nach der hs bei uns), aber man kann halt die kinder auf derartige test schon “hintrainieren”, was aber nix mit bildung bzw. wissen zu tun hat…

    maeuschen hat hier mal aufgezeigt, was wirklich die tatsachen sind; die zahlen, mit denen die frau bm jongliert (wo hat sie die her???) sind ja überhaupt nicht wahr! wir unterrichten bei weitem mehr;

    ich unterrichte jetzt nur 14 stunden (teilzeit, da 2 kiddies), bin aber 4 tage in der woche in der schule, mein c-pot ist randvoll, wir haben außerdem “restzeit” (da wir nur 45-min-einheiten haben, müssen wir die fehlenden 5 min. “einarbeiten”) und meine restzeit ist am ende vom jahr immer weit im +bereich, was keiner zahlt; ich hab x-mal mehr fortbildungsstunden (in der freizeit absolviert), als “pflicht” wär….
    lehrer supplieren 10 std. gratis;
    egal wie gut du ausgebildet, weitergebildet etc. bist, du bekommst das gleiche gehalt, wie jene, die nur dienst-nach-vorschrift machen;
    in der privatwirtschaft wär das undenkbar!
    viele aufgaben, die den eltern zustehen würden, werden auf die schule abgewälzt (kaum gibt’s wo troubles in der gesellschaft, muss ein anti-drogen-anti-gewalt-anti-blabla konzept für die schule her)

    wir haben eine oberste chefin, die keine ahnung vom schulwesen hat, weder selber kind hat, also auch keinen einblick von elternseite in die thematik hat und die glaubt, was in der theorie rechnerisch geht, geht auch in der praxis;
    es muss doch von vorneherein klar gewesen sein, dass sie mit dem budget nicht auskommt, eindeutiger verhandlungsfehler ihrerseits…

    mein standpunkt als mama: eltern haben vor allem anderen,die pflicht, die kinder zu erziehen, vor lauter sonderaufgaben (impfen, disziplinieren etc.) bleibt ja gar nimmer so viel zeit für die bildung der kiddies in der schule;
    für kinder braucht man vor allem zeit (nicht geld und markenkleidung) und wenn man sich für kinder entscheidet, sollte einem das schon bewusst sein
    es kann ja wohl nicht angehen, dass wir unsre kids in die erziehung fremder hände entlassen und uns mit 15 jahre später dann wundern, dass sie keinen bezug/respekt/ leistungswillen haben;

    mein standpunkt als frau lehrer: ich persönlich liebe meinen job, unterrichte gerne und sicherlich auch gut (keine überheblichkeit, sondern ich kenne meinen wert)
    meine kids müssen was leisten, um gute noten zu bekommen, aber sie wissen dann auch, was ihre note wert ist! ich sehe aber auch, wenn trotz vielen mühen, halt nix mehr geht bei einem kind und da muss man auch fair sein;

    abschließend sei gesagt, wenn das so eine tolle arbeit ist, warum machen denn die leute, die nur kritisieren, dann diesen job nicht?! offensichtlich könnten sie’s ja besser

  11. am 22 Mar 2009 um 09:0211SabineNo Gravatar

    Wie machen Kollegeginnen das, die zu Mittag die Kinder mit ihrer Handtasche im Gepäck in die Garderobe bringen und gleich anschließend das Schulhaus verlassen, ohne nochmal in die Klasse zu gehen? Ich weiß es nicht, aber es gibt sie. ABER: Die sind die Ausnahme, nicht wir, die täglich stundenlang an Korrekturarbeiten sitzen und sich den Hintern aufreißen, um das Beste für die Kinder rauszuholen.

    Ich glaube ebenfalls, dass die Kinder bei mir was lernen und ich gut unterrichte. Ich habe zuzeit eine Integrations-Klasse und betreue die I-Kinder. Sie sind alle mit dem Stoff weiter, als es der ASO-Lehrplan erfordert.

    Woher die Frau BM die Zahlen hat? Schlichte Durchschnittsberechnung. Du hast auf 14 Stunden herabgesetzt, ich auf 18 (gesundheitsbedingt). Wenn diese Zahlen in den Durchschnitt miteinberechnet werden, kommt natürlich ein niedrigerer Wert heraus.

    Zur Erziehung: Die Meinung, dass die Erziehung Elternsache ist, teile sehr viele nicht. Zitat: “Jetzt wollen die blöden Lehrer auch noch die Erziehung auf uns abschieben!”

    Was Noten betrifft: In unserer Klasse bekommen die Kinder die Noten, die sie verdienen. Das ist aber in der VS nicht leicht. Da musst du erst mal dem Druck der Eltern standhalten, den der liebe Sprössling soll ja ins Gymnasium gehen. Da haben wir nach den Semesterferien einen Kampf ausgefochten, der war nicht ohne.
    Ja, man ist den ganzen Tag damit beschäftigt, was man einem Kind auf die Schularbeit geben soll, um es nur ja nicht zu sehr zu demotivieren. Diese Dingen spuken noch beim Einschlafen im Kopf herum.

    Sag mal zu jemandem, der alles besser weiß: “Stell dich doch mal einen Tag lang in die Klasse!”
    Die Antwort wird garantiert sein: “Na, für mich ist das nix!”

  12. am 23 Mar 2009 um 21:2412connyNo Gravatar

    das mit den vs-noten fällt uns ja jetzt allen auf den kopf: die meisten vs-lehrer trauen sich ja nur mehr 1er und 2er zu vergeben, weil sie eben den kindern den weg ins gym nicht verbauen wollen/dürfen/sollen und dann sitzen sie (natürlich die kinder) bei uns in den 1.lg und sind frustriert, wenn sie abgestuft werden;

    früher konnten wir nach einem beobachtungszeitraum in die lg einstufen, jetzt müssen wir (in englisch) die einstufung der vs-lehrer aus deutsch übernehmen!

    werden mal schauen, ob es nächstes jahr mit dem nö schulmodell besser wird….

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Übersetzung von Fabian Künzel