Obenauf schwimmen? – was ist das?
20. November 2008 von maeuschen
Zurzeit komme ich wirklich kaum mal dazu, hier überhaupt reizuschauen. Und wenn ich die Zeit hätte, fehlt mir die Energie.
Andreas, ich finde es echt nett, dass du dich immer wieder erkundigst, wie es mir geht.
Dazu kann ich nur sagen – na ja!
Die Klasse entwickelt sich immer mehr zu einem Horrorkabinett. Und man kann nichts dagegen machen.
Alle pädagogischen Gesprächen nutzen rein gar nichts, nur bei denen, wo sie nichts nützen müssen.
Inzwischen funktioniert nur noch Diktatur.
Fakt ist, dass die Buben, denn um die geht es in erster Linie, sich nicht ändern wollen.
Bei dem Umgangston untereinander und den benutzten Schimpfwörtern wird einem schlecht.
Beispiele lass ich hier lieber weg! Sie verletzen sich gegenseitig absichtlich. (“Gell, du trinks deine Milch, damit du ein bisschen weißer wirst” ist beinahe noch harmlos).
Und am schlimmsten ist die Gewaltbereitschaft.
Mittlerweile lassen wir die Buben nach dem Unterricht nur mehr einzeln gehen, wobei ich am Fenster hänge und nachsehe, ob sie eh gehen und nicht warten, um sich erneut zu versammeln und den Sündenbock des Tages verprügeln.
Es gibt kaum einen Tag, an dem nicht irgendwas vorfällt.
Das ist neben der ganzen Arbeit extrem anstrengend.
Und nachdem solche Sachen nicht ausreichen, bekam ich am Wochenende eine Hiobsbotschaft.
Ich habe einen Beitrag über meine Bilder geschrieben, Eli wollte eins kaufen.
Liebe Eli, ich habe nicht vergessen, aber die Bilder waren im Fitnessstudio meiner Cousine in Wiener Neustadt und die hat auf sämtliche Anrufe und SMS nicht reagiert.
Dass sie das Fitnessstudio geschlossen hat erfuhr ich zufällig im August von unserer Tante.
Bis jetzt konnte ich sie nicht erreichen, und am Sonntag rief mich schließlich unsere Tante an und eröffnete mir, die Bilder wären gestohlen worden.
Alle meine Bilder sind einfach weg.
2 Jahre Arbeit, mehr als 40 Bilder, Erinnerungen, die dranhängen – alles weg.
Die Bilder zu malen war für mich eine Art Therapie, und jetzt sind sie futsch.
Dann hat mir gestern, nachdem ich den Schaden an meinem Auto, den ich im Sommer hatte, endlich versicherungstechnisch abgeschlossen habe, einer wieder einen Parkschaden verpasst.
Nein – momentan schwimme ich nicht wirklich obenauf.
Momentan reichts mir so ein ganz kleines bisschen!
20 Reaktionen zu “Obenauf schwimmen? – was ist das?”
hallo sabine
was soll ich sagen – beruflich beneiden tu ich dich nicht – besser wird es wohl nicht werden, da sind die “eltern” in die pflicht zu nehmnen , aber irgendwie habe ich das gefühl das hier großteils der zug abgefahren ist. die heutige familien- und arbeitssituation läßt kaum mehr viel platz für erzieherische massnahmen – wir sind selber das beste beispiel – job, hobbies die nicht zu kurz kommen sollen und halt kinder für die dann oft keine zeit/lust/nerven überbleiben . ich beobachte diese entwicklung seit ich kinder habe wirklich so genau wie möglich und versuche vieles zu hinterfragen und lösungs- bzw. erklärungsmöglichkeiten zu finden – manches ist spekulativ manches unerklärlich . wie schon mal erwähnt – ich versuche sicherlicher konservativer zu erziehen – nur was nützt das wenn rund herum “anarchie” herrscht. andreas schreibt ja auch immer wieder was er für diskussionen er vor allem mit seinem sohn hat (warte nur bis töchterchen auch mitredet) – genau genommen mußt dich fragen – diskutieren mit einem fünfjährigen ???? in der schule wirds nicht besser , nur daheim geht dies dann weiter
wegen den bildern, ich glaube vorallem dein persönlicher verlust ist der schmerzhafteste, den ein aussenstehender kaum mitfühlen kann – tröstende worte können hier wohl kaum den verlust ersetzen .
Ach Du liebe Güte, Sabine! Das tut mir wahnsinnig leid für Dich! Ein schlimmer Schlag, das mit den Bildern! Für Dich persönlich, aber auch deshalb, weil sie wirklich schön waren!
Und dazu die Probleme in der Schule – echt arg, aber ich fürchte, da kannst Du tatsächlich nicht viel machen.
Diktatur hats in meiner Kindheit auch gegeben. Diskutieren mit einer 5-jährigen? Aber ganz sicher nicht. Noch sehr viel länger wurde vorgeschrieben und angeschafft. Und Rücksichtnahme bis zum gehtnichtmehr verlangt (wofür ich teilw. heute aber dankbar bin). Wir hatten aber keinen Fernseher und es gab die ganzen anderen elektronischen Sachen nicht. Der erste Casettenrekorder mit 14! Gegen den Widerstand der Eltern vom selbstverdienten Geld (Nachhilfe) gekauft.
Ok, so muß es ja heute nicht sein, aber daß es so arg in die andere Richtung geht – traurig, traurig.
Ich wünsche Dir, liebe Sabine, daß es doch bald wieder aufwärts gehen möge und Du irgendeinen Ausgleich findest, der einen Lichtblick im momentan sehr grauen Leben darstellt!
Ganz liebe Grüße!
Ich hab vor kurzem erst wo gelesen, daß 50% aller Österreicher sagen, daß sie sich nach der Arbeit nicht mehr erholen können. 6% sagen, daß sie aus der Arbeit erfrischt und zufrieden rausgehen – das können auch die Heuchler sein.
Da mußt du echt aufpassen, daß du nicht Richtung Burnout schlitterst. Tja, ich hoffe, du hast auch noch ein wenig Freiraum in dem du dirs gut gehen läßt, da und dort.
Wie sieht das eigentlich mit den Gesetzen aus – bist du als Lehrer verpflichtet aus dem Fenster zu schauen – wie weit geht da deine Verantwortung (bis zur Grenze des Schulgeländes) ?
Ich meine, dann schaust halt nicht raus und die sollen sich die Köpfe einschlagen und die Eltern haben dann das Gscher wenn sie ihre Rotzlöffel nicht im Griff haben….
So einen richtigen Rat kann ich dir da auch nicht geben. Wenn´s bei mir zu dick wird, dann versuche ich, mich nur noch auf die wichtigen Dinge zu konzentrieren und alles andere zu ignorieren. – Manches löst sich dann von selbst.
Aber bei Schülern bist du sicher viel mehr in der sozilen Interaktion gefordert als ich im Job es – auch früher mit etlichen Mitarbeitern – jemals war. Papierkram läßt sich leichter auf Eis legen.
wegschauen ? primär finde ich es toll das es leute gibt die es nicht tun – ich denke sogar das heutzutage weniger leute wegschauen als früher . wenn man wegschaut gibt es leider immer opfer – und wegschaun tun die eltern eh schon von klein auf bei ihren lieblingen – seis aus faulheit oder weils glauben das es gut gemeint ist.
bei marie müssen wir jetzt auch schon aufpassen , das sie nicht grob wird – und das ist bei vielen noch ein alter wo alles lustig ist was kinder machen
burn out – was tun dagegen ?
@ Robert: wenn´s soweit ist, kannst du glaube ich wenig tun dagegen – Krankenstand & überleben.
Ich finde, wenn sich schon die Eltern nicht um die Kinder scheren, wie kommt dann die Gesellschaft dazu bzw eine Lehrerin ?! Wenn sich Nachbarn und Bekannte um die Kinder annehmen, dann ist das ja ok. Aber bei einer ganzen Schulklasse voll davon, da gehst du ja drauf, wenn du dir zuviel antust.
Ich würde das von einem Lehrer nicht erwarten, denn für alle Versäumnisse sind die auch nicht zuständig – ist aber eine Gratwanderung.
Nochmals zum Burnout: Ich hab schon viel Druck erlebt – psychisch vor allem -, z Bsp Vollzeitstudium neben Vollzeit-Jobs 5 Jahre lang.
Burnout hatte ich dabei noch keins, ich meine, nicht diese Ich-will-Sterben-Antriebslosigkeit wo du es tagelang nicht schaffst aus dem Bett geschweige denn Haus zu gehen. – Das kenne ich nur vom Hörensagen.
Was ich aber schon kenne, sind so Dinge wie: Essen und nicht wahrnehmen, daß man ißt, Gleichgewichtsstörungen, Schlaflosigkeit, völliges Vergessen des “normalen Tagesablaufs” (was war in der Früh ? gestern ? vergangenes Wochenende ?). Für mich sind das Vorboten und wenn´s zu schlimm wird, ist wichtig, daß ich´s mitbekomme und rechtzeitig loslasse. D.h. bewußt essen oder weniger essen, nichts Lesen, Zeit verplempern, ein wenig Sport und nichts mit Leistungsdruck. – Das hilft bei mir meistens.
Gefährlich ist´s glaube ich, wenn man die Anzeichen nicht bemerkt oder einen existentiellen Druck hat, Weitermachen zu müssen, wenn´s Zeit wäre loszulassen. Ich glaub, in der Arbeitswelt wird heute viel stärker dieser Druck ausgeübt als früher.
Ganz schlimm muß das sein, wo du viel mit Menschen zu tun hast: Am Schalter in der Bank, als LehrerIn & KindergärtnerIn, im Verkauf… und wenn du nicht delegieren kannst, weil du selber der/die Ausführende bist.
Wenn jetzt der Arbeitsmarkt anzieht (man hört ja viel von Entlassungen) und der Leistungsdruck noch mehr steigt, dann wird das – wenn´s nicht schon soweit ist – sich massiv gesellschaftlich auswirken.
die eltern gehören in die pflicht genommen – trotzdem finde ich gut das andere nicht wegschauen – sabine hat ja auch geschrieben das es regelmässig gespräche gibt – ich finde das primär ausreichend als hilfestellung von aussen – was dann passiert siehe textanfang. nur was soll sich ändern wenn daheim anarchie herrscht und die kinder den eltern am kopf g…..? einen 10 jährigen noch umerziehen ?? das schau ich mir an – bin ja sowieso der meinung das erziehung von geburt an beginnt ( und da selber viele fehler gemacht habe) . für mich ein hinweis das alternative erziehung nicht funktioniert – wobei ich gar nicht glaube das sie nicht funktionieren würde – sondern nur das wir nicht wissen wie sie sein soll (ich weiß es zumind. nicht ) – das kind machen lassen was es will kann es zumind nicht sein .
burn out – wichtig wäre es die zeichen zu erkennen , nur wer kann und tut das wirklich – bzw. wie du sagt arbeitsmarkt – wer bleibt daheim – solange es noch geht . selbst ich in meiner “geschützten werkstatt” überleg mir 5 mal ob ich nicht doch einen dienst machen kann . ichhab zumind. den stress mit rotzfrechen kindern nicht – bei mir sind sie alle ganz handzahm
die psychologen werden in den nächsten jahren hölle viel zu tun haben – der trend geht immer mehr in diese richtig – wahrscheinlich auch ein effekt der wohlstandsgesellschaft
Burnout oder nicht, ich will einfach nur dieses Schuljahr überleben, dann sind sie weg.
Aber was kommt dann? Was, wenn wieder so eine Klasse nachkommt?
Es reicht mir schon so, ich will oft nicht mehr, aber was habe ich denn für eine Alternative?
Nein, ich muss nicht aus dem Fenster schauen, nein, es geht mich in Wahrheit nichts an, was vor dem Schultürl geschieht. Aber mein Verantwortungsbewusstsein ist da stärker. Ich kann mir nicht morgens die Verletzungen eines Kindes anschauen, die ihm am Schulweg zugefügt wurden und wissen, ich hätte was dagegen unternehmen können.
Zusätzlich zu all dem gab es heute schon wieder Probleme mit meiner Direktorin. Ich habe im Moment einen riesen Knoten in der Brust und weiß aus Erfahrung, dass sich der bis am Abend nicht lösen wird. Und morgen geht es von vorn los.
Und jetzt kommt dazu: wir haben uns endgültig entschieden, die Projektwoche abzusagen. Da wird aber die Anzahlung als Stornogebühr einbehalten. Ich habe jetzt schon Angst vor dem Elternabend, an dem ich den Eltern mitteilen muss, dass sie ihr Geld nicht zurück kriegen. Und es sind welche dabei, die absolut unschuldig zum Handkuss kommen.
Das Musical ist dann das nächste, denn wir kommen ja gar nicht zum Üben und mit dieser Klasse war das eine Schnapsidee.
Ich stimme Robert übrigens voll und ganz zu, dass Erziehung schon bei der Geburt beginnt.
Meine Freundin hatte so ein süßes braves Baby und hat es geschafft, ein Teufelchen aus ihr zu machen. Ich finde es halt nicht in Ordnung, dass man belächelt, wenn das Kind – sobald es die ersten Schrittchen macht – weiterrennt, wenn es gerufen wird, weil das ist ja so süß. Das Kind kriegt aber mit, ich brauch eh nicht hören, es gibt ja keine Konsequenzen. Und später – wieso sollte es da noch folgen lernen?
Übrigens, Eli, ich habe einen Vorschlag:
Wenn du magst, stelle ich meine schönsten Bilder ins Netz, du kannst dir eins aussuchen und ich mals dir nochmal.
Dann kannst du auch Farbwünsche deponieren.
@Sabine: Also zum Folgen-Lernen, ich trau mich da ja schon gar nichts mehr sagen, denn unser Gnä´ Herr, dem muß ich schon ordentlich dreinfahren und das Gestell putzen, damit das passiert was ich will. Und immer will ich das auch nicht. – Ist halt so.
Ich finde, man muß immer erst selber Kinder großziehen um da mitreden zu können. Und bei einer sehr nachsichtigen, toleranten und aufopferungsbereiten Mutter und einem eher selbstbewußten Vater – was soll da anderes rauskommen als ein selbstbewußter kleiner Kerl, der versucht sich zu behaupten…
Den Knoten am Abend & über die Nacht mitnehmen, das ist nicht gut. Optimal wäre innerlich eine Tür zumachen und Arbeit & Freizeit sauber trennen, vor allem wenn du viel mit Menschen zu tun hast. – Ich mach das aber auch nicht immer. Gerade jetzt mischen sich Arbeit + Freizeit + Studium nahezu unentwirrbar.
@Sabine: Ja, das wär ganz toll! Ein Bild, mit eigenen Wünschen gemalt! *freufreu* Ach, es braucht eigentlich nur blau sein, dann paßt es schon!
Bin schon sehr gespannt, was Du mir da zeigen wirst! Aber BITTE mach Dir keinen Streß draus! Ich hab kein Problem, wenn Du das Bild erst im Sommer malst!! Du hast eh schon Streß genug!
@andreas: wir ziehen zwar ziemlich an einem strick (also petra und ich) , da merkt man schon – zum bsp im vergleich zur oma dass das die kinder merken – unterschiedliche erziehungsstile verwirren so denke ich ein kind schon sehr – vielleicht mal absprechen wie man eine einheitliche erziehung angehen könnte
Also es ist nicht so, daß wir nicht zusammen halten und uns die Kinder gegeneinander ausspielen – das wäre der Klassiker.
Was sicher stimmt ist, daß wir relativ wenige Regeln haben (Schlafenszeit, Fernsehen, Ausziehen, Anziehen, Spielsachen her- und wegräumen,…) und daher kommt es dann darauf an, wann jemand Stop sagt bzw sagt wo´s langgeht. Und das sieht bei uns beiden verschieden aus.
Wenn Bernie meint: “Ich hab jetzt Durst”, dann schicke ich ihn auf die Reise, Astrid holt ihm mit großer Wahrscheinlichkeit das Getränk und serviert´s. Wir reden uns dabei aber gegenseitig nicht drein.
Mach ma keine Probleme wo keine sind
. Ich wollt ja nur sagen: wie die Kinder sind / sich verhalten, hat meistens was mit den Eltern zu tun, das ist aber grundsätzlich noch kein Problem, sondern ganz normal.
doch – muß ich machen – bin in der arbeit und da ist mir fad – un dlieber dir probleme machen als über meine eigenen nachdenken ist doch logo oder
ist aber nett das du dein durstiges kind wegschickst – rabenvater
das mit eigene kinder, bevor man mitreden kann hör ich immer wieder. sicher, kinder verhalten sich daheim zu neunzig prozent anders als in der schule. das ist mir klar. aber trotzdem weiß ich, wovon ich rede, denn ich habe auch die andere seite sehr intensiv mitbekommen. mit den kindern meiner freundin, die ich lange zeit beinahe täglich betreut habe. ich war sowas wie ein zweites zuhause. ich wurde in die schule zitiert, da ich am nähesten wohne und auch nachmittags erreichbar bin, ich war auf elternsprechtagen, ich habe täglich mit ihrem sohn gelernt und dabei alle ausraster erlebt, die ein kind (und er ist ein extrem schwieriges exemplar dieser spezies) draufhat.
ich habe auch mal das behinderte kind einer anderen freundin betreut, das mit drei gestorben ist. auch da war ich dabei.
insofern habe ich vermutlich erfahrungen gemacht, die ich keinem von euch wünsche.
qualifiziert mich das zum mitreden?
und ich krieg die andere seite auch mit. eltern, die sich mit dem lehrer anlegen, weil der angeblich so ungerecht zu ihrem sprössling ist aber gar nicht mitbekommen, wie der sich in der schule aufführt.
und ja, klar spiegeln die kinder die eltern wider, das ist noch nichts negatives, aber das kann es durchaus sein, wenn man merkt, dass das kind einfach keine erziehung hat.
tut mir echt leid, schon wieder widersprechen zu müssen, andreas, das ist echt nicht bös gemeint, aber jetzt habt ihr noch eine chance. wie robert sagt, mit zehn ist es ziemlich zu spät.
feste regeln sind unerlässlich, bei uns gibt es für alles und jedes eine regel. je älter umso schwerer das durchsetzen, aber vieles ist einfach ganz normal.
ich hab das mit den kindern meiner freundin auch so gemacht.
heimkommen – ein bisschen ausruhen – ab spätestens drei hü. eine halbe stunde fernsehen oder computer spielen. dann raus.
hat toll geklappt. zu hause gab es das nicht, und da waren sie unerträglich. kann ich computer spielen??? – nein, jetzt nicht – ich wiiilll aber! usw.
könnte man auf einem plakat veranschaulichen, z.b. die uhrzeit aufzeichnen, da bernie die uhr ja vermutlich noch nicht kann für fernsehzeit, schlafenszeit usw. man sollte auch immer regeln mit rein nehmen, die für das kind sowieso selbstverständlich und leicht einzuhalten sind, umso mehr kann man loben und so für die anderen reglen motivieren.
@robert: beneidenswert, dem ist in der arbeit fad! das möcht ich einmal nur fünf minuten erleben!
@sabine : es gibt solche und solche tage – aber das weißt du ebenso gut wie ich – zugegeben die routinearbeit unter der woche ist nicht unbedingt das highlight – so blöd es klingt – die akutfälle peppen das immer wieder auf – und es ist ganz gut für mich das dazwischen immer wieder “leerläufe” sind – ich glaube ich würde sonst nicht so senkrecht durch das leben gehen
kindererziehung – wie schon oft gesagt – ich denke wir (eltern) sind selber schuld – die kinder sind das produkt unserer (erziehung) und klar es gibt solche und solche kinder – dennoch die äußeren einflüsse prägen es sicher noch mehr als jegliche erbliche “Vorbelastung”. so wie ich es erfahren durfte – ist ein hauptprobleme die vorherrschende ignoranz und der fehlende wille sich damit auseinander zusetzen (weils eben anstrengend ist vorerst mal) – da man probleme nur damit verlagert/verschiebt interessiert zu diesem zeitpunkt niemanden)
beste beispiel ist immer das durchschlafen in der nacht :
- ich habe 4 kinder aund alle haben relativ früh durchgeschlafen – bei einem hätte ich noch gesagt zufall, aber nicht bei vier. wir haben hier fixe rituale , waren konsequent (ich vorallem) und haben sämtliche wanderaktionen sofort unterbunden . viele finden es anfangs nett wenn die kinder um 2 uhr kuscheln kommen – nur wenn ich es einmal durchgelasse – muß ich mich 20 mal dagegen wehren um es wieder zu unterbinden . und so ist es aber bei allem – ich sehs ja leider auch bei den dingen wo wir nicht so dahinter waren
@ Sabine: da hast du ganz bestimmt recht. – Du kannst mitreden.
Ich bin nur derzeit etwas auf Verteidigung, weil wir (Astrid) im Kindergarten heute ein Erlebnis hatten (mit der Betreuerin), das ich im Blog gar net diskutieren will.
Was ich finde ist, daß die nicht-familiären Bezugspersonen es sich auch recht leicht machen können – dann heißt´s gleich, das Kind ist verzogen, nur weil´s ein bisserl Eigenwillen und Extrovertiertheit an den Tag legt. Und dann wird die Unfähigkeit derjenigen welcher unter den Teppich gekehrt und das Elternhaus kritisiert (Problemkind, etc.).
Wahr ist wahrscheinlich immer ein wenig beides.
Ich würde das Vorstehende nicht auf dich ummünzen wollen – also ärger dich nur nicht auch noch wegen DEM Geschreibsel.
das ist ja ur gemein – andeutungen machen und dann schweigen !!! bisserl eigenwille bisserl extrovertiert………..klingt aber nicht so gut , weiß als elternteil reagiert man meistens so , aber ich denke so ähnlich hat es sabine in ihrem text beschrieben – es kommt halt immer auf den Blickpunkt an – die sehen es so die andern so .
ist dass das erste mal ?
@sabine : eigentlich hab ich etwas geflunkert – was das umerziehen von 10 jährigen angeht – ich denke der zug fährt schon viel früher ab
mitreden kann man immer – aber bleibt immer ein unterschied ob ich jetzt nur temporär aufpasse oder 24 stunden verantwortung trage – und das jeden tag jahre lang – ohne begnadigung
Noch eine Andeutung:
Ich hab heute ca 1/2 Stunde aus Hatschi-Bratschi Luftballon vorgelesen und davon sind wir auf einer Seite ca. 10 Minuten hängen geblieben, weil ich ihn gefragt habe was das auf der Zeichnung für ein Tier (Reh) und das für ein Vogel (Rabe) ist.
Ich hab ihm den Text vorgelesen, unzählige Male, wo die beiden Tiere vorkommen und er hat´s nicht rausgehört. Dann hab ich´s mit der Zeile versucht, mehrmals – wieder nichts. Bis er´s dann am Ende kapiert hat.
Tja, vielleicht ist er doch Fernseh-Geschädigt. Denn aus einem einzigen Satz nicht jeweils eine Tierarten herausklauben können, trotz Anstrengung… Aber das kann man bestimmt üben…
also wenn ich geschichten vorlese – gehe ich mal davon aus das nicht wirklich alles verstanden wird (so piaalter) – aber wenn ich so wie du schilderst dann genauer drauf eingehe , klappt es normalerweise schon eher rasch. wir lesen allerdings relativ vor – leider vor , weil jasmin ist sehr lesefaul was mich icht happy macht- aber das kann man sicher alles üben