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Wir schreiben die Woche 15. Ich habe beschlossen meine Eintragrythmus zu ändern, damit mein Trainingstagebuch nicht zu voll und langweilig wird ;-)

In den letzten Wochen hat sich wieder Einiges getan und meine Kondition wächst und wächst, spärlich aber doch. Gestern hab ich wieder gelesen, dass 70 % der Hobbysportler zu hart oder zu leicht trainieren und ihren gewünschten Trainingserfolg dadurch nicht erreichen und dass es irrsinnig wichtig ist, dass man im Grundlagenausdauerbereich bleibt, um diese Grundlagenausdauer langsam aufzubauen und anfangs bedeutet das eben slow down und Pulsmesserpflicht.

Da fällt mir gerade eine nette Geschichte ein, die mir vor einigen Wochen passiert ist. Ich konnte es kaum glauben, aber es ist halt passiert: Ich wurde überholt *ooops*. Mein kleiner Trost: Es war eine mir bekannte Läuferin, die schon jahrelang trainiert und an mir vorbeihuschte wie ein scheues Reh. Wieder ein Grund mehr  brav weiter zu trainieren und mich von der Couch zu verbannen!

An meiner gewöhnlichen Laufstrecke hat sich nicht besonders viel geändert. 2-3 Mal wöchentlich laufe ich ca. 7-8 km. Sonntags sind es an die 10 km, die ich mittlerweile bereits in ca. 1:12 h schaffe, ohne wie ein keuchendes Kamel auszusehen. In Summe laufe ich wöchentlich bereits zwischen 25 und 30 km und ehrlich gesagt: Hätte mir Anfang Jänner jemand gesagt, dass ich eines Tages gerne laufen werde und noch dazu 30 km die Woche, hätte ich das wohl nicht geglaubt. Und nun nach nur so kurzer Zeit ist es so. Besonders stolz bin ich darauf, dass bei kürzeren Strecken bergauf keine Probleme auftauchen und sich hier mein Puls gut unter 155 halten lässt. Ansonsten laufe ich weiterhin zwischen  ca. 135 und 150 Puls.

Zur Zeit ist es auch so, dass ich jeden Tag dran denke, wann ich laufen “kann” und nicht wann ich laufen “muss”. Es macht mir riesig Spaß und setze ich einen Tag aus, hab ich das Gefühl, dass mir etwas fehlt.

Spaß macht es auch weil immer lustige Dinge passieren. Letzens hat eine Fliege den direkten Weg in meinen Rachen genommen und just in dem Augenblick als ich würgend mit hochrotem Kopf am Straßenrand stand, begegneten mir zwei Kids die mich besorgniserregend anblickten und bestimmt dachten, dass Laufen doch nicht so gesund sein kann *gg. Eine Woche drauf zeigte sich auch die Wirkung auf das starke Geschlecht. Ein Mann blieb mit dem Auto neben mir stehen, kurbelte seine Scheibe runter und meinte:”Dirndl willst net mitfahren, brauchst net laufen”. Ok, er war über 80 aber immerhin *ggg*. 

Achja und ich hab es mir doch gekauft, das große Buch vom Marathon, ganz schön interessant, denn ich habe daraus gelernt, dass man nicht direkt im Anschluss an das Training dehnt, sondern erst eine halbe bis eine Stunde danach. Soso, das war mir neu. Außerdem sollte Krafttraining auf einen lauftrainingsfreien Tag verlegt werden. Ich hab direkt nach dem Laufen die Hanteln geschwungen, auch nicht so gut - Fazit: man lernt nie aus!

Letze Woche habe ich es geschafft 4 x laufen zu gehen und kam auf eine Distanz von ca. 35 km mit einem Durchschnittspuls von jeweils ca. 142.

Achja, an meinen Beinen tut sich auch was, ich krieg sowas was sich Wadl nennt, genau dort wo vorher gähnende Leere war und die lenken hoffentlich bald von meiner streifenhaften Bräunung ab *gg.

13.4.2009 Woche 10

Ich fühl mich krank!

 

Das Wetter spielt vollkommen verrückt. Einmal warm, dann wieder kühl und dementsprechend fühl ich mich. Hab ich vor einer Woche noch freudig festgestellt, dass ich heuer noch nie krank war, kommt meine Aussage wie ein Boomerang zu mir zurück und bringt mir einen “vollen Kopf” und schmerzende Augen mit. Komisch, sowas hatte ich noch nie. Keine Halsschmerzen, keine Verkühlung, nur schmerzende Augen und ein Kopfgefühl als hätte ich am Vortag zu tief ins Glas gesehen. Wenn´s wirklich so gewesen wäre, wüsste ich wenigstens wo´s herkommt, aber so *grübel*. Ich kann kaum zur Seite gucken und fühl mich als hätte mich ein Hammer getroffen. Ich verkneife es mir zum Arzt zu gehen und verordne mir abends anstatt Laufschuhe einfach Bettruhe. Dummerweise bin ich zu gesund um arbeiten zu gehen, aber zu krank um laufen zu gehen. Immer diese halben Sachen *g*.  Mein Training wird also ein paar Tage auf Eis zu gelegt, aber bereits nach 3 Tagen stellt sich Besserung ein und es kann wieder los gehen. Am Wochenende fühl ich mich schon wieder viel besser und mein Training wird fortgesetzt.

6.4.2009 Woche 9

Diese Woche war relativ unspektakulär. Nachdem ich nun 10 km durchlaufen kann und meine Kondition so gut es geht zu halten versuche, hab ich mir vorgenommen, meine 10-km Läufe sonntag beizubehalten. Unter der Woche laufe ich 2 x etwa eine Stunde und sonntags eben mehr, sodass ich in Summe jede Woche etwa 3,5 Stunden laufe. Ich hab festgestellt, dass es mir inzwischen wesentlich leichter fällt meinen Puls wenigstens eine Zeit lang unter 140 zu halten und dass ich schon ein bisschen schneller unterwegs bin. Trotzdem hab ich bemerkt, dass es mir etwa nach einer 3/4 Stunde relativ schwer fällt unter 140 zu bleiben. Besonders bei leichten Steigungen schnellt mein Puls nach oben und ist dann wieder schwer runter zu kriegen. Naja gut Ding braucht Weile.

30.3.2009 Woche 8

Mission completed!!

Vorige Woche hab ich mir fest vorgenommen meinen ersten 10 km Lauf einzuplanen. Er sollte am Sonntag stattfinden. Längere Läufe plane ich stets sonntags ein. An diesem Wochentag hab ich erstens mehr Zeit bzw. ich nehme sie mir einfach, zweitens bin ich morgens motivierter (obwohl mein Puls wesentlich höher als abends ist) und drittens hab ich kein schlechtes Gewissen, wenn ich mich mal für 1-2 Stunden aus dem Staub mache, weil ich sonntag sowieso meinen arbeitsscheuen Tag genieße.  Besonders schön finde ich es aber sonntags zu laufen, weil alles so ruhig ist. Viele schlafen noch, wenn ich mich auf die Socken mache. Höchstens ein paar Walkietalkies (nicht abwertend gemeint), wie ich sie nenne, kommen mir entgegen, aber auch der eine oder andere Läufer kreuzt meinen Weg. Das einzig Dumme ist, ich muss auf mein ausgiebiges Sonntags-Frühstück verzichten. Ein voller Bauch, der läuft nicht gern. Also Schinken & Co es hat mich sehr gefreut. An diesem Sonntag hab ich aber etwas besorgt aus dem Fenster gespäht. Regen, Regen und nochmals Regen. Na bravo, hast du dir einmal etwas Besonderes vorgenommen, fällt es ins Wasser. Ich war aber so besessen von meiner Idee, dass ich den Regen anscheinend vertrieben habe und so bin ich bei leichtem Nieseln trotzdem losgelaufen. Und siehe da, nach einer halben Stunde war das Nieseln zuende und ich geduscht. Zum Glück war ich nach etwa einer Stunde wieder staubtrocken. Jaja, die Kleidung macht´s. Ich muss schon zugeben, dass das ein kleines Erlebnis für mich war. Die Straßen waren leer, die Luft frisch und sauber und ein Autofahrer, der breitgrinsend aus dem Auto sah und mir zustimmend zudeutete. Fiesbold *g*. So hab ich meinen ersten 10 km Lauf ohne Probleme bewältigt und freue mich auf den nächsten!

23.3.2009 Woche 7

Ich habe eine wunderbare Laufstrecke gefunden - relativ eben und teilweise Waldweg also auch gelenkschonend. Aber was das Beste ist, bei uns kehrt langsam aber sicher der Frühling ein, was mir einen kräftigen Motivationsschub verpasst und den Waldwegen ziemlich viel “Gatsch”. Trotz minimalen Frühlingsanzeichen kann ich auf die Haube und Handschuhe noch immer nicht verzichten, denn der starke Wind ist nach wie vor präsent. Dieses Wochenende stand wieder mein nun schon in bissi über 9 km Ausflug auf dem Programm. Der Wind hat mich aber sehr zurückgehalten und meinen Pulsschlag an sehr windigen Stellen um 5-10 Schläge erhöht, um überhaupt vorwärts zu kommen. Es war etwas mühsam den Puls zu halten. Trotzdem hab ich die Strecke in 1:20 h im optimalen HF-Bereich zurückgelegt. Mein Gewicht hat sich auch um 1,2 kg reduziert - oh Jubel oh Freud! Ok, vielleicht lag´s auch an der bewusst gesünderen Ernährung und weitgehender Schokiabstinenz, aber egal. In Zukunft möchte ich auch noch Krafttraining miteinbauen um Kollateralschäden zu vermeiden und Koordinationstraining um meinem Laufstil zu verbessern. Nächste Woche versuche ich mein 1. Ziel zu erreichen: 10 km Lauf - Zeit egal. Mal sehen, ob mir das gelingt!

16.3.2009 Woche 6

Wie die Zeit vergeht! Ich bin bereits bei Woche 6 angekommen und bin meinem Ziel wieder einen kleinen Schritt näher gekommen. Am Wocheendende ist es mir bereits gelungen 1 Stunde 10 Min. an einem Stück durchzulaufen. Meinen Pulsmesser hab ich bergauf ein wenig beleidigt und ich lief einige Minuten im anaeroben Bereich, was aber bestimmt nicht geschadet hat. Nachdem ich irrsinnig neugierig war, bin ich anschließend die Strecke mit dem Auto abgefahren und man höre und staune, ich hab in der Zeit fast 9 km zurückgelegt *stolzaufmichbin* . Die langen Läufe verlege ich immer auf das Wochenende, weil´s sich zeitmäßig besser einteilen lässt. Sonntag ist also mein Tag, an dem ich versuche einen ausgedehnteren Lauf zu machen und wettermäßig hat das bisher auch ganz gut gepasst.

9.3.2009 Woche 5

Es ist wieder etwas ruhiger geworden und diese Woche habe ich versucht meinen Trainingsplan wieder einzuhalten, was mir auch ganz gut gelungen ist. Abgesehen davon, dass ich für meinen Geschmack noch immer viel zu schwer bin, habe ich meine 3 Einheiten wieder absolviert und bin sehr stolz auf mich.

Ich bin mittlerweile soweit, dass ich 60 Minuten durchlaufen kann! Mein Puls ist zwar noch immer jenseit von “Gut und Böse” und ich laufe mit einem Durchschnittspuls von ca. 142. Ich bin auch nicht die Schnellste unter den Läufern und hab mich gestern ständig umgesehen, ob mich nicht ein “Walker” überholt, aber ich habe keinerlei Beschwerden an meinem Knie noch hab ich sonstige Wehwehchen. Ok, bei Wind ohne Haube zu laufen, war nicht sehr schlau, aber ich erfreue mich noch bester Gesundheit. Das meiner Meinung nach Wichtigste ist ein direkter und unmittelbarer Ausflug unter die heiße Dusche nach dem Laufen, sonst ist eine Verkühlung so sicher wie ein Amen im Gebet.

Ich habe es also diese Woche auf ein Pensum von fast 3 h gebracht. Begünstigend war sicher das Wetter, das sich gestern von seiner (außer dem Wind) schönsten Seite gezeigt hat und bei 6-7° C macht das gleich viel mehr Spaß als bei Regen und Schnee durch die Gegend zu hopsen!!

Ich bin also an dem Punkt angelangt, an dem ich geglaubt habe, niemals anzukommen - Es macht tatsächlich Spaß und ich empfinde das Laufen nicht als Pflicht oder Plagerei im Gegenteil ich freu mich schon immer drauf!! Und als mich meine Freunde gestern ehrfürchtig fragten, ob ich schon länger laufe und so, war ich schon ein bissi stolz auf mich :-)

2.3.2009 Woche 4

Ich hab eine harte Woche hinter mir und ich bin total kaputt. Eigentlich wolle ich meinen Geburtstag ruhig ausklingen lassen, meine Freunde waren da aber anderer Meinung, sodass das Wochenende einer nahezu nicht endenen Orgie gleichen sollte.

Von Donnerstag bis Sonntag wurde gefeiert, gelacht, getanzt und ein klitzekleines Bisschen über die Stränge geschlagen, was mir wieder ein Trainingsdefizit von einem Tag beschert hatte und auch eine Riesenportion schlechtes Gewissen. Aber nachdem ich keine Engelchen bin und auch meine Macken haben, werde ich jetzt nicht in Selbstmitleid zuerfließen und möchte es nächste Woche wieder gut machen.

Zu meinem Wiegenfeste gesellten sich auch ein paar Kilos zuviel, was an den gut gemeinten Torten liegen dürfte, die ich genussvoll verspeist habe. Ich habe mich seit langem wieder gefragt, ob es nicht doch sein könnte, dass meine Waage kaputt ist!?

Ich habe also mittlerweile fast 5 Kilo zuviel und das obwohl ich mehr Bewegung habe denn je…*etwas frustriert bin*…Ich kann mein Training also gleich mit einer Diät kombinieren, um weiterhin meine Jeansgröße 36 tragen zu können. Der Versuch mir einzureden, dass sich Muskelmasse aufgebaut habe und die ja schwerer ist als Fett, konnte ich beim Anblick meines kugelrunden Bauches leider nicht gelten lassen. Also ran an den Speck, denn der muss weg ;-)

23.2.2009 Woche 3

Es schneit!

Ich bin erschüttert. Das Wetter macht mir einen gehörigen Strich durch meinen Laufeifer und bindet mich quasi an meine gemütliche Couch. Es schneit und schneit und sturmt. Ich kann mich in Woche 3 also nicht dazu überwinden meine geplanten Trainingseinheiten strikt einzuhalten und schaffe es nur 2 Mal die Woche laufen zu gehen.

Ich habe mir ein Buch mit dem Titel “Marathon” angelacht und es dürfte ein super Ratgeber sein, aber meiner Meinung nach ist es doch noch ein wenig zu früh um an sowas zu denken, sodass ich es schweren Herzens zurückschicke und hoffe, dass ich vielleicht nächstes Jahr tiefer hineinschnuppern darf.

15.2.2009 Woche 2

Es geht voran, Woche 2 ist um!

Vor Beginn der 2. Trainingswoche habe ich mir einen Pulsmesser geleistet und bin voll davon überzeugt, dass es eine gute Investition in meine Gesundheit war.

Nachdem ich mir einen ausgesucht habe, der die persönlichen optimalen HF-Bereich EKG-genau ermittelt, liegt mein optimaler Pulsbereich zwischen 134 und 153, was sich für mich ganz vernünftig anhört.

Ich hab natürlich gleich versucht, das in die Praxis umzusetzen und habe von Intervalltraining, wie ich es nenne, auf lockeren Dauerlauf umgestellt. Erstens macht es mir wirklich mehr Spaß durchzulaufen und zweitens muss man nicht ständig auf die Uhr schauen, wann man wieder gehen muss/soll/darf, denn bin ich zu schnell unterwegs, piept es ohnehin. Irgendwie gibt er mir das Gefühl, richtig zu trainieren. Ob es wirklich so ist, werde ich allerdings erst in einigen Monaten wissen.

Ich habe aber die Erfahrung gemacht, dass mein Pulsmesser momentan noch zu schnellem Piepen neigt und mein Tempo schon ein ganz gemütliches sein muss, um in meinem optimalen HF-Bereich zu bleiben.  Aber so schaffe ich es ohne Weiteres, meine 40 Minuten durchzulaufen (ganz ohne zu gehen und ohne aus der Puste zu kommen) wie ich gestern stolz festgestellt habe. Mein Durchschnittspuls lag zwar bei ca. 140 und ich glaube, es wird noch einige Zeit dauern, bis ich wirklich schneller laufen kann, aber davon lasse ich mich nicht entmutigen (auch wenn mich einige Läufer überholt haben), jeder hat mal angefangen und gut Ding braucht Weile.

Gestern hatte ich allerdings mit eisigem Gegenwind zu kämpfen und ich schätze, wäre  ich zwischendurch immer wieder gegangen, hätte ich mir eine ordentliche Verkühlung geholt. Ich werde also weiterhin bei Dauerlauf bleiben.

Es gibt auch eine äußerst erfreuliche Nachricht: Mein Knie macht keine Mucken mehr also auf in die 3. Trainingswoche, hoffentlich weiterhin schmerzfrei!

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