Auf den Unterberg von der Miralucke, 10.10.2010

14. Oktober 2010 – 07:16


Endlich wieder eine Wanderung mit dem Berghasen Günter! Er hat etwas ausgesucht, wo wir recht viel in der Sonne sind – wir gehen übers Bettelmannkreuz auf den Unterberg! Wie üblich bin ich ein bissl im Zweifel, ob mir das nicht zu viel sein wird (meine Kondition ist noch immer grottenschlecht), aber wird schon gehen. Im Notfall fährt er bis Baden.

Wir fahren durch das Piesting bis nach Pernitz, dort rechts weg nach Muggendorf und weiter hinauf ins Lamwegtal bis zum Ende, zum großen Parkplatz (von dem im Winter der Schibus hinauf fährt). Ein kleines Stück müssen wir an der Straße entlang zurück, bis links (nördlich) das Ramsental abzweigt. Hier kann man zwar auch parken, aber wir möchten nach der Wanderung nicht noch das Stück auf der Straße gehen müssen.

Dieser Aufstieg ist zurzeit noch ein wenig „verunstaltet”, weil im Vorjahr ein Wasserkanal vom Tal zur Enzianhütte auf dem Kieneck gebaut wurde (das Ramsental ist auch ein Aufstiegsweg aufs Kieneck). Teilweise kann man aber auch auf den ursprünglichen Waldweg ausweichen. Zunächst jedoch geht es eher flach eine Forststraße dahin. Bei der ersten Rechtskurve jedoch deutlich steiler durch den Wald hinauf.

Zweimal quert man die Straße (die ich im Winter für meine Aufstiege mit Schneeschuhen benutzt habe), dann kommt man zu einer hübschen Wiese und kurz darauf zur Wegkreuzung beim Bettelmannkreuz. Rechts ginge es hier zum Kieneck, geradeaus hinunter ins Triestingtal, wir aber wenden uns nach links (westlich), da wir ja auf den Unterberg wollen. Es folgt ein kurzes Steilstück zum Kirchwaldberg, dann geht es wellig sehr schön, immer wieder mit Ausblicken, dahin, bevor es wieder konstant bergauf Richtung Gipfel geht. Der markierte Weg verläuft dann eher flach zum Unterbergschutzhaus, unser unmarkierter, aber deutlicher Steig hinauf, zuletzt über die Schiabfahrten bis zum Gipfelkreuz.

Aufgrund des herrlichen Wetters haben wir dort eine ebensolche Aussicht! So ziemlich in alle Himmelsrichtungen und sehr weit, bis ins Gesäuse. Wir suchen uns einen Meter unterhalb des Gipfelkamms ein etwas geschütztes Plätzchen – es bläst doch ziemlich – und ich verzehre erstmal mein Weckerl, während Günter fotografiert. Dann gehen wir steil die Gipfelwiese hinunter zum Schutzhaus. Hier ist natürlich sehr viel los, trotzdem bekommen wir recht rasch etwas zum Trinken und Essen.

Der Rückweg verläuft eher unspektakulär zunächst entlang der roten Markierung, später auf der Schiabfahrt, die besser zu gehen ist, wie der schottrige, laubgefüllte Graben am Schluß. Einmal müssen wir ein bissl durch frisch gefällte Bäume durchturnen, ansonsten ist alles gut begehbar.

Wir haben beide diese Tour sehr genossen – und ich hab natürlich schon wieder umsonst gezweifelt! :-) Eckdaten: 800 hm, 3:50 Gehzeit und 12 km.

Fotos von Günter Berhart (außer das letzte).

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