Zwettl
16. Juli 2009 – 08:06>> Stadtrundgang – Teil 3 <<
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Wir befinden uns am Beginn der Oberen Landstraße und wollen heute bis hinunter zur Dreifaltigkeitssäule wandern. Wir wechseln öfter die Straßenseite und passen besonders auf den Straßenverkehr auf, der hier in beide Richtungen durch die Stadt Richtung Weitra rollt, so lange, bis die bereits geplante Umfahrung Zwettl fertig gestellt ist. |
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Links von uns können wir schon das mächtige Jubiläumshaus sehen, das 1898 errichtet wurde und ein Beispiel für den Wohnbau aus der Zeit des Historismus darstellt. Bei der Fassadengestaltung orientierte man sich vor allem an Formen der Renaissance. Im Hintergrund sehen wir den Kesselbodenturm. |
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Der Pernerstorferhof war ursprünglich ein Freihof. Ein Freihof war im Mittelalter ein Hof innerhalb einer Stadt, der einem Adeligen oder Geistlichen gehörte und von den Steuern und anderen bürgerlichen „Beschwerungen“ (Wachdienst usw.) befreit war. Die heutige Fassade stammt aus dem 18. Jahrhundert. Das schöne Sonnentor stammt ebenfalls aus der Barockzeit. Aus gotischer Zeit stammen vier Kragsteine, die einen Erker tragen. |
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Gegenüber dem Pernerstorferhof beim Jubiläumshaus steht der hl. Sankt Florian. |
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Auf unserem weiteren Weg dominieren elegante Volutengiebel der Barockzeit die Altstadt. Besonders markant ist dabei die an der vorstehenden Hausecke von Nr.45 freistehende Steinsäule. |
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In der Stadt gab es sicher bereits im Mittelalter mehrere Bier- und Gastwirte, von denen drei als besonders privilegierte „Schildwirte“ in den 1553 beginnenden Ratsprotokollen immer wieder aufscheinen. Die Schildwirte waren allein berechtigt, Reisende mit Ross und Wagen zu beherbergen. Eines von ihnen war der heutige Gasthof zur Goldenen Rose. |
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Vorne, in der Mitte, steht auf dem Erdball und der Mondsichel betend die Hl.Maria, der Schlange (Teufel) den Kopf zertretend. |
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Auf einer Tafel aus rotem Marmor kann man folgende Inschrift lesen. Dieser Text enthält aber auch als Chronogramm – wie damals üblich – einen Hinweis auf das Errichtungsjahr. Einzelne Buchstaben sind nämlich größer als die anderen. |
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SIT GLORIA PATRI ET FILIO ET SPIRITVI SANCTO VNI ATQVE TRINAE DEITATI. AMEN Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem heiligen Geiste, der einen und dreifaltigen Gottheit. Amen |
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Nächstes Mal wandern wir durch die Hamerlingstraße, über den Neuen Markt, bis zum Kesselbodenturm. D&J |
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